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Old 15-02-2008, 18:52   #76
dadalbinder
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DREAM I/Q II

Hallo Stephan,

ein Problem bei DREAM scheint mir zu sein, daß man manchmal gar nicht mehr (I/Q) merkt, mit welchem Frequenzversatz das Programm arbeitet. Das hat mich mehrfach provoziert und unsicher macht.

Ich setze momentan DREAM V1.10 unstable 41 cvs ein. Hier scheint alles zu laufen aber man muß manchmal auch was nachsehen. Häufig ist hier auch hilfreich auf AM umzuschalten und dann einmal festzustellen, wo man überhaupt im Band ist. Also beispielsweise auf 49 m, wo man sich ja mit den AM-Frequenzen gut auskennt. Findet man den Frequenzversatz, weiß man dann, welche Frequenz man eingeben muß.

Also findet man, daß die Differenz + oder - 20 kHz ist, gibt man die DRM-Frequenz enstprechend ein und hat bei Erfolg die Lösung gefunden.

Noch mehr geht bei der geänderten Steuerung bei den unstable Versionen. Man kann auch nach Betrieb des Programms die gespeicherte DREAM.INI Version einfach mit Editor anzeigen und die Daten übernehmen.

Wegen der Kürze folgt noch ein Teil 3.

Wolfgang
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Old 15-02-2008, 19:04   #77
dadalbinder
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DREAM I/Q III

Stephan,

die Software SDRadio und Winradio zeigen ja sowohl unter I/Q und Stereoeinspeisung - je nach Einstellung - im Amplitudenspektrum in der ganzen Breite immer den einen Stereokanal links von der Null-Linie bis zur Null-Linie und rechts von der Null-Linie den anderen Kanal. Hier kann man an einem Screen, der die ganze Breite darstellt, wo das DRM-Kanal steht und um wieviel der Frequenzversatz bei DREAM umgestellt werden muß.

Sinngemäß ist auch, daß bei Mono-Einspeisung beider Kanäle immer zwei gleiche Amplituden links und rechts von der Null-Linie aufscheinen.

Ich füge jetzt einen Screen von Winrad 1.30 bei, wo die Null-Linie bei 4025 steht. Jetzt kannst Du sehen, wo das Spektrum von 3995 liegt, wieviel Du umstellen mußt, um bei DREAM richtig zu liegen.

Hilfe gewesen?

Wolfgang
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Old 16-02-2008, 14:15   #78
maxpower
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Hallo Wolfgang!

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!

Es scheint mir mir aufgrund Deiner und mittlerweile auch meiner) Erfahrungen dann noch einiges an Verbesserungspotential in der I/Q Verarbeitung von Dream möglich zu sein.

In SDRadio kann ich über 40 dB Spiegelfrequenzunterdrückung erreichen, Dream scheint um die 20 - 30 dB durch seine "Automatik" zu schaffen. Mit ein wenig Verschiebung der Empfangsfrequenz nach oben der unten kann man zwar oft das Problem umschiffen, aber so richtig zufriedenstellend ist das natürlich nicht - vor allem, wenn das Band recht voll ist.

Eigentlich ist es schade, dass es hier nicht auch ne Möglichkeit der manuellen Optimierung in Dream gibt, denn da liesse sich dann im I/Q Empfang noch einiges mehr rausholen. Ob so eine Funktion wohl möglich wäre?

Viele Grüße und vielen Dank nochmal,

Stephan
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"Pappradio" 2 SDR / Himalaya 2009, near Leer/Ostfriesland (Web remote-controlled) 15m Long-Wire / Active Deltaloop, Asus Xonar 192 kHz / Realtek HD Soundcard, Atom 330 ITX Mainboard, rural area; 53'10N, 7'27E;
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Old 16-02-2008, 14:49   #79
dadalbinder
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Elektor_USB, Winrad 1.30, Aufnahme-Recorder II

Hallo,

weitere Versuche haben gezeigt, daß Aufnahmen der Signale zwar mit 192 kHz nach Einstellung des Audiorecorders möglich sind, aber sie werden von Winrad nur mit 96 kHz wiedergegeben.

5 Minuten Abspeicherung mit 192 kHz "kosten" 112 MB.

Die Situation bei 192 kHz zeigt ein Screen, der zweite zeigt Wiedergabe mit 96 kHz.

Durch Dauerbetrieb bei Wiedergabe kann man in aller Ruhe alle Frequenzen durchprobieren.

Für richtig große Bandbreiten greife man also auf den Perseus zurück, im Elektor_USB geht das aber - zum Einübern - auch schon bis 48 kHz. Genug um einen Großteil des SSB-Betriebs in einem Band abzuspeichern.

Wolfgang Hartmann
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Old 16-02-2008, 15:00   #80
dadalbinder
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DREAM again

Hallo Stephan,

der Erwerb der eigenen Erfahrungen ist der beste Weg.

Momentan ist ein guter Zustand deshalb erreicht, weil ja offensichtlich DREAM in den CSV-Versionen weiter entwickelt wird. Mit dem Elektor_USB habe ich bei den unstablen Versionen bislang unstable 41 gute Erfahrungen gemacht mit dem Elektor. Nun gibt es seit kurzem auch eine unstable 46, die sich auch als unstable 41 anzeigt.

Die ganze Menütechnik wird von den momentanen Entwicklern offensichtlich weiter entwickelt, so hat der Evaluations-Dialog einiges an Receiver-Steuerung abgeben. Manche Sachen funktionieren noch nicht wie RIG ADVANCED mit SETTINGS und FREQUENZ OFFSET. Neben anderen Kleinigkeiten. Also Grund, jetzt laut zu geben. An wen ist die Frage.

Ich hatte eine Hilfe von Simone bekommen und so ist die Elektor-Steuerung inzwischen realisiert. Vielleicht sollte man in das Forum bei Sourceforge-Net einmal Wünsche formulieren. Möglich, daß was zurückkommt.

Ich sehe immer noch die "Automatik" wie geschildert aber vielleicht könnte es ja auch eine detailreichere Menütechnik geben. "Hoffnung stirbt zuletzt".

Wolfgang
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Old 19-02-2008, 19:41   #81
dadalbinder
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Elektor_USB, Winrad 1.30, Aufnahme-Recorder III

Hallo,

eine Korrektur. War es mir bisher nicht gelungen, ist es doch offensichtlich möglich. Nach einem ganz bewußten Einstellungen von Audacity ist eine Aufnahme mit 192 kHz Samplerate doch möglich und Winrad1.30 gibt das auch mit Samplerate 192 kHz aus.

Einen Screen der neuen Situation füge ich bei.

Also: 92 kHz Spektrumbereich sind möglich.
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Old 24-02-2008, 22:43   #82
Funkerberg
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Originally Posted by maxpower
Ich habe nämlich Probleme mit der I/Q Funktion in Dream, die bei mir anscheinend so gut wie ohne Funktion ist.
(Ich starte dream mit dem Befehl -c 3, was den I/Q Mode starten soll.)

Hallo stephan,

welche Version von Dream verwendest du? Ich habe hier mit 1.7.6 keine Probleme mit dem IQ Modus von Dream.

Überprüfe nochmal ob Dream richtig im IQ Modus gestartet wird. Am besten mit zwei Icons, eins mit eins ohne -c 3. Es muss ein deutlicher Unterschied zu sehen sein.

Viele Grüße Rainer
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Old 22-03-2008, 18:39   #83
maxpower
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Hallo Wolfgang und Rainer!

Sorry, das es etwas länger gedauert hat, bis ich mich hier mal wieder melde. Hatte viel um die Ohren.

Ich glaube, die Effektivität der Spiegelfrequenzunterdrückung hängt bei Dream hauptsächlich mit dem Gleichlauf der Amplituden beim rechten und linken Kanal zusammen. Daher ist es sehr wichtig, dass die Sample-Kondensatoren, die Widerstände im "ZF"-Signalweg und die Arbeitswiderstände der OP-Amps 1% Abweichung oder möglichst noch weniger haben. Je genauer sich beide Amplituden in ihrer Lautstärke gleichen, desto besser funktioniert der der Algo in Dream.
Andere Programme wie Winrad/SDRadio haben zusätzliche Regler, um nicht nur die Phase, sondern auch die Amplitude einzustellen. Im groben kann man auch ein wenig mit dem rechts-links Regler in der Audiosteuerung nachhelfen, aber diese ist sehr grob. Wenn man da Dream mit einem zusätzlichen "händischen" Abgleich auf die Sprünge helfen könnte, wäre das klasse!

Daneben habe ich noch eine zweite "Problemquelle" in der Kombi Dream-I/Q Receiver entdeckt:
Je nach Ausführung der Soundkarte kann eine 24-bit 96 kHz Soundkarte durchaus von Nachteil in der Benutzung von Dream sein. Frequenzen oberhalb von 24 kHz können nämlich durchaus in der Soundkarte "umgebrochen" und auf eine niedrige Frequenz innerhalb des 20 kHz Spektrums runtergesamplet werden und tauchen als Phantomsignale auf Frequenzen auf, wo sie nicht hingehören.

Wenn man beispielsweise Winrad im 96 kHz Mode benutzt, sind alle Sender dort, wo sie hingehören. Im 48 khz Mode werden einige stärkere Signale, die ausserhalb des 48 khz Spektrums liegen, jedoch in den 48 khz Bereich zurückgeworfen.

Eine Lösung für das Problem wäre die Erweiterung von Dream auf bis zu 96 khz, eine andere die Beschränkung der Bandbreite des SDRs auf 48 khz (zB Kondensatoren von 2,2 auf wesentlich höhere Werte) oder die dritte der Wechsel auf eine "48kHZ only" Soundkarte mit gutem Filter (Nummer 2 und drei sind aber eigentlich "Vernichtung" guter Leistungen der Hardware zugunsten einer in dieser Hinsicht weniger leistungsfähigen Soft, was etwas schade wäre (trotzdem: Hut ab vor den Entwicklern der Dream Software, ohne die all die Entwicklungen in diesem Bereich gar nicht möglich gewesen wären!)
Variante 2 probiere ich in der kommenden Woche mal aus.

Viele Grüße und schöne Ostern!

Stephan
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Last edited by maxpower : 22-03-2008 at 18:41.
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Old 23-03-2008, 09:42   #84
dadalbinder
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DREAM / Anti-Aliasing Filter I

Hallo Stephan,

gute Feiertage.

Als Teil 1 folgendes:

Die Funktion eines Antialiasing-Filters ist wohl bislang mehrheitlich ein hardware-mäßiges und kein Software gestütztes. Oder? Gibt es verschiedene Ausführungen von Anti-Aliasing-Filtern wie hardware-gestützte und/oder inzwischen auch digitale Anwendungen? Ich denke, die bisherigen Lösungen bestehen aus Hardware.

Arbeitet man mit einer Soundkarte mit einer festen Anti-Aliasing-Frequenz dürfte das Arbeiten unterhalb dieser Frequenz mit einer niedrigeren Samplerate immer zu Reflexionen führen. Dann dürfte auch richtig sein, daß Reflexionen auch bei genau ausgerichteter Amplitude und Phase immer noch vorhanden sein dürften.

DREAM ist ja, was sein inneres Arbeiten angeht, immer noch so etwas wie nicht dokumentiert. Wenn DREAM regelmäßig mit 48 kHz Samplerate arbeitet und darauf optimiert wurde, kann das Ergebnis bei Arbeiten mit Samplerate 96 oder sogar 192 kHz nicht optimaler ausfallen. Je nach Filterung der Soundkarte können also nicht-nützliche Reflexionen auftreten, die die Arbeitsweise von DREAM eher erschweren.

Mit anderen Worten. Ist DREAM auf 48 kHz optimiert, sollte man auch Soundkarten benutzen, die ein 48 kHz-Anti-Aliasing-Filter haben. Mehr wäre dann überflüssig.

Zur Diskussion gestellt. Richtig oder?

Wolfgang
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Old 23-03-2008, 10:31   #85
dadalbinder
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DREAM / Anti-Aliasing Filter II

Hallo Stephan,

ich habe schon früher ausgedrückt, daß DREAM so etwas wie ein Analysesytem hat und sich umstellt je danach, was es vorfindet.

Dafür scheinen verschiedene Erscheinungen zu sprechen. So läuft bei mir etwa unter Peter Carnegies G8JCFSDR und dem entsprechenden DREAM-Aufruf ohne Probleme ein Startparamter für DREAM immer mit I/Q Modus. Dies sowohl bei Aufruf des Elektor_USB IQ Empfängers als auch beim DRT1 von Sat Schneider. Ich habe das erst gar nicht bemerkt, bis ich irgendwann darauf aufmerksam wurde. Ich habe es einfach so gelassen.

Generell müsste man ja eine Differenz im Auftreten von linkem und rechtem Signal nach den Erfordernissen der Software auch herausrechnen können. Das gleiche auch bei Amplituden. Wohl nichts leichter als das für Software. Man kann das nach den Bedürfnissen des Dekodierungsprogramms locker optimieren. Man kann sich ja daran erinnern, daß einfachste Doppelsuper für DRM und andere Modulationsarten durch eine in der Software automatisch oder einstellbare AGC-Funktion vorhanden ist, die Amplitudendifferenzen verschiedenster Stationen "ausbügelt".

Es gibt ja da auch noch andere Funktionen, wie das Berücksichtigen von 1 Bit-Differenzen bei den Signalen zwischen links und rechts. Dies gilt vor allem für Soundkarten, die NICHT exakt gleichzeitig linken und rechten Kanal aufnehmen können sondern mit Zeitversatz. Das ergibt einen sehr schnellen Takt des Umschaltens zwischen den beiden Kanälen.

Zudem hat Alberto im Bereich seiner Seiten diverses zu Optimierungen geschrieben im Bereich von Soundkarten und auch dokumentiert. Das führt jetzt zu weit in der Diskussion. Siehe die Seiten von Alberto.

Jedenfalls muß man im Bereich I/Q vorrangig dem Verhalten der Soundkartenkanäle erhöhte Aufmerksamkeit schenken. Ob das bei einem sozusagen REALEN Eingang wie bei 12 kHz-Technik auch notwendig ist, scheint bei der Aufmerksamkeit für I/Q als Fortentwicklung vielleicht nicht so existenziell.

Eine Diskussion scheint mir sehr hilfreich. Es ist ja so, daß wir mit unseren Empfängern sitzen und bestimmte Erscheinungen herausfinden, die eine Herausforderung darstellen.

Wolfgang
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Old 23-03-2008, 12:18   #86
dadalbinder
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DREAM / Anti-Aliasing Filter III (SoDiRa)

Hallo Stephan,

eine interessante Sache.

SoDiRa in seiner neuen Version 0.060 ist auf Samplerate 96 kHz eingestellt, dekodiert aber DRM in 48 kHz.

Als Beispiel ein entsprechender Screen.

Hinweis daß DRM-Dekodierung in der bisherigen Arbeit bei 48 kHz stattfindet?

Wolfgang
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Old 23-03-2008, 15:56   #87
maxpower
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Hallo Wolfgang!

Quote:
Originally Posted by dadalbinder
SoDiRa in seiner neuen Version 0.060 ist auf Samplerate 96 kHz eingestellt, dekodiert aber DRM in 48 kHz.

Ja, daskann sein. Vielleicht ist aber damit auch die Audio-Samplerate gemeint, in der der Audiostream, der im DRM Signal verpackt ist, mit 48khz gesampled wurde. Du hast glaub ich nen ganz guten Draht zum Entwickler, oder? Vielleicht kannst Du ihn mal fragen, wie SoDiRa das löst intern.

Quote:
Originally Posted by dadalbinder
Dies sowohl bei Aufruf des Elektor_USB IQ Empfängers als auch beim DRT1 von Sat Schneider. Ich habe das erst gar nicht bemerkt, bis ich irgendwann darauf aufmerksam wurde. Ich habe es einfach so gelassen.

Ich glaube, dem DRT -genau wie dem alten Elektor DRM RX von 2003- ist das egal, ob er den I/Q Mode bekommt oder nicht. Auf dem rechten und linken Kanal liegt dort das gleiche Signal an, höchstens die CPU-Last könnte etwas höher liegen als im normalen Mode, weil Dream die Berechnungen durchzuführen versucht, obwohl keine passenden Signale vorliegén. Schaden dürfte das ansonsten nicht, auch diese Empfänger im I/Q-Mode laufen zu lassen.

Quote:
Originally Posted by dadalbinder
Die Funktion eines Antialiasing-Filters ist wohl bislang mehrheitlich ein hardware-mäßiges und kein Software gestütztes. Oder? Gibt es verschiedene Ausführungen von Anti-Aliasing-Filtern wie hardware-gestützte und/oder inzwischen auch digitale Anwendungen? Ich denke, die bisherigen Lösungen bestehen aus Hardware.

Ja, das denke ich auch. Die Tiefpässe müssten auch prinzipiell vor dem AD-Wandler liegen. Auf den Soundkarten, die ich in Reichweite habe, ist nichts auf die Schnelle zu erkennen; ich vermute, dass die meisten ihn - so denn überhaupt vorhanden - in den Soundchip direkt integriert haben.


Prinzipiell müsste Software die Amplituden wie auch Phasenunterschiede durchaus selbst einstellen können. Die PowerSDR Software des SDR1000 legt beim ersten Start eine Tabelle für FFT's an und kann für jedes Band automatisch optimiert werden. Wenn das einmal gemacht wurde, greift die Software je nach Frequenzwahl auf die passenden Daten zurück und optimiert ohne zusätzliche CPU-Belastung (die ja nötig wäre, wenn man alles live berechnen würde zur Laufzeit). Damit können anscheinend recht gute Werte in der Spiegelunterdrückung erreicht werden.

Interessant beim SDR1000 ist auch die Methode, das 12 KHZ Signal aus dem Empfänger zunächst einmal mit der PowerSDR Software auf Spiegelunterdrückung und Bandbreitenfilterung zu optimieren und es dann über eine zweite echte oder virtuelle Soundkarte auszugeben, wo es dann in Dream (im normalen Modus) eingespeist und dekodiert wird.

Bezüglich der Samplerate von Soundkarten habe ich heute mal ein paar Soundkarten ausprobiert und den Eindruck gewonnen, dass es wohl tatsächlich mit 48 kHz Soundkarten weniger "Geistersignale" gibt. Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.
Nächste Woche werde ich mal versuchen, mittels Erhöhung der Werte der Sample-Kondensatoren den NF-Tiefpass etwas tiefer zu legen, sodass er schon bei 25kHz anfängt zu greifen. Wenn das noch nicht ausreicht, käme als nächstes ein LC-Tiefpass versuchweise rein (oder besser gar ein aktiver mit Op-Amps?).

Viele Grüße,

Stephan
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Old 25-03-2008, 08:47   #88
dadalbinder
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Antwort von Bernd Reiser zu den aufgeworfenen Fragen

Hallo Stephan,

ich habe nun in den SoDiRa-Thread meine Fragen und die Antwort von Bernd Reiser gestellt. Er schreibt grundsätzliches als Autor von SoDiRa, was auch für DREAM interessant ist.

Von einem Insider doch sehr interessante Einblicke.

Ich grüße

Wolfgang
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Old 23-04-2008, 19:26   #89
dadalbinder
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Elektor_USB und Perseus

Hallo,

aus dem Netz entnehme ich die Informationen, daß der Perseus Bänder in einer Breite bis 800 kHz abspeichern und wieder aufrufen kann. Das entspräche im Betrieb mit dem Elektor_USB einer Samplerate von 1,6 MHz. Das erscheint momentan nicht erreichbar.

Für den Elektor_USb Empfänger ist eine gebräuchliche Grenze von Samplerates von 96 kHz gegeben. Karten, die teilweise 192 kHz versprechen, sampeln von 96 kHz auf 192 kHz um, sind also nur ein Konstrukt und keine zweifelsfreie Erweiterung. So scheint es, daß wir eine 100 kHz speicherbare Bandbreite etwa für Überwachung von SSB-Verkehren und anderem, noch nicht einsetzen können.

Soundkarten mit echten 192 kHz und entsprechendem Anti-Aliasing Filter scheinen teurer bzw. noch gar nicht in entsprechendem Umfang zugänglich.

Entsprechende Erfahrungen von Usern mit Karten ab 192 kHz Samplerate wären nützlich.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg
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Old 25-04-2008, 18:03   #90
maxpower
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Hallo Wolfgang!

400, 800 oder gar die zu erwartenden 1200 khz Bandbreite sind wohl utopisch für den Elektor SDR bzw eigentlich für die angeschlossenen Soundkarten.

96 kHz sind mittlerweile aber kein Problem mehr und die 192 kHz werden wohl jetzt mehr und mehr gebräuchlich. Soweit ich gelesen habe, kann die Creative X-FI Gamer und die anderen großen Modelle des X-Fi 192 kHz. Preise gehen glaub ich so bei etwa 80 - 100 € los. Die kleine X-Fi (die ich u.a. benutze) kann leider nur 96 kHz. :-(

Abhilfe würde vielleicht ein Extraboard mit nem eigenen Soundprozessor schaffen, der das Signal selbst digitalisiert. Aber das ist ein anderes Thema :-)

Soweit ich weiß, benutzt Du VAC?! Hast Du schonmal probiert, aus Winrad selbst Dream über VAC zu benutzen? Da müsste doch eigentlich Winrad für die Spiegelfrequenzunterdrückung sorgen und ein sauberes Signal an Dream (dann im normalen Modus gestartet und nicht im I/Q Mode) weitergeben.

Ich bastel ja gerade am HCJB "Pappradio" SDR (das mittlerweile ein Alugehäuse bekommen hat und somit eigentlich kein Pappradio mehr ist) und habe dort einen Trimmer in die Verstärkungsregelung des einen Soundkanals eingebaut, der die Amplituden beider Kanäle auf das selbe Level bringen kann. Dami habe ich ganz gute erste Erfahrungen gemacht. Das gleicht zumindest etwas die nicht so tolle Spiegelunterdrückung in Dream aus.


Viele Grüße,

Stephan
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