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View Full Version : DSP-Empfänger kommen


dadalbinder
02-07-2009, 14:35
Hallo,

als Besitzer eines echten DSP-Empfängers von Kchibo habe ich eine Bemerkung zu dem Status gemacht, der unsere Interessen berührt.

Burkhard Kainka hat hier publizistisch Beiträge publiziert, die diese neue Technik erläutern.

Die Konsequenzen für unser Hobby hängen vermutlich letzten Endes von der politischen Entscheidung für Digitalrundfunk ab.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
22-07-2009, 08:29
Hallo,

als kleine Kostprobe aus dem Betrieb eines DSP-Moduls.

Ein Scan-Durchlauf durch den gesamten Frequenzbereich des AM-Bereichs.

Überraschend, daß ein Empfänger ohne spezielle HF-Bauteile innerhalb des ICs solche Empfangswerte generiert.

Der direkte Zugriff bzw. die Einsicht in aktuelle dB-MikroVolt Werte bzw. db SNR liefert vertiefte Erkenntnisse zur Empfangssituation.

Ein Empfängertyp, der problemlosen Außeneinsatz durch seine USB-Steuerung am Laptop ermöglicht. Leider vorerst? nicht in DRM sondern nur in AM und FM.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
12-10-2009, 10:33
Inzwischen sind Informationen erschienen, die weitere DSP-Empfänger nennen. Beispielsweise ein Grundig G8 oder ein Tecsum-Empfänger, PL-300WT.

Inzwischen liegen Informationen über weitere Kchibo Empfänger vor.
D92L und D96L. Auch diese Empfänger sind kaum oder nur bestenfalls auf Umwegen zu erwerben.

Insbesondere sollten Interessenten auf die genutzten Funktionen der beteiligten Chips der Chipreihe SI4735 .... achten. Nicht alle Empfänger nutzen alle Einstellmöglichkeiten, die der Chip bereitstellt. Bei Silicon Labs sind auch ICs aufgeführt, die weitere Funktionen anbieten. Etwa ein IC, das ermöglicht, als Wetterempfänger zu arbeiten.

Es zeigt sich immer mehr, daß die benutzten Empfänger ein für die Bereiche FM und AM besonders effektives Empfangen bieten. Dazu dienen die Gesamtanlage der Chips, die ein hervorragendes Audio-Signal bieten und gleichzeitig auch schwache Stationen empfangen.

Die Problematik für DRM-Liebhaber ist die Tatsache, daß nur solche Modulationsarten bedient werden, die auch in die Struktur des Chips eingearbeitet sind. Für den Bereich DRM und DRM+ ist hier noch nichts sichtbar. Allerdings kann man auf der Website von Silicon Labs auch das Wachsen der Chip-Baureihe verfolgen.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
31-10-2009, 22:15
Hallo,

man sollte bei DSP-Empfängern darauf achten, welche Fähigkeiten des Chips auch im Radio genutzt werden.

So sind angezeigte Werte für SNR und dBMikrovolt beim kleinen S60L dauernde sichtbar, während die Eingangsspannung beim D96L durch Sonderaufruf im Menü angezeigt wird.

Empfänger mit Eingangsspannungen sind auch als Meßempfänger in bestimmten Rahmen anzusehen. Also kann man damit Spannungsmessungen auch in fremden Schaltungen vornehmen. Das dürfte sozusagen ein kostenloses Extra sein, was viele Selbstbauer beim Erwerb eines DSP-Empfängers berücksichtigen sollten.

Ein Foto des D96L füge ich im Appendix bei, der S60L ist um ein Stück kleiner.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
05-11-2009, 08:56
Hallo,

weitere Suchen haben für mich ergeben:

Für den D96L scheint es eine Softwarevariante/Version zu geben, die auf besondere amerikanische Verhältnisse eingeht. Scheint eine Vorbereitung auf eine Markteinführung zu sein?

Im chinesischen Markt werden unter DSP mehrere Empfänger angezeigt. So beispielsweise die Modellnummern: D31L, D39L, D48L, D90L, D91L, D92L, D95L neben den von mir schon erwähnten zwei Kchibo-Modellen.

Möglicherweise ist damit zu vermuten, daß Kchibo Importeure und/oder Distributoren finden möchte, die für die Abnahme in Regionalmärkten wie etwa Europa entsprechende Stückzahlen abnehmen können.

Dann dürfte evtl. auch eine Softwareanpassung für die jeweiligen Märkte verfügbar sein.

Zur Zeit scheint eine Stabilisierung von DRM noch nicht spruchreif, weil die praktische Einführung von DRM+ noch nicht ausreichend fortgeschritten ist. Werden wir damit auf eine DSP-Version für Europa noch warten müssen?

Die mir bekannte Typenreihe lässt mich vermuten, daß der Einsatz von DSP Chips auch der Einsparung von Produktionskosten dient. So ist der Einsatz einer klassischen HF-Platine nicht mehr notwendig, um einen Empfänger zu bauen. Manche Modelle scheinen eher im Sinn zu haben, einfache EMpfänger ohne weitere Umstände in sehr günstigen Preiskategorien anbieten zu können.

Andere DSP-Empfänger reizen alle Vorteile der IC-Baureihe SI4734, SI 4735 voll aus. Für technisch Interessierte sind die letzteren von besonderem Vorteil.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
10-11-2009, 10:42
Hallo,

bei Kchibo scheint sich eine kontinuierliche Arbeit abzuzeichnen.

So erschien jetzt ein D680, der wohl ein Folgeprodukt des KK_S60L zu sein scheint.

Es bleibt die Frage, wann DSP-Empfänger in Europa offiziell gekauft werden können.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
13-11-2009, 18:56
Hallo,

der gerade von mir genannte neue Empfänger D60L scheint nach Studium weiterer Informationen keine Weiterentwicklung des KK-S60L zu sein.

Es ist aus meiner Sicht weiterhin so, daß der KK-S60L , als einziger DSP-Empfänger sowohl dBMikroVolt am Eingang als auch erzieltes SNR kontinuierlich dokumentieren und damit sichtbar bleiben.

Der D96L macht eine Angabe von dBMikroVolt nach Betätigen einer Taste also nicht kontinuierlich.

Betreibt man die Empfänger an einem ordentlichen Audio-Verstärker scheinen die Stärken erst richtig deutlich zu werden. Die relativ kleinen Gehäuselautsprecher bieten zwar ein Optimum, der Genuß ist aber mit separatem Audiosystem besser.

DSP war in den vergangenen Jahren Bezeichnung für relativ einzelne Bausteine in hochwertigen Empfängern. Der jetzige Zustand, den ganzen Empfängerzug außerhalb von Bedienung und Anzeige zu ver-DSP-isieren, scheint konsequent und weiterführend.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

Im Appendix ein Bild, das auf die geringe machbare Dimension von DSP-Empfängern deutlich macht.

dadalbinder
20-11-2009, 21:22
Hallo,

heute habe ich auf der chinesischen Internetseite von Kchibo die Ankündigung eines neuen Empfängers, D97L, als Weiterentwicklung gesehen.

Eher ein Brusttaschenempfänger mit einer offensichtlich interessanten Bedienungsebene. Handy und Empfänger gehen die gleichen Wege?

Ich füge einen Ausschnitt des Bildes bei. Im Original ist auf dem gleichen Bild auch der D96L als Vorgänger zu sehen.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

DerKomtur
21-11-2009, 13:14
Schönes Gerät ;-)
Ich frage mich, wie lange der winzige Akku den stromhungrigen DSP versorgen kann....

Wird eigentlich noch das RS500-Modul "weiterentwickelt"?
Es gibt ja noch einige Möglichkeiten, die noch garnicht genutzt werden, wie z.B. CD-Laufwerksteuerung oder digitaler Audioausgang...
Ausserdem sollte das Modul mit Band-III und AAC auch die Zutaten für DRM+ an Bord haben...

dadalbinder
22-11-2009, 15:55
Hallo,

Die Akkulaufzeiten meiner beiden DSP-Empfänger sind so mehr als 7 - 10 Stunden. Das betrifft den KK S60L und den D96L.

Die Frage könnte sein, wann sind die Akkus durch Laufzeiten so verschlissen, daß sie durch neue ersetzt werden müssen. Hierzu gibt es Angaben auf der chinesischen Kchibo-Seite, wo und wie man da herankommen kann. Für uns im Westen dann immer noch ein Problem des Bezugs.

Momentan ist keine Erschöpfung sichtbar.

Zu dem Radioscape Modul: Es ist wohl so, daß die Entwicklung vorerst gestoppt scheint und nichts dafür zu sprechen scheint, daß hier eine Weiterentwicklung greift. Schade, solange mein Morphy läuft, soll er laufen.

Ich denke, daß die weitere Entwicklung aller möglichen Dekodierungstechniken für Radios von einzelnen Chips in der Zukunft abhängen. Mir scheint sicher, daß Chipentwickler sowas grundsätzlich können und auch ausprobieren. Die Frage ist nur, wann sie die Chancen sehen, daß solche Chips auch in entsprechend hohen Stückzahlen von den Beschaffungsmärkten der Industrie auch geordert werden.

Ein möglicherweise weiteres Problem oder ein Pausenstopper ist die Frage nach der praktischen Einführung von DRM+. Niemand wird Chips entwickeln, die ohne praktische Einsatzmöglichkeit einfach so in die Fertigung gehen.

Mit DRM+ gehen ja auch neue Frequenzbänder oder Erweiterungen zusammen. Solange man die für die Praxis nicht kennt, entwickelt man nur bis zu Stufen, deren man sich sicher ist und wartet auf Entscheidungen.

Wenn man bedenkt, wie lange sich DRM schon auf dem Markt befindet und eine ganze Menge von Neuerungen gebracht hat beispielsweise SDRs, IQ-Empfänger bis hin zu den Modellen der Perseus-Klasse, so müssen wir noch eine Zeit lang in der Warteschleife bleiben.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
10-12-2009, 08:44
Hallo,

im englischen Sprachbereich werden DSP-Radios gerne als Ultralight-Radios bezeichnet.

Die methodische Entwicklung scheint sich jetzt auch auf den Bereich Touchscreen-Radios zu konzentrieren. Ein entsprechends Kchibo-Modell ist der D95L, der im asiatischen Wirtschaftsraum incl. Australien erhältlich ist.

Erwartet wird der D97L, der bisher aber nur angekündigt erscheint.

Auf dem deutschen Markt ist ein Tecsun PL-310 DSP Empfänger nach entsprechender Internetsuche zu kaufen.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
10-12-2009, 18:49
Betrieb des KK S60L von Kchibo

Die Phasenlage im Bereich AM wird vom Empfänger im Kopfhörerausgang sehr speziell umgesetzt. Ulf Schneider aus Waldheim machte mich ursprümglich darauf aufmerksam, daß beim Speisen eines Mono-Audio-Verstärkers kein gutes Signal erscheint.

Des Rätsels Lösung liegt in der Ansteuerung der Kopfhörerbuchse bei AM-Betrieb. Linker und rechter Kanal werden mit einer Phasendifferenz von 180° eingespeist. Dies mit dem Oszi von Audiotester (siehe Appendix) dargestellt.Bei gemeinsamen Hören in Mono entsteht kein klares Signal.

Die Phasendifferenz links, rechts ist deutlich sichtbar. Ein Verfahren, das auch grundsätzlich bei Mono-Ausgangsstufen auf einen Stereo-Audio-Verstärker anwendbar ist. Der Höreindruck ist besser als bei reiner Mono-Wiedergabe.

Bei FM-Betrieb ist das Verhalten wie klassisch gewohnt im Stereo-Betrieb

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
16-12-2009, 19:41
Hallo,

in Vorbereitung auf eine Demo habe ich folgenden Statusbericht geschrieben.

Die Frage ist, was sich in welcher Zeit realisiert.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
18-12-2009, 09:48
Hallo,

gestern habe ich in kleiner Runde einen Bericht über DSP vorgetragen.

Im Appendix füge ich diesen Bericht an.

Die Erhältlichkeit von DSP-Empfängern scheint sich ein wenig zu ändern.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
24-12-2009, 12:26
Hallo,

ich habe das Gefühl, meine Hand wird immer größer gemessen an dem Mini-Empfänger, den ich in der Hand habe.

Nun ist der Empfänger angekommen. Er hat, was mich positiv überrascht, auch die Möglichkeit das SNR und dBMikroVolt auf Tastendruck auszugeben.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
14-01-2010, 13:08
Beim Sammeln von Informationen ergibt sich ein erweitertes Bild:

Der Chip SI4734 ist möglicherweise in den bisherigen chinesischen DSP-Radios (Kchibo/Tecsun) ausschließlich verwendet worden.

Der Chip SI4735, der bisher als einziger RDS-Aktivitäten enthält, ist bislang nur im SI4735 Modul von Ak-Modul-Bus erreichbar. Hierzu wird eine Steuerungsplatine und die geeignete kostenlose Software benötigt.

Damit ergibt sich das Bild, daß der wohl erheblich teurere Chip mit RDS bisher nicht in die Produktion ging. Das ergäbe dann einen eher europäischen DSP-Empfänger.

Immer wieder stößt man auf Informationen, daß DSP-Chips auch in Handies bzw. auch in Navi-Geräten enthalten sind. Ob diese Chips den bisher bekannten Typen entsprechen oder Sonderfunktionen haben, die durch eine geänderte enthaltene Software adaptiert sind, bleibt vorerst offen.

Es scheinen sich erste Versuche zu ergeben, einen Import eines DSP-Empfängers für Deutschland möglich zu machen.
Wäre es etwa ein Tecsun PL310, wäre die Tastaturführung nicht mehr chinesisch sondern in englischer Schrift ausgeführt.

Die Frage bleibt weiterhin, ob und wie etwa DRM_A bis E in einer Sonderversion der Software im Chip enthalten wäre.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
14-01-2010, 17:47
Hallo,

die letzte Nachricht vor wenigen Tagen. Kchibo scheint so weit zu sein, einen neuen DSP-Empfänger anzukündigen.

Es handelt sich um einen Empfänger bei dem auch SSB-Eigenschaften eingeplant zu sein scheinen.

Im Appendix ein erstes Bild. Ich versuche, die Daten zu lüften.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
18-01-2010, 18:44
Angekündigter Empfänger KK-S7600L

Die Firma Kchibo stellte am 14.01.10 einen neuen Empfänger auf ihre Internetseite.

[Bild KK-S7600L]

Es handelt sich um einen Empfänger, der mit einem unter chinesischer Regie entwickelten Chip ausgestattet sein soll.

Aus der Typenbezeichnung scheint schon hervorzugehen, daß hier eine Zielsetzung besteht, einem ähnlich bezifferten Sony-Empfänger direkt Konkurrenz zu bieten.

Neben den klassischen Empfangsbereichen in AM und FM ist jetzt auch SSB-Dekodierung im oberen und unteren Seitenband vorgesehen.

Daneben hat der Empfänger eine Fernbedienung und gleichzeitig eine Audio-In-Buchse, die nach den Angaben ermöglichen soll, verschiedene Dateiformate wiederzugeben.

Die jetzt erreichten Fortschritte der digitalen Radiotechnik in Verbindung mit einer sehr nützlichen Produktionseinsparung erbringen wesentlich leistungsstärkere Empfänger, die klassische Empfänger eher auf dem Weg zum Dinosaurier sehen.

Das Display des angekündigten Empfängers:

[Bild Display]

DSP Chips arbeiten auch in Handies und Navigationsgeräten, sind also weiter verbreitet als bisher zu vermuten.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
21-01-2010, 15:21
DSP-Empfänger mit DSP Chips SI4734 und SI4735

Beim Blick auf die interne Schaltung lassen sich ein paar Dinge erkennen:

[Schemadiagramm im Appendix]


Die Eingangsschaltung arbeitet analog. So sind der FM/SW-Eingang als auch der AM/LW auf je eine interne Regeleinheit geführt, die jeweils ihre eigene AGC enthält und davon gesteuert wird. Damit dürfte die Amplitude in analoger Form so beeinflusst werden, daß die weitere Verarbeitung des analogen Signals innerhalb bestimmter Spannungswerte einwandfrei erfolgt.

FM wird über den oberen Eingang eingeführt, AM über den unteren Eingang. Die Drossel zwischen FM und AM-Eingang unterdrückt UKW-Signale, die sonst in der AM-Schaltung stören könnten. Im AM-Eingang existiert eine Kapazitätsdiodensteuerung, die sich selbsttätig im Rahmen der Gesamtschaltung auf die Induktivität am Eingang einstellt.

Es folgt nun je ein Doppelmischer, der von einem Oszillator mit AFC-Regelung optimiert wird. Doppelmischer sind typische Bestandteile von I/Q-Empfängerschaltungen. Es existiert je ein Mischerblock für FM und AM. Die Ausgangssignale werden (nach Umschaltung zwischen AM und FM) auf die beiden ADC-Stufen, Analog-Digital-Konverter, geleitet.

Der DSP-Block, Digital Signal Prozessor, bearbeitet das Signal bei einer als „LOW-IF“ bezeichneten Zwischenfrequenz zu einem digitalen Signal, das an beiden Ausgängen einem DAC, Digital Audio Controller, in analoge Form rückübersetzt wird.

Im Chip SI4735 sind addititv die Funktionen: RDS-Auslesen und DOUT, Digitaler Ausgang, vorhanden. Bisher sind diese noch nicht in die Fertigung entsprechender Empfänger eingegangen.
Die digitalen Funktionen für Steuerung und Ausgang betrachte ich nicht. Sie sind Fragen der Aktivierung durch Steuerung und Ausgabe von Signalen an ein LCD-Display und Übergabe von der Bedienungstastatur an den Chip.

Vergleich:

Die Schaltung entspricht damit analog arbeitenden Tunern, die ein I/Q-fähiges Signal an einen DSP-Empfänger weitergeben.

Man kann das bis auf die AGC-Regelung und die Kapazitätsanpassung mit einem klassischen gemischten AM/FM-Tuner, die entsprechend umgeschaltet werden, vergleichen.

Der Zweig des DSP-Empfängers als Bestandteil der Schaltung entspricht etwa einem I/Q-Empfänger mit Steuerungssoftware wie etwa dem Elektor_USB Empfänger oder dem Pappradio und anderen Konzepten.

Was in Softwarekonzepten realisierbar ist, lässt sich auch in ein IC gießen. Bei entsprechender Berücksichtigung der Steuerungs- und Anzeigeeinheiten ergibt sich hier kein prinzipieller Unterschied.

Status: Höherfrequente Einganssignale werden analog bearbeitet und auf eine niedrigere Frequenz umgesetzt, ein I/Q-Empfänger in digitaler Form setzt auf Audio-Signale im Ausgang um.

Damit sind DSP-Empfänger keine Empfänger von der Art des Perseus, die direkt eingehende Signale bei Chips mit sehr hohen Sampleraten umsetzen und die nun weitergehende Abspeicherungen, Untersuchungen, etc, ermöglichen. Sie sind abhängig von Chips mit extrem hohen Sampleraten.

Durch das analoge Heruntermischen von sehr hohen Frequenzen und Weiterverarbeitung bei niedrigeren Zwischenfrequenzen ist es möglich auch sehr hohe Frequenzen umzusetzen. Da ICs inzwischen auch in TV-Digitalempfängern arbeiten, ist das Arbeiten von ICs bei diesen sehr hohen Frequenzen geläufig. DSP-Empfänger sind also durchaus bei höheren als den jetzt genutzten Frequenzen einsetzbar. Sie scheinen auch als FM-Empfänger in Handies bzw. in Navigationssystem eingesetzt. Die begleitende Software ist in die Chips integriert.

Praxis der Produktion:

Waren Empfänger bislang mit HF-Platinen, schwierigen Umschaltern, Empfindlichkeiten durch Leitungsführung bestimmt, ergibt sich jetzt für die Massenfertigung einer erleichterte Produktion, die extrem kräftesparend ist. Empfänger müssen auf der Montagstraße nicht abgestimmt werden und enthalten keine HF-Platine mit entsprechend sensiblen Bauelementen. Wie DSP-Empfänger aus China zeigen, werden DSP-Empfänger kleiner. Nur Akkus, LCD-Display, Audioverstärker, Tastatur bestimmen die Auslegung eines Empfängers. Die Vorteile für die Massenfertigung sind offensichtlich. Eine praktische, technologische Revolution ist in Sicht auf solche Empfänger schon angekommen!!


Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
25-01-2010, 19:54
Hallo,

inzwischen habe ich einen PL-310 in Gebrauch. Der wesentliche Bedienungsvorteil liegt darin, daß der Empfänger sowohl in der Senderabstimmung als auch bei Audio zwei manulle Regler enthält, die die Arbeitsweise wesentlich vereinfachen.

Manche DSP-Empfänger enthalten nur chinesische Manuals, die meist über ein Translate-Programm zu entziffern sind. Der Tecsun enthält in der neuen Version ein englischsprachiges Manual, das viel vereinfacht. Damit ist das Arbeiten über Scan-Funktionen und sinnreiches Betätigen der Sondertasten wesentlich vereinfacht.

Die Wellenbereiche sind hier auch erweitert auf LW. Damit sind MW, KW und FM direkt anwählbar.

Zum Gebrauch von DSP-Radios: Da generell keine Eingangskreise vorhanden sind, ist die Länge der Antenne ausschlaggebend für die Antennenspannung, die hereinkommt. Da diese Eingangsspannung wie auch häufig das SNR des Signals ablesbar sind, ist hier eine nützliche Hilfe für die Antenne gegeben.

Erinnert man sich daran, daß Antennenspannungen mit Unterlänge der Antenne gemessen an der Frequenz nur geringe Eingangsspannungen haben, so ist die Beigabe sogenannter Zusatzantennen entweder über Buchse oder Anklemmen am Antennestab nützlich. Dies gilt im besonderen Maße für KW-Dienste.

Also Mitführen der einfachen Drahtantennen dürfte sich immer lohnen.

Wenn die Hoffnung auf einen nahen Import des Tecsun-PL-310 nicht trügt, dürfte bald ein etwas modifizierter PL-310 im Land erhältlich sein. Er wird etwas geänderte Einstellparamter haben, die beim Modul SI4735/34 immer vom Produzenten einstellbar sind. Voraussichtliche Typenbezeichnung: PL-380.

Damit dürfte sich der Import vereinfachen und Sonderwege nicht mehr notwendig sein.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
25-01-2010, 22:10
Hallo,

als Ergänzung eine Aufnahme des PL-380.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
04-02-2010, 19:10
Hallo,

es wird wohl in Kürze eine kleine Anzahl PL-380 in Deutschland importiert und damit verfügbar sein. Frage ist, ob diese Empfänger auch bei den KW-Spezialfirmen ebenfalls in das Angebot aufgenommen werden.

Der neue Empfänger wird ab Anfang Dezember auf der Tecsun-Internetseite angezeigt. Aufnahmen und Angaben technischer Informationen ergeben den Hinweis, daß eine Zusatzspalte von 4 neuen Tasten für das erweiterte Speichermanagement im Vergleich zum PL-310 aufgenommen sind.

Es wird auch erwähnt, daß die Einstellung vor allem bei den Scan-Aktivitäten des Empfängers fabrikseitig anders eingestellt werden. Dies dürfte etwa das Auslesen der Scanbereichen nach den untersten SNR- und Werten der Eingangsspannung möglich sein.

Dies geht auf Informationen der Tecsun-Seite zurück.

Damit ergibt sich eine Mischung der Philosophie von Kchibo und Tecsun-Empfängern. Kchibo setzt mehr auf Tastaturbetrieb, Tecsun auf manuelle Einstellbarkeit von Senderauswahl und Lautstärkeeinstellung.

Die Vorteile der neuen DSP-Technik führen zu einem neuen Typ Empfänger. Hier müssen wir praktischerweise umlernen. So hilft ein versuchsweiser Einsatz von Preselektoren an DSP-Empfängern meist nichts. Der Regelumfang ist so extrem hoch, daß praktischerweise keine Verbesserung zu erzielen scheint.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
06-02-2010, 12:36
Hallo,

Haben sich bisher Informationen zu DSP-Technik aus Quellen von Silicon Labs mit der IC-Familie SI4734/SI4735 und anderen gespeist, so wird nun in der Praxis auch ein Chip von Mirics eingesetzt, der als Alternative zu einem Radioscape Modul in einem Empfänger dient.

DSP-Empfängerchips sind wohl auch in Handies enthalten wie auch in Navigationsgeräten und auch in der Empfängerproduktion in China wie bei Tecsun, Kchibo. Damit sind automatisch riesige Stückzahlen möglich, die eine Massenproduktion zu günstigen Preisen realisieren.

Es entstand bei Mirics eine Modellreihe: – MSi001FlexiRF™ and MSi002

Dabei unterstützen die Chips die folgenden Modulationsarten:

- DVB-T, ISDB-T, DTMB
- DVB-H, CMMB, T-DMB
- AM, FM, DRM, DAB, HD radio


Im Appendix ist eine Übersicht über die Arbeitsweise des Chips

Hier sind Gemeinsamkeiten zu den SI47xx Chips durchaus zu erkennen. Die Anzahl der Eingänge von HF ist gewachsen. Dabei reicht die Spannweite von LW-Frequenzen bis zu ca. 1,9 Ghz. Jedes Band sollte über ein optimierte LNA mit dem Chip verbunden werden. Die weitere interne Schaltung nach dem Eingangsbereich ähnelt der Lösung von Silicon Labs. Das Signal wird in einem Doppelmischer auf einen I- und einen Q-Bereich gemischt, die durch digitale Steuerung aktiviert werden. Auch hier ist es so, daß die Software zur Weiterbearbeitung der Signale ein wichtiger Bestandteil ist.

Auf Sonderformen wie etwa SSB, andere Amateurfunkformate muss wohl verzichtet werden.


Der Welt-Tuner, alles in einem

Ein Tunerchip für alle Empfangsaufgaben: Damit ist nun ein massenproduktionsfähige Chip entstanden für Radio, Handy-Markt, TV. Die zukünftige Modellentwicklung bleibt spannend und geht weiter.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
07-02-2010, 09:45
Hallo

wir müssen uns von dem Gedanken verabschieden, daß ein normales Autoradio den Inhalt hat, den es in der Transistor- und IC-Ära enthalten hat, seitdem DSP-Chips verfügbar sind.

Verfolgt man die Technik in Autos so ist offensichtlich, daß das Radio ein Teil eines integrierten Gesamtsystems ist. Mit Navi, mit Handy-Funktion, teilweise mit weiteren Features wie Temperaturregelung, anderen Parametern für den Wagen.

Die klassische Gehäusegröße mit festgelegtem Normausschnitt in der Karosse ist damit nicht mehr notwendig.

Der Autoradio-Teil benötigt nur noch 2 starke Audioverstärker, ein sehr kleines IC ob nun von Silicon Labs oder von Mirics, Antenneingang.

Tastatur, Displays in unterschiedlichen Formaten und Programmierung stellt das elektronische Gesamtsystem des Autos zur Verfügung.

Im Fall eines SI4735-Chips ist RDS für FM enthalten, im Fall eines Mirics-ICs weitere Funktionen wie DRM, Handy-Funktionen. Damit entsteht stufenweise eine elektronische Gesamteinheit, die auch die Radio-Funktion enthält.

Wenn wie bei Mirics der Fall, sogar DRM verfügbar ist, ist es ein kleiner Schritt, alle verfügbaren Funktionen umschaltbar zu erreichen.

Das Ziel eines europafähigen Autoradios für alle Modulationsbereiche ist damit erzielbar. Kostengründe für die IC-Technik sind bei einer hohen Gesamtproduktionszahl nicht zu sehen. Also ist es eine Frage des Willens, uns als Autofahrer diese wirklich neuen Systeme zur Verfügung zu stellen.

Technische Innovation scheint greifbar. Wer wird die Nase vorne haben?

Praxistests:

Ich bin mit Morphy Richards angeklemmter Antenne und Stromversorgung aus dem Auto gefahren und habe positive Erfahrungen gemacht.

Wer macht den ersten DSP-Test im Auto mit DSP-Empfänger, Einleitung des Audiosignals in das Autoradio wie heute für MP3-Player und andere verfügbar?

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
15-02-2010, 08:20
PL-380, PL-310

Inzwischen hat sich offensichtlich die Entscheidung, welcher Tecsun-Empfänger nun in kleiner Stückzahl in Deutschland gekauft werden kann, vom PL-380 wieder auf den PL-310 von Tecsun geändert. Erste breitere Erfahrungen bleiben abzuwarten. Eine endgültige Kalkulation wird wohl in Kürze erfolgen.

Antennenankopplung:

Für MW, LW scheint sich allmählich herauszubilden, daß Besitzer von Langdrahtantennen einen Ferritstab mit wenigen Windungen an ihre Langdrahtantenne anschließen und gute Ergebnisse erzielen. Der Ferritstab sollte in Ankoppelentfernung vom Empfänger liegen.

Für KW ist die ergänzende Drahtantenne, die verschiedene Empfänger gleich mitliefern, in Form von Anklemmen an die eingeschobene Antenne oder mit eigener Antennenbuchse möglich.

Für FM ist die eingebaute Stabantenne meist optimal angepasst.

Ultralight Radios

In Amerika hat die Erreichbarkeit von DSP Empfängern inzwischen auch zu Contesten und Rankings geführt. Ansichten, Erfahrungen, Meinungen werden in entsprechenden Internetseiten ausgetauscht. Mehrheitlich geht es dort wohl um MW-Stationen. So tauchen etwa auch kubanische Stationen in den Listen auf.

Zugriff auf das Innere eines DSP-Radios (PL-380)

Inzwischen gibt es erste Versuche, diesen Empfänger über USB-Buchse mit seinen Parametern lesbar und vielleicht im weiteren Verlauf? änder- oder programmierbar zu machen. Dies im Zusammenhang mit den USB-Buchsen, die erst einmal dazu bestimmt sind, die Akkus zu laden ohne Polaritätsprüfung notwendig zu machen. (PL-310, PL-380).

Vorstellbar, daß solche Empfänger nach dem Durchlaufen der Produktionsstraße auch so getestet werden.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
22-02-2010, 11:38
Die meisten DSP-Empfänger arbeiten wohl mit dem Chip SI4734 von Silicon Labs. Die Stückzahlen müssen relativ hoch sein, um niedrigste Preise für DSP-Empfänger (in der Gruppe Ultralights in USA) zu ermöglichen. Die Produktionseinsparungen ermöglichen vergleichsweise günstige Preise für den Inlandsmarkt in China.

Bisher bin ich auf keinen Empfänger gestoßen, der sich auf den Chip SI4735 mit RDS stützt. Für RDS-Radios benötigt man einen größeren LCD-Schirm, der etwa Sendernamen, Zeit, Alternativfrequenzen und Lauftext ausgibt. Mit anderen Worten: Solche DSP-Empfänger etwa für den europäischen Markt existieren als Industrieprodukt noch nicht.

Um etwas mehr von der neuen Technik zu erleben, muß man sich mit dem in Deutschland angebotenen SI4735-Chip beschäftigen. Hier sind von B. Kainka weitere Bausteine, Bauvorschläge und Softwarelösungen vorgeschlagen worden. Hiermit sind einfache Standalone-Küchenradios, softwaregesteuerte Empfänger, Controller-geführte Empfänger in Entwicklung und arbeiten einwandfrei.

Die Außenbeschaltung ist am FM-Eingang bzw. AM-Eingang minimal. Zumeist reicht es für eine erhöhte Leistung, am Eingang für AM jeweils eine Induktivität anzuschalten, die es dem Modul ermöglicht, die optimale Kapazität für den Eingang und den gewählten Sender einzustellen.

Mit KW-Spule mit Antennenanzapfungswindungen oder mit Ferrit- bzw. Rahmenantenne sind vergleichsweise effektiv. Versuche mit Preselektoren sind bei mir deshalb gescheitert (in der Suche nach Optimierung) weil der Baustein mit seiner ungeheuren Regelkapazität und inneren Anpassung jede eigentliche Signaloptimierung wegregelt. Die sehr einfache Anschaltung reicht somit aus, um einen relativ starken AM und FM-Empfänger zu betreiben.

Einziges wirksames Kriterium ist offensichtlich die Länge der Antenne. Ist UKW optimal angepasst, ist bei KW ein zusätzlicher Draht für die hereinkommenden Antennenspannungen nützlich. Für MW etwa eine Rahmenantenne ohne C. Den Rest der Anpassung regelt das IC selbst.

Für DRM-Enthusiasten ist es schmerzhaft, vorerst ohne DRM-Möglichkeiten diese neue Technik kennen zu lernen. Trotzdem lohnt es sich hier erste Erfahrungen zu erwerben. Teilweise ist DRM in Chips etwa von Mirics eingearbeitet, aber noch nicht klar, wie und unter welchen Umständen hier etwas im Sinne von DRM nutzbar zu machen ist.

Der digitale Radiostandard scheint in Europa noch weiter in Entwicklung zu sein. Hier werden offensichtlich im wissenschaftlichen Bereich noch Forschungsaufträge vergeben. Gleichzeitig ist die DRM+ Technik noch nicht bei uns angekommen. Geduld und Aufmerksamkeit ist weiterhin gefordert. So lange ein SI47355 nicht in die Produktion von Empfängern eingegangen ist, wird auch ein Nachfolger, der auch DRM u.a. könnte nicht realisiert werden.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
25-02-2010, 10:02
Technischer DSP-Fortschritt nun im Land angekommen

Dank Vermttlung von Herrn Koch, Oldenburg, ist es nun möglich, einen PL-310 von Tecsun bei Thiecom zu kaufen.

Damit sind nun Empfänger mit Eigenschaften vorhanden, die viele klassische Empfänger und Lösungen neu bewerten. Ist die ultima Ratio weiterhin, einen DX.-Empfänger an einer ausgeklügelten Antennenanlage zu betreiben, so gibt es nun handliche leichte Empfänger, die ortsunabhängig betrieben werden können und bisher nur über Zusatzausgabe wie Anpassung von Filtern, Preselektoren betrieben wurden.

Da beim Empfang Parameter wie Eingangsspannung (MikroVolt), erzieltes SNR (dB) angegeben werden, sind hier Eigenschaften entstanden, die neben einer mitgelieferten einstellbaren Bandbreite viele gebräuchliche Empfänger nicht besitzen.

Der Urlaub fern vom heimischen Gerätepark wird es zeigen, was bei Mitführen von 5 m Draht mit Antennenklemme oder Steckkontakt in den Geräten steckt.

Neben allem Jubel sollte nicht vergessen werden, daß die Umstellung des Radio-Systems auf digitale Verfahren und Normen noch in den Anfangsstufen steckt und wesentliche Entscheidungen bzw. taugliche Alltagsempfänger auch in Ansätzen nicht vorhanden sind.

So ist bisher kaum ein Empfänger mit dem RDS-tauglichen SI4735 entstanden. Daneben scheinen sowohl der Standard DAB, der noch nicht gesichert scheint, und die DRM-Modi A bis D und E = DRM+ nicht implementiert. Die Ausweitung des Frequenzbandes über 108 MHz hinaus für DRM+ scheint in Chips möglich, ist aber in Empfängerform noch nicht vorhanden.

KW in AM zu hören, ist bei scharfkantigen Frequenzfiltern, Einstellbarkeit der Bandbreite ist eine bislang bei Reiseempfängern nicht vorhandene Eigenschaft. Der hemdtaschenfähige Kleinempfänger mit DAB, DRM, DRM+, AM-Bereichen, FM mit RDS ist das Ziel. Chinesische Firmen scheinen hier die Nase vorne zu haben. Die Chips selbst werden vor allem unter Regie von Silicon Labs oder zukünftig von Mirics hergestellt. Die Mehrheit der Chips dürfte wohl in Navigationsgeräten und Mobiltelefonen stecken.

Ist der praktische Fortschritt eine Schnecke?

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
04-03-2010, 07:21
Hallo,

in den USA gibt es eine wachsende Gemeinde, die mit UltralightDX-Radios im Kleinformat auch Empfangsconteste durchführt.

Der Anteil der DSP-Radios scheint hier zu wachsen. Dabei ist der Wettbewerb eine sehr praktische Aufgabenbasis, weil in der Praxis nur wenige Zusatzteile notwendig sind.

Dazu gehören vor allem längere Antennendrähte für KW und eine parallell zum Empfänger gelegte Ferritstäbe, die durch eine Langdrahtantenne gespeist sind.

Es zeigen sich auch Erfahrungen, daß in der Nähe von starken Sendern die Elektronik sozusagen zugestopft wird.

Auch Innenansichten der DSP-Technik werden dort in kleinem Kreis diskutiert. Versuche existieren mit einem zweiten USB-Zugang sozusagen Empfänger zu dokumentieren und auszulesen bzw. zu steuern, die sozusagen 2 Memories (USB-Zugänge) haben.

Für mich das Überraschendste ist, daß die den Nordamerikanern zugesagte Eigenschaft mit höchster Leistung und Effektivität zu arbeiten, hier ein neues interessantes Feld aufgemacht wird. "Small could be beautiful".

Auch wenn die Technik noch nicht mit allen möglichen Formaten etwa für Europa arbeitet, scheint die DSP-Technik hier neue praktische Wege zu öffnen.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

PS: Conteste laufen mit einer Empfangszahl von 300 Sendern für den Contesterfolg.

dadalbinder
06-03-2010, 17:02
Hallo,

im freien Gelände ist ein DSP-Empfänger unschlagbar.

Das sieht in einer Straße mit Straßenbahngeleisen nicht so aus. Auch in nicht angeschaltetem Zustand weigert sich der Empfänger, in diesem Fall ein Kchibo D95L weiter zu funktionieren. Mit anderen Worten: Der Empfänger muß in einem solchen Fall durch RESET wieder aktiviert werden.

Beispiel für eine recht große Selektivität für Störungen, die durch starke Felder hervorgerufen werden. Ich rechne auch bei weiteren DSP-Empfängern mit den gleichen Erscheinungen.

Ein ultraleichtes hochsensibles Rennpferd, das auch scheuen kann.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
08-03-2010, 19:37
Hallo,

man sollte es nicht glauben, ein neuer "DSP" Empfänger, PL-360.

Diesmal von der Firma Tecsun. Er hat nach Durchsicht der aktuellen Daten etwa den Leistungsumfang wie andere Tecsun-Empfänger wie beispielsweise PL-310 oder PL-380 mit Speicherverwaltung und anderen Eigenschaften wie die Vorgängermodelle.

Die Einstellbarkeit von zwei Mittelwellenbereichen mit 9 kHz bzw. 10 kHz ist vorhanden, auch LW ist vorgesehen.

Neuartig ist die externe aufsetzbare AM-Antenne. Elegant anzuschauen.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

DRM-OM
10-03-2010, 10:59
Es zeigen sich auch Erfahrungen, daß in der Nähe von starken Sendern die Elektronik sozusagen zugestopft wird.

Das sieht in einer Straße mit Straßenbahngeleisen nicht so aus. Auch in nicht angeschaltetem Zustand weigert sich der Empfänger, in diesem Fall ein Kchibo D95L weiter zu funktionieren. Mit anderen Worten: Der Empfänger muß in einem solchen Fall durch RESET wieder aktiviert werden.

Beispiel für eine recht große Selektivität für Störungen, die durch starke Felder hervorgerufen werden. Ich rechne auch bei weiteren DSP-Empfängern mit den gleichen Erscheinungen.

Das beobachten wir hier schon eine gewisse Zeit: Das Zeug taugt für Billigst-Empfänger, aber in keinem Fall für ernsthafte Verwendung im Automotive-Infotainment-Bereich.

Ist wie überall: Feature-Listen ersetzen die früheren Datenblätter, in denen technische Performance dokumentiert ist.
Ist halt einfacher, bei AM oder DRM ein Kreuz zu machen anstatt sich mit Daten wie Empfindlichkeit, Blocking, Intermodulation, Kreuzmodulation usw. rumärgern zu müssen.
Auch ein digitales Signal ist nur dann dekodierbar, wenn das Frontend ein sinnvolles analoges Signal zur Verfügung stellt.

MERKE: auch digitale Informationen werden nachwievor analog übertragen ... ein OFDM-Signal besteht aus vielen Sinus-Trägern, die phasen- und amplitudenmoduliert werden.

dadalbinder
10-03-2010, 22:02
Hallo,

das mit der Störanfälligkeit ist richtig. Geräte, die für den innerchinesischen Markt produziert werden und in Händen vieler Wanderabeiter sein dürften, ist das normal. Dort ist das FM-Band unserer Art offensichtlich auf KW vorhanden mit größeren Reichweitern über das Land.

Bisher kommen solche Geräte als Kuriositäten ins Land. Sie werden auch in Amerika als Ultralight-receiver geschätzt.

Der deutsche/europäische DSP-Empfänger mit Abschirmungen gegen Spannungsschocks lässt aus vielerlei Gründen noch auf sich warten. Dazu kämen ja auch die Fragen nach RDS etwa, DAB etwa, DRM, DRM+. Da fehlt auch die politische Grundsatzentscheidung.

Was Elektro-Shocks angeht, erinnere ich mich an eine Mitfahrt in einem Luxusauto, das zum Stehen gebracht wurde in der Nähe eines starken Feldes und der nach 2 km Abschleppen auf einmal wieder funktioniert.

Nun zur Technik der DSPs:

Ich hatte darauf aufmerksam gemacht, daß die Chipreihe SI4735, SI4734 ähnlich wohl auch die Mirics-Chips teilweise analog arbeiten.

Will man das mal klassisch sagen, so gibt es unterschiedliche analoge Eingänge bei den Silicon Lab-Chips zwei (AM, FM) bei Mirics noch viel mehr.

Also: Deutlicher Schluß: Die sind gar keine echten DSP-Empfänger, sie arbeiten in Mischbetrieb. Jeder Fachmann an Unis, Technischen Hochschulen macht das klar.

Ich will da jetzt mal eine Reihe aufmachen.

Eingang mit Antennenverstärker und eigener AGC für diesen Teil. PLL gesteuerter Oszillator mit zwei Ausgangssignalen (90° Phasenschub). Zweistufiger Mischer danach Weitergabe an das digitale Restwerk bis zum wieder analogen Ausgang.

Solche Chips werden eingesetzt beispielsweise in Navis, Handies.
Das ginge auch nicht anders, weil elektronische Bauteile bislang keine FM-Frequenzen im Empfang digitalisieren können. Die Samplerates der Bausteine sind dafür wohl auch weiterhin nicht zu vernünftigen Preisen vorhanden.

Also hat ein Mirics IC etwa mehrere Eingänge und Umschaltebenen für diverse Dienste. Das wird lange so bleiben.

Dagegen stehen nun die kleinen, schönen DSP-Empfänger für den dortigen Inlandsmarkt und sie können eine ganze Menge. Die praktische Vernunft sagt uns, daß wir eine Antenne nicht in der Nähe einer Leuchtstoffröhre betreiben.

Daß die Vorteile weiter da sind, bleibt auch. Messerscharfe Filtereinstellungen, AGC-Einstellungen möglicherweise in mehreren Stufen....
Daß dann dabei noch eine Anzeige von Eingangsspannung in Mikrovolt und SNR in dB erfolgt, ist weiterhin revolutionär. Gehe ich auf DX Reisen in Deutschland mit einem hochspezialisierten Spezialempfänger und umfangreichem Equipment oder mit chinesischem DSP-Empfänger? Für mich ist die Sache klar, wenn ich auf einem Berg in der Oberpfalz viel weiter westlich gelegene Sender mit Meßergebnissen direkt sehen kann. Ob nun HR, SWR ....

Eine Entwicklung, die DSP-Radios für uns noch gar nicht angedacht hat, ist das auf Dauer Wichtige. Schritte dahin möchte ich gerne weiterhin sehen.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

DRM-OM
11-03-2010, 05:32
Für mich ist die Sache klar, wenn ich auf einem Berg in der Oberpfalz viel weiter westlich gelegene Sender mit Meßergebnissen direkt sehen kann. Ob nun HR, SWR ....

... und genau das bezweifle ich aus meiner Kenntnis dieser Chips:
daß diese Sender nämlich überhaupt zu empfangen sind. Die werden von den örtlichen Sendern (Ochsenkopf und was auch immer) einfach "plattgemacht".

Faustregel: wer komplexe und mehrstufige AGC-Konzepte anpreist, der hat was zu verbergen, mangelnde Aussteuerbarkeit der Mischer in der Regel.
Und wenn ich, um starke Sender nicht zu übersteuern, abregele, dann verschwindet das Schwachsignal im Rauschen.

Physik läßt sich nicht überlisten, man muß mit ihr leben. Und ich hab noch keinen Mischer gesehen, der durch Absenken der Betriebsspannung besser geworden wäre ...
Der Rauschsumpf ist betriebsspannungsunabhängig, die Aussteuergrenze aber schon. Ergo wird die Dynamik kleiner, was durch AGCs verschleiert wird mit dem Effekt von oben.
Akzeptiert so kein Fahrzeughersteller für seine Produkte ... mit Recht.

dadalbinder
11-03-2010, 08:39
Hallo,

ja das ist der normale Mechanismus im FM-Band. Hört man dies von Betreibern Öffentlich-Rechtlicher Medien, ist das ein notwendiger Sicherheitsabstand.

Viele Empfänger setzen bzw. haben noch ca. 300 kHz Bandbreite, die der De-Modulator auch entsprechend behandelt, also schwache Stationen im FM-Demodulator überspringt zu gunsten des Hauptsenders. Dies ist ein Merkmal des klassischen Demodulators.

Nicht von ungefähr gibt es FM-Interessierte, die schmälere Filter einbauen (lassen). Das geht herunter bis 100 kHz. Möglich, daß diese Filter auch in ihrer Filterform selbst optimaler sind.

Was diese chinesischen DSP-Empfänger können oder nicht, kann man eigentlich nur durch qualifizierte Messungen herausfinden. Als Interessierter kann man nur Hinweise geben.

Als Laie kann ich jetzt beispielsweise auf den Moritzberg bei Nürnberg fahren, einen Fotoapparat mitnehmen, die Frequenzanzeige mit MikroVolt an der Antenne und SNR abfotografieren. Reicht es dann? Ich glaube nicht. Zweifel sind die Aufforderung zur Untersuchung und Qualifizierung in Richtung JA oder NEIN.

Ich bin da überfordert. Solange der europäische DSP-Empfänger nicht da ist, der möglicherweise auch besser geschirmt ist, können wir uns mit dem beschäftigen, was da ist. Empfängt man in München einen weggebeamten FM-Sender vom Brenner, reicht das erst einmal für die Bemerkung: INTERESSANT

Mehr werden etwa die Entwürfe für Massenempfänger für digitale Modulationen, digitale Empfänger zeigen. Daß die chinesischen Firmen ihren Inlandsmarkt mit brauchbaren Empfängern auf praktikable Beine stellen, umso besser für uns als Zuschauer und Technik-Freaks.

Ich grüße und bitte noch um mehr Meinung und Diskussion

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

PS: Die Fahrzeugindustrie hat von ihren ersten Schritten gelernt. Ganz offensichtlich.

dadalbinder
11-03-2010, 10:00
Hallo,

es machte mich jemand nebenbei aufmerksam.

Die Firmen etwa die schmalere FM-Filter für 10,7 MHz Empfänger einbauen, können von Erfolgen der Maßnahmen berichten. Ansonsten müssten Martens, Hardt und andere letzten Endes Roßtäuscher sein.

Mit anderen Worten: Sieht ein FM-Demodulator im Begrenzungseinsatz ein schmaler gefiltertes FM-Signal, wird er hier den Hauptsignalanteil herausfiltern. Wenn jetzt ein überstarkes Signal nahe außerhalb vorhanden ist, wird dieses nicht gesehen und nicht zur Demodulation benutzt. Jetzt haben wir schmalere Bandbreite, die möglicherweise nicht in allen Fällen aber doch in Anzahl mehr Stationen als vorher empfängt.

Da müssen auch andere Komponenten mitspielen also etwa die PLL-Schaltungen oder AFC-Funktionen. Praktischerweise kommen mehr Stationen rein als bei 300 kHz Filterbreite (Kein Scheunentor aber alte Technologie).

Der Weg von DRM+ ist genau der, die Lücken im FM-Netz zu füllen mit wissenschaftlichem Ansatz und Studien.

Die Frage, ob das wirklich nützlich ist, ist in einer Gesellschaft nicht mehr eine persönliche Frage, was mir nutzt sondern was das der Gesamtheit der Sendeinteressierten und den kaufmännischen Grundgesetzen entspricht.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

DRM-OM
11-03-2010, 19:00
Akzeptiert so kein Fahrzeughersteller für seine Produkte ... mit Recht.
Die Fahrzeugindustrie hat von ihren ersten Schritten gelernt. Ganz offensichtlich.
Ich meinte mit meiner Bemerkung die Fahrzeugindustrie als Kunde für Infotainment-Anlagen, früher als Autoradio bekannt.
Und deren Anforderungen sind mit dem DSP-Kram, der derzeit verfügbar ist, nur teilweise zu erfüllen - nicht wegen Abschirmungen, sondern weil die Basics nicht erfüllt sind.
Und Autoradios zum Nachrüsten sind sowieso Geschichte ...

DRM-OM
11-03-2010, 19:09
Mit anderen Worten: Sieht ein FM-Demodulator im Begrenzungseinsatz ein schmaler gefiltertes FM-Signal, wird er hier den Hauptsignalanteil herausfiltern. Wenn jetzt ein überstarkes Signal nahe außerhalb vorhanden ist, wird dieses nicht gesehen und nicht zur Demodulation benutzt.
Ihr müßt einfach berücksichtigen, daß die KANALSELEKTION nicht das Problem ist. Gute Selektion ist auch mit analogen Mitteln gut realisierbar. Kein hochwertiger Empfänger hat heute mehr 300kHz Bandbreite, 100 ... 180khz sind die Regel.

Aber: kein noch so gutes Filter kann den Mist wegfiltern, der VORHER im Signalweg entstanden ist: Stichwort Intermodulation.
Sorry, hab nicht die Zeit, dieses jetzt auch noch alles zu erklären, gibt's aber ausreichend Literatur zu.
Die Billig-Hersteller vertuschen das jetzt durch eine Regelung VOR dem Mischer, also mithin WEIT VOR dem Kanalfilter.
Und dann wird das GANZE FM-BAND - oder zumindest große Teile davon - abgeregelt, schwache Stationen verschwinden einfach im Rauschen.

dadalbinder
13-03-2010, 10:49
Hallo,

sehr überrascht war ich, heute einen Text zu DSP auf der Blaupunkt-Seite im Netz lesen zu können. Ich übernehme den Info-Text:

DigiCeiver


Blaupunkt-Innovation: DigiCeiver

Blaupunkt ist es (weltweit erstmalig) gelungen, bereits im Empfangsteil das hochfrequente Signal der ZF-Stufe bei 10.7 MHz in Bits und Bytes umzusetzen und danach bis zu den Endstufen konsequent auf digitaler Ebene weiterzuverarbeiten. So eröffnen sich vollkommen neue Möglichkeiten, die mit analogen Konzepten entweder nicht oder nur mit erheblichem Platz- und Kostenaufwand realisierbar wären.
*
Neben den deutlichen Vorteile beim UKW-Empfang ergeben sich auch auf der Audioseite echte Vorzüge. Mit herkömmlichen analogen Konzepten sind die Möglichkeiten der Klangbeeinflussung sehr begrenzt. Neben Bass- und Treble-Steller und einfachen Equalizern gibt es im Autoradio kaum noch wirksame Massnahmen, um der schwierigen Raumakustik Herr zu werden. Erst der Einsatz der DSP-Technologie (DSP = Digital Signal Processing) hat es überhaupt ermöglicht, dass Equalizer, wie z.B. DSA Max oder DEQ Max von Blaupunkt, in das Autoradio Einzug halten konnten.* Und dies mittlerweile in Preisklassen, die bei der gegebenen Leistungsfähigkeit früher undenkbar waren.

Also, da ist schon ein Produzent in die neue Technik gesprungen. Eine interessante Ergänzung. Die Digitalisierung beginnt bei der ZF von 10,7 MHz.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

DRM-OM
13-03-2010, 12:00
naja, der Digiceifer ist nicht wirklich neu, hat fast 10 Jahre auf dem Buckel.
Richtig brauchbaren Empfang hatte er auch nicht, hat sich daher nicht wirklich durchgesetzt.

Seit 5...6 Jahren ist Philips (jetzt NXP) am Markt mit Lösungen, die deutlich ausgereifter sind und in einer Reihe von Autoradios eingesetzt werden.

Frontend: http://www.nxp.com/#/pip/pip=[pip=TEF6730A_1]|pp=[t=pip,i=TEF6730A_1]
DSP: SAF7730, offenbar kein öffentlich verfügbares Datenblatt.

Hier: http://www.ham-radio.com/k6sti/xdr-f1hd.htm aber ein Receiver, der damit arbeitet

Aber: keine dieser Lösungen kann DRM, alle brauchen einen Co-Prozessor, den am Markt aber keiner der Großkunden bereit ist zu bezahlen.

dadalbinder
13-03-2010, 14:47
Der DRM-Chip. Es scheint wohl so zu sein, daß in mancher Firma ein DRM-Chip schon als Software-Lösung vorhanden ist. Darauf weisen auch Gespräche hin.

Eine Produktion und entsprechende Vorbereitungen werden nur dann getroffen werden, wenn der Standard als solcher gefestigt ist. Mit anderen Worten, wenn alle Versuche, Evaluierungsmöglichkeiten abgeschlossen sind und die Einführung von Digital-Radio wirklich entschieden ist.

Dafür scheint im Moment noch nicht sehr viel zu sprechen. Es gibt weitere wissenschaftliche Untersuchungen, Weiterführungen. Solange kein digitales Rundfunksystem entschieden ist, drehen wir uns im Kreis.

Offen sind weiterhin Fragen zu den letzten Endes entschiedenen Codes für DRM30 mit Modus A, B, C, D sowie DRM+. Wird nun ein DAB-System mit eingeführt? Wird der Frequenzbereich erweitert oder nicht?

Wir können feststellen, daß europaweit AM-Sender abgeschaltet werden, DRM-Versuchssendungen auch aus Rumänien, Bulgarien, Polen dazukommen. Sehr deutlich zu sehen etwa im 49-m-Band. Im 41-m-Band tauchen entferntere Stationen in AM ungestört auf aus größeren Entfernungen wie Afrika, Asien, ....

Einen Chip zu produzieren, der nach Vorliegen neuerer Versionen wieder upgedatet werden muss, ist ökonomisch nicht sinnvoll.

Alle Welt wartet..... Ich auch.

Wieviel Energie wurde pro vorhandenem Empfänger schon für DRM Versuche verbraucht? Realistische Zahlen gehen von wenigen hundert Empfängern für die Jahre 2003, 2004 und folgende geschätzt, aus.

Wenn Programme, die selbständig zwischen AM und DRM unterscheiden können (SoDiRa) relativ beschränkte Code-Menge haben, sind die auch in einen Chip zu gießen. Da braucht man eigentlich keine Co-Prozessoren!

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

DRM-OM
13-03-2010, 15:04
Wenn Programme, die selbständig zwischen AM und DRM unterscheiden können (SoDiRa) relativ beschränkte Code-Menge haben, sind die auch in einen Chip zu gießen. Da braucht man eigentlich keine Co-Prozessoren!
Und auf welchen Prozessoren laufen diese Programme?
wieviel Verlustleistung geben sie ab?
In der Automobilzulieferindustrie wird in Bruchteilen von Pfennigen gerechnet, da wird Programm-Code solange optimiert, daß er in den kleinstmöglichen Prozessor paßt.
DRM braucht einen größeren Prozessor.

Stichwort: annual price reduction = auch die laufende Serie muß jedes Jahr um x Prozent billiger werden. Die nächste Modellgeneration erst recht ...

Und dann solche Wackelkandidaten wie DAB, DAB+, DRM, DRM+ ... das ist mit der Automobilindustrie nicht zu machen ...

ibiquity hat das Thema in den USA anders angefangen - und ist am Markt.