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View Full Version : SoDiRa DRM+ Empfang


dsp4swls
18-10-2009, 12:43
Hallo,

Ich möchte mit diesem Thread aufrufen mir bei beim Testen von DRM+ zu helfen. Ich benötige *.wav-Files die ein DRM+ Signal enthalten mit folgenden technischen Parametern:

Format: .wav entweder mit SoDiRa aufgenommen (taste rec) oder anderen üblichen Windows Programmen

Samplerate und Anzahl Kanäle: mindestens 96 kHz im I/Q Format das DRM+ Spektrum mittig zur Empfangsfrequenz oder 192 kHz im Real Format das DRM+ Spektrum komplett außerhalb der HW-Empfangsfrequenz (IF-Shift >48 kHz)

Länge/Größe: mindestens 30 sek/maximal 100 Mbytes

Ich habe bis jetzt noch keine Idee wie die Dateien versendet weren sollen, per eMail ist nicht immer möglich.

dsp4swls
18-10-2009, 12:53
Für den Empfang von DRM+ benötigt man folgende Hardware:

-Empfänger mit minimaler Audiobandbreite von 96 kHz (Elektor SDR)
-Rechner mit mindestens 1 GHz Rechenleitung (ist abhängig von der Datenrate des Payloads, mit knapp 90 kBit/s sollte es eher ein Rechner mit > 1,5 GHz sein

Wie UKW Signale mit dem Elektor SDR empfangen werden können ist in Kurzform auf http://www.dsp4swls.de/sodira/sodira.html beschrieben. Persönliche Erfahrungen können hier aber gerne berichtet werden.

dsp4swls
18-10-2009, 12:56
Wo gibt es Senderstandorte? Bitte berichtet wo und mit welcher Qualität man Sender empfangen kann.

drmdab
18-10-2009, 15:29
Kann man einem handelsüblichen UKW-Radio eigentlich irgendwie die ZF entlocken? Eventuell kennt ja jemand entsprechende Links, wo auf diese Frage etwas näher eingegangen wird oder hat selbst Erfahrung?

In Hannover wurde rund um das IKT eine lange Zeit DRM+ gesendet, ob die Frequenz gegenwärtig noch eingesetzt wird, weiß ich leider nicht. Eventuell mal hier (http://www.ikt.uni-hannover.de/89.html) nachfragen. Ein weiterer Versuch lief (läuft weiterhin??) hier: http://fh-kl.de/~drm/versuch_2009.htm. Ansonsten gibt es derzeit keine ständigen Ausstrahlungen, soweit ich weiß.

P.S.: Ich muss mich eigentlich mal bedanken, dass wir hier immer so gut über SoDiRa auf dem Laufenden gehalten werden. Ein wirklich sehr interessantes Programm!

dadalbinder
18-10-2009, 16:20
Hallo,

ich vermute mal, daß Interessierte zumindest einen SDR besitzen dessen Antenneingang dazu geeignet ist KW zu empfangen. In meinem Fall also ein Elektor_USB Empfänger. Alles mit Dekodierungsprogramm wie etwa SoDiRa.

Fährt man - nun vorsichtigerweise mit isolierter Spitze - im aufgeschraubten Empfänger herum wird man diverse Signale empfangen auch mit unterschiedlicher Qualität. Bei einer eingestellten Frequenz für den Empfang von ca 10700 kHz wird sich ein Signal zeigen, wenn man in die Nähe von ZF-Punkten in der Schaltung kommt.

Je nach Geschick und Empfängerart gibt es Signale am Ausgang des Tuner-Bausteins im Metallgehäuse oder weiter hinten am FM-Dekoder. Früher waren das etwa TBA120 kann aber auch heute anders sein. Also finden tut man was.

Die Auswahl ist des richtigen Punktes ist eine Entscheidung wert. Ich bevorzuge den Ausgang des Tuners in seiner Abschirmung. Hier ist das Signal nicht so groß wie etwa beim Demodulationsbaustein für FM. Dort ist das Signal meist auch noch begrenzt auf einen fixen Spannungswert.

Der von mir benutzte Empfänger ist ein Elektor_USB Empfänger. Er hat den "Vorteil" einer relativ hohen Eingangsimpedanz. Mit anderen Worten: Der Eingang ist besonders sensibel und fordert erst mal gar keine perfekte Masse-Masse und Signal-Signal-Verbindung. Es geht bei mir einem Antennendraht zwischen Eingang Empfänger und Verbindung zum Tuner-Baustein.

Man muß kurz überschlagen, daß die Signalstärke nach dem FM-Tuner schon einige Millivolt betragen kann, also genügend Spannung auf der Leitung liegt, um den Elektor_USB gut auszusteuern. Gedanklich entspricht dies einem Vorverstärker. Also: Kurz: Saft sprich Signal ist da.

Um alles sicher zu machen, kann man nun SoDiRa aufrufen und mit entsprechender Einstellung FM-breit versuchen abzustimmen. Hat man hier Erfolg, hat man erfolgreich das Signal abgegriffen.

Wenn nun DRM+ auch die 10,7 MHz benutzt, ist die ganze Sache zukunftssicher auch für DRM+. Problem, was damit bei Antennenempfang wieder auftreten kann, daß die AFC bzw. die PLL im Empfänger es nicht zulässt, auf Nebenstellen abzustimmen. Zur Beantwortung, was sein wird, sollte man die weitere Entwicklung abwarten. Ich denke, daß eine direkte Empfängerkompatibilität wahrscheinlich zu erwarten sein wird.

Hier ist die Hilfe, einen sehr einfachen UKW-Tuner zu engagieren. Es muß nur das Frontend sein also ohne ZF-Verstärker und Demodulator. Die sind einfach, leicht zu bekommen und nicht ganz selten also noch zu kaufen.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
18-10-2009, 16:30
Hallo,

als Ergänzung:

Hat man das Signal gefunden und sich für einen Punkt entschieden, muss man natürlich so etwas wie eine ordentliche Leitung machen.

Also Masse an Masse, FM-Punkt im Tuner mit kleiner Kapazität so um die 10 bis 100 pF reichen deutlich, die Leitung gleichspannungsmäßig abblocken.

Alles unter der Bedingung, daß die Spannungsversorgung der beiden Empfänger getrennt ist.

Unter der Sonderbedingung, daß eines oder beide Geräte massemäßig abgesichert sind, kann es Probleme mit Masseströmen und Brummen etc. geben. Dann hilft nur sowohl Masseleitung als auch Signalleitung mit einem Kondensator abzublocken. HF-mäßig das Beste sind Styropor-Kondensatoren aus der Bastelkiste, dann keramische.

Dann kann man das Ganze auf Dauer verbinden und vor Aufnahme der DRM+ Sendungen in der eigenen Region schon mal FM-breit hören.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

drmdab
19-10-2009, 10:29
Danke für die Tipps und Hinweise, ich werde das mal in den nächsten Tagen ausprobieren. Mal sehen, ob ich einen geeigneten UKW-Receiver finde.

dadalbinder
23-10-2009, 08:05
Hallo,

der Bau aus einem Surplus-Teil in diesem Fall von Pollin.

Mit diesem "Baustein" wurde am Elektor_USB Empfänger der erste Schritt für den Empfang von FM-breit gemacht.

Der VFO-Ausgang wurde auch herausgeführt. Bringt man das Kabel in die Nähe eines Antenneneingangs eines FM-Empfängers, so kann man an der Frequenzanzeige ablesen, auf welcher Frequenz der VFO schwingt. Um also beispielsweise den Anfang des FM-Bands bei 87 MHz zu erreichen, steht der Hilfsempfänger auf einer Frequenz von 87 + 10,7 MHz.

Für alternative Ankoppelungen des Elektor_USB Empfängers wurde ein 10,7 MHz Filter angeschlossen, das verschiedene Abnahmepunkte für ein optimales Eingangssignal enthält.

Das Ganze wird zusammen mit dem mitgeführten Vorverstärker in ein Gesamtgehäuse eingebaut werden.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
17-02-2010, 09:42
Hallo,

Versuche, Tests, Modulatorschaltungen für DRM+ oder DRM30 wie etwa SPARK, Demodulatorschaltungen sind alle auf eine Nutzbarkeit des Codes angewiesen, der bei Dolby in Nürnberg liegt.
Solange es keine Möglichkeit gibt, den Code (AAC+) zu verwenden, ist eine technische Probephase ausgeschlossen für die interessierte Öffentlichkeit.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg