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View Full Version : SoDiRa 0.40 - Weiterentwicklung


dadalbinder
04-10-2007, 21:31
Hallo,

in der Zwischenzeit entwickelt sich ein neues Programm von B. Reiser, das zur Zeit drei Empfänger steuern kann:

- Elektor_DRM (2004)
- DRT1
- Elektor_USB (2007)

Das Programm befindet sich in der Entwicklung, kann aber schon AM, SSB, DRM, FM und DCF77 demodulieren.

Das Programm ist über: www.dsp4swls.de zu erreichen.

Ein erster Erfahrungsbericht ist zu groß, um ihn als Appendix hier unterzubringen.

Wolfgang Hartmann, 49N28, 11E00

Funkerberg
05-10-2007, 12:10
Hallo,
Ein erster Erfahrungsbericht ist zu groß, um ihn als Appendix hier unterzubringen.


Einen kleinen Bericht zum "Appetit machen" gibt es hier: http://www.knallfunke.de/drm/software/sodira.htm

Mittlerweile ist der Bericht auf Version 004 angepasst.

dadalbinder
06-10-2007, 20:56
Hallo,

im Gegensatz zu den meist zitierten Vorversionen, speichert SoDiRa die Gesamteinstellungen von Soundkarten und Receiver inzwischen vollständig ab. Ruft man das Programm wieder auf, erhält man diese Einstellungen sofort wieder für den aktuellen Aufruf.

Insbesondere die Soundkarteneinstellungen der ersten Versionen ergeben automatisch immer eine Soundkartenvoreinstellung sowohl im RECORD-Menü der Soundkarte als auch bei PLAY, die gewohnungsbedürftig waren.

Will man die Software für unterschiedliche Empfänger nutzen, ist es am einfachsten, wenn man jede Version in ein anderes Directory stellt und separat aufruft.

Auch andere Punkte wie das Untermenü DIALOG ist sehr viel aussagekräftiger als bisher.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg, 49N28,11E00

dadalbinder
07-10-2007, 12:20
Hallo,

die Einstellung der Zwischenfrequenz (IF) ist in der Software notwendig. Ist die Einstellung bei Elektor_DRM Empfänger von 2004 oder DRT1 relativ gleichgültig.

So ist die Einstellung beim Elektor_USB Empfänger so vorzunehmen, daß eine IF eingestellt wird, die das zu empfangende Signal aus der Nullage der Soundkarte herausführt.

Durch die Spannungsversorgung des Empfängers ist die Null-Position des ankommenden Audiosignals mit Störungsmöglichkeiten beeinträchtigt, die durch eine umfangreichere Siebung oder durch Einsatz einer externen Stromversorgung des Empfängers geändert werden kann.

Wer macht dazu einen Vorschlag?

Wolfgang Hartmann, 49N28, 11E00

df9rb
07-10-2007, 20:22
Hi all,

I downloaded the files and 2 minutes later decoded DRM out of my PC-speaker! Great job done!

Thank you

Bernd, DF9RB

dadalbinder
11-10-2007, 17:43
Hallo,

inzwischen ist es mir gelungen, auch AM-Stereo auf 864 kHz zu hören, nachdem ich einen entsprechenden Hinweis in www.Elexs.de gefunden habe.

Wolfgang

dadalbinder
15-10-2007, 14:44
Hallo,

heute habe ich auf der Website von Bernd Reiser die Version 0.050 gefunden. Sit hat jetzt auch einen FM-Dialog und sieht vor nicht nur FM, schmal sondern auch FM, VHF über 10,7 MHz ZF offensichtlich dekodieren zu können.

Die benötigte Samplerate 192 kHz oder auch mit 96 kHz scheint mir noch zu klären. Sicher noch mehr Detailfragen zur Ankopplung sind für mich ebenfalls noch offen. Ich hoffe, daß hierzu weitere Erklärungen folgen.

Wolfgang

dadalbinder
16-10-2007, 08:12
Hallo,

inzwischen habe ich eine Info von Bernd Reiser erhalten. Als erstes die zu erwartenden Ergebnisse bei FM, VHF mit unterschiedlichen Samplerates:

48 khz Samplerate -> UKW Mono bis 12% Aussteuerung geeignet, Stereo
nicht geeignet, kein RDS

96 kHz Samplerate -> UKW Mono bis 22% Aussteuerung geeignet, Stereo
nicht geeignet, kein RDS

192 kHz Samplerate -> UKW Mono bis 100% Aussteuerung geeignet, Stereo bis ca 50% Aussteuerung geeignet, RDS geeignet

Die ZF eines Empfängers (10,7 MHz) wird zur Dekodierung auf den Elektor_USB (I/Q) Prinzip gegeben.

Der Autor hat seine Entwicklung mit einer: Phase 24 FW von Terratec, Soundkarte durchgeführt. Samplerate 192 kHz.

Wolfgang

andimik
16-10-2007, 14:33
Ich habe schlechte Ergebnisse mit dieser Software erzielt (USB SDR Elektor, Anschluss noch auf Unterseite), DReaM hat keine Aussetzer, mit SoDiRa bekomme ich auf den gleichen Frequenzen wie vorher bei DReaM sehr selten Audio (und das seeeeehr seeeehr abgehakt).

Hab schon mit Antenne und Abschwächer gespielt.

Nutze einen AMD 2200+ (1,8 GHz), denke nicht, dass er zu schwach ist.

dadalbinder
16-10-2007, 18:42
Hallo,

zur Zeit ist es noch so, daß im DRM-Modus die SNRs etwa 3 - maximal 5 dB schlechter sind als in DREAM. Bernd Reiser betont, daß er weiter DRM optimieren möchte.

Ich kann nebeneinander sowohl den Elektor_USB beispielsweise mit SoDiRa und gleichzeitig den DRT1 mit G8JCFSDR fahren, auch wenn ich CPU fressende Anzeigen so weit wie möglich abschalten kann. Das Ergebnis ist dann so wie oben angegeben.

Nicht zu übersehen ist, daß der CPU-Verbrauch bei SoDiRa wegen der Beschäftigung nur eines Programms die CPU nicht so stark fordert.

Die engagierte Soundkarte mit ihren Treibern spielt ebenfalls eine gewisse Rolle, die nicht unterschätzt werden sollte. Ich habe zwei Soundkarten eingesetzt, eine für jeden Empfänger und bemerke, daß bei begrenzt vorhandener Rechenkapazität im Rechner mit zuviel mitlaufenden Programmen die Verarbeitung schlechter wird bzw. Verarbeitungspausen eintreten. Der Elektor_USB arbeitet mit USB-Soundkarte, die für I/Q geeignet ist.

Wolfgang

PS: Es müsste auch möglich sein, SoDiRa parallell zu DREAM laufen zu lassen, um einen direkten SNR-Vergleich zu ermöglichen.

dadalbinder
16-10-2007, 20:59
Hallo Andimik,

vielleicht noch ein Nachtrag zum Empfänger.

Es ist so, daß der Empfänger nicht einen klassischen 50 Ohm Eingang sondern eine deutliche höhere Impedanz hat.

Ich höre mit einer hochohmigen Antenne mit dem Elektor-Empfänger so gut, daß ich häufig die Abschwächung einstellen muß. Vorrangig abends. Die gleiche Antenne arbeitet überhaupt nicht beim DRT1 (Folge der Eingangsimpedanz).

Der Autor des Empfängers, B. Kainka, hat auf seiner Homepage eine Antennenlösung beschrieben, wo er eine Antenne und externe Erde mit HF-Trafo hochtransformiert.

Vielleicht ist auch die Schaltfläche ANT im Programm auf dem falschen Frequenzbereich KW oder MW gestanden. ATT funktioniert kreisförmig von 0 dB auf - 10 dB und weiter auf - 20 dB und dann wiederum auf 0 geht.

Wolfgang

andimik
19-10-2007, 10:57
Die Funktionalität der Schaltflächen ANT und ATT (die bei DRM Disco gleich sind) ist mir ja bekannt. Meine nicht positiven Ergebnissen haben nichts mit diesen zu tun.

5dB schlechter?. Trotzdem konnte ich noch nie ein durchgängiges Signal hören, sei der Empfang noch so gut (>25 dB). DReaM hat da über viele Minuten perfekten aussetzerfreien Empfang.

dsp4swls
20-10-2007, 10:51
Hallo Andimik,

Bitte schicke mir mal ein wav-File Schnipsel von dem besagten Signal ("rec" klicken, bis 20 zählen, "stop" klicken) das file befindet sich dann im Programmordner. Mir scheint du hast ein spezielles Problem gefunden.

Allgemein gilt wie schon Wolfgang geschrieben hat, das mein Programm bei starkem selektiven Fading etwa 3-5 dB schlechter ist.
Will man SoDiRa direkt mit Dream vergleichen sollte man in Dream folgende Parameter einstellen:
channel estimation frequency interpolation: linear
channel estimation time interpolation: linear
time sync tracking: first peak

Dann wird Dream auch genauso "schlecht" wie SoDiRa (will demnächst optimieren).

Wäre toll wenn du mich unterstützen könntest.

Bernd Reiser

dadalbinder
16-11-2007, 08:44
Hallo,

inzwischen liegt eine neue Version vor, die im Detail weitere Verbesserungen erbringt.

Dies gilt auch für den Bereich der DRM-Dekodierung mit besseren SNRs als bisher.

Details können in der Webseite des Autors eingesehen werden.

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
24-12-2007, 10:09
Hallo,

SoDiRa verfügt über zwei Protokollformen. Das klassische DREAM-Format für DRMCalc und ein eigenes SoDiRa-Format, das Angaben mit einer Nachkommastelle enthält.

Beide füge ich als Appendix an.

Dem Verlauf kann man auch entnehmen, daß die SNRs bei SoDiRa offensichtlich seit Version 0.52 stark gestiegen sind und wahrscheinlich mit DREAM relativ gleich ziehen.

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
15-03-2008, 08:16
Hallo,

Bernd Reiser hat eine erweiterte Version seiner Software erstellt.

Es gibt eine ausführlichere Entwicklung im Bereich der DRM-Dekodierung mit zusätzlichen Steuerungselementen.

Ich füge Screens vom Hauptbildschirm und Dialog im Appendix bei.

Für den Elektor_USB Empfänger nach dem I/Q-Prinzip ist es notwendig eine IF von beispielsweise 10 kHz einzustellen, um beim Arbeiten aus der Nullstellung der Soundkarte zwischen linkem und rechtem Kanal herauszukommen. Bei IF=0 ist die Dekodierungsleistung deutlich reduziert.

Wolfgang

dadalbinder
19-03-2008, 10:25
Hallo,

das neue SoDiRa 0.060 scheint insgeheim seine DRM-Eigenschaften verbessert haben. Ich füge die zwei Logs bei, die ich bei 11615 kHz, Taldom, aufgenommen habe.

Es scheint praktische Verbesserung zu geben, die sich in den Logs deutlich auswirken. Auf den ersten Blick scheinen sie sich nicht von DREAM-Logs zu unterscheiden, liegen in der gleichen Größenordnung.


Elektor_USB IQ Empfänger, 49N28, 11E03, Nürnberg



Wolfgang Hartmann

dadalbinder
25-03-2008, 07:40
Hallo

eine Diskussion und Frage wegen der Stichworte an Bernd Reiser, Regensburg, Entwickler von SoDiRa aus dem Elektor_DRM Empfänger Thread stelle ich hier ein, weil sie verschiedene Fragen über den Soundkarteneinsatz und genereller DRM-Parameter ergibt.

Meine Fragen an Bernd:

Hallo Bernd,

ich melde mich noch einmal. Im deutschsprachigen Forum bei www.drm-dx.de sind von Maxpower und mir bestimmte Einträge zur Diskussion
hereingestellt worden.

Nun hat Maxpower, Stephan, nach einem Beispiel mit SoDiRa0.060 wobei
Samplerate auf 96 kHz und DRM mit angezeigter Samplerate von 48 kHz
reagiert. Am besten Du liest da einfach selbst, was diskutiert wurde und
Du magst direkt schreiben.

Ich habe die Vermutung geäußert, daß - wenn DREAM oder SoDiRa mit 48 kHz Samplerate arbeiten - die Benutzung mit einer Soundkarte und
Anti-Aliasing-Filter für 48 kHz ausreichend ist und es keinesfalls
nützlich sondern eher schädlich ist, Soundkarten mit höherer Samplerate
etwa 96 kHz oder 192 kHz zu benutzen. Das würde Reflexionen aus dem
Anti-Aliasing-Filter und dessen Frequenzbereich zu Spiegelungen im
Signal führen, die weniger nützlich für die Softwareleistung der
Dekodierung sind.

Richtig oder ??

Ich bin gespannt, was Du als tiefer in der Materie befindliche dazu sagst.

Ich grüße Dich und wünsche weiterhin gute Feiertage

Wolfgang





Hallo Wolfgang,

hier die Antworten, übrigens DREAM benutzt definitiv keine IQ Balancierung
(version1.6) Sodira auch nicht.

-sodira nutzt immer die konfigurierte samplefrequenz für die
Signalverarbeitung, allerdings wird intern bei DRM immer auf 48 khz
resampled weil 48 khz die standardfrequenz für das DRM Basisbandsignal ist

-Sodira zeigt im Dialog immer die Abtastfrequenz des Audioausgabesignals
an wie DREAM, Radio Kuweit sollte zB nur 12khz anzeigen

-gute soundkarten (eigentlich gute wandlerchips + gute
treiberunterstützung) sorgen immer dafür das Aliasing unterdrückt wird
unabhängig von der samplefrequenz, das bedeutet das egal welche
inputsamplefrequenz benutzt wird kein Aliasing auftritt, praktsch gibt es
jedoch immer aliasing in den letzten khz des Abtastspektrums bedingt durch
die endliche steilheit des filters da dies heutzutage aber immer digital
ist ist die steilheit sehr groß

-das bedeuted praktisch bei 48 khz samplerate sind die letzten 2 khz mit
großer wahscheinlichkeit entweder durch alising gestört oder durch den
frequenzgang des digitalfilters unterdrückt, also nur der bereich 0 - 22
khz nutzbar

-es ist also nicht schädlich höhere sampleraten zu nutzen (wie gesagt wenn
treiber und wandlerchip mitspielen)

-der bereich 0 - 20 hz ist fast immer durch den hochpassfilter der
Soundkarte unterdrückt

-es wird bei 48 khz übrigens ein 24khz alising filter genutzt, die 48 khz
bandbreite des eingangssignals entsteht durch das IQ eingangssignal

-ein weiterer Fehler bei Soundkarten sind die teilweise auftretenden 1Bit
verschiebungen zwischen rechtem und linkem kanal

-im fenster von sodira kann man die signale ja in bezug auf
spiegelfrequenzunterdückung und aliasingunterdrückung ja begutachten und
dementsprechend seine wahl für die samplefrequenz treffen

-höhere samplefrequenzen benötigen allerdings größere CPU leistungen für
48 khz reicht 700 MHz Pentium für 192 khz sollte es schon >2 ghz sein

-wegen dem bild von winrad trifft genau das zu was ich schon beschrieben
hatte, du kannst die samplefrequenz zwar nutzen aber reel werden nur 96
khz genutzt also kannst du auch gleich nur 96 einstellen um CPU leistung
zu sparen, du siehst das spektrum ist links und rechts flach also wird mit
96 khz gesampled aber auf 192 khz umgrechnet mittels aufwendiger
interpolation die teilweise vom audiotreiber oder von dem Windows
audiomapper erledigt wird

-ich kann jedem nur einfach mal raten einen signal generator an die
soundkarte anzusschließen und den bereich durchzuwobbeln


ich hoffe einige fragen beantwortet zu haben


Grüße Bernd

maxpower
25-03-2008, 08:20
Hallo Wolfgang und alle!


Sehr interessantes Posting!

Also, wenn ich das richtig sehe, macht es also keinen Sinn, irgend ein DRM-Dekodierprogramm auf mehr als 48 kHz zu "erweitern", da die 48 khz eher aus dem DRM-System heraus vorgeschrieben werden.

Was allerdings schon sinnvoll wäre in Dream, wäre eine feinere Ausbalancierung des rechten und linken Kanals für eine bessere Spiegelunterdrückung und ein paar Infos, an welchen Frequenzen Dream die Spiegelunterdrückung optimiert.

Das neue SoDiRa muss ich mir in den nächsten Tagen mal näher anschauen. :-)

Stephan

dadalbinder
25-03-2008, 08:54
Hallo,

jede Antwort stellt neue praktische Fragen. Man ist klüger und stellt sich dann weitere Fragen.

Wenn Du schon Amplitude und Phase optimieren willst, könntest Du doch testen, ob und wie ein "gewolltes Verstellen" von beiden, die SNRs in SoDiRa ändert.

Über eine gewisse Zeit gesehen, müsste das in Logs ablesbar sein.

Wolfgang

maxpower
28-03-2008, 07:41
Hallo Wolfgang!

Ich habe gerade ein Dokument gefunden, welches eine Methode beschreibt, um Phase und Balance automatisch ausbalanciert und damit die Spiegelfrequenzunterdrückung stark verbessert.

Ich habe einen Thread in general topics eröffnet http://www.drmrx.org/forum/showthread.php?p=46946#post46946 und einen Link zum Dokument gesetzt. Vielleicht ist dieses Papier für Dich, Simone (und andere Dream-Entwickler) oder auch Bernd als SoDiRa Entwickler interessant.

Keine Ahnung, wie kompliziert es wäre, diese Funktion zu implementieren; ist auf jeden Fall zu viel Mathe, als das ich das durchschauen könnte...


Beste Grüße,

Stephan

dsp4swls
28-03-2008, 13:22
Hallo,

ich habe die IQ Balancierung bis jetzt nicht so wichtig erachtet weil 40 dB auch unter normalen Umständen erreicht werden. Bei DRM bedeutet dies ein AM Sender liegt 20 dB über DRM Signal auf der Spiegelseite, dann ist es immer noch um 20 dB geringer als das DRM Signal auf der Empfangsseite, vollkommen ausreichend für praktischen Empfang. Nichtsdestrotz steht die IQ Balancierung auf meiner todo Liste. Das Dokument wird mir sicherlich hilfreich sein.

Gruß Bernd

maxpower
28-03-2008, 13:44
Hallo Bernd!

Vielen Dank erst einmal für Deinen Einsatz, SoDiRa ist eine echte Bereicherung in Sachen SDR-Software!

In der Tat sind 40 dB Spiegelfrequenzunterdrückung in vielen Fällen ausreichend, wenn das Signal in voller Stärke reinkommt.
Aber immer dann, wenn es ohnehin schwierig wird (Signal fadet stark oder die Signalstärke ist ohnehin nicht ganz so toll), schlagen die Probleme mit den Spiegelfrequenzen besonders zu. Und dann kann das "Upgrade" in der Spiegelunterdrückung durchaus zwischen 95% Audiodekodierung und 99.9% Audiodekodierung entscheiden und das ist dann ein Riesenunterschied in der Wahrnehmung (vor allem bei den Kritikern, die dann immer stotternden Empfang beklagen).

Gutes Beispiel ist zB. der Empfang von HCJB am Mittag (bis vorgestern jedenfalls), der auf dem alten Elektor DRM-Empfänger sehr gut möglich war (ab 12-14 dB SNR aufwärts, das Signal liegt dann tatsächlich etwa 15 dB über Rauschen) und der beim I/Q Empfang aufgrund eines starken Senders (RRI) bei -12 kHZ in Dream zur Tortur wurde, während in Winrad und SDRadio das störende Spiegelsignal durch "Handabstimmung" von Phase und Amplitude bis zur Unkenntlichkeit ausgeblendet werden konnte.

Umgekehrt gilt natürlich gleiches: Wenn ich einen schwachen Sender mit Träger 20 - 30 dB über Rauschen höre und auf der anderen Seite ein DRM (oder auch AM) Sender mit S9+XX "reinbrummt", wären 60dB+ Spiegelunterdrückung eine tolle Sache und unterscheiden zwischen hörbar und nicht hörbar.



Viele Grüße,

Stephan

maxpower
31-03-2008, 12:18
Hallo Bernd!

Ich habe noch mehr an Informationen gefunden, die das I/Q Balancing erklären und auch ein Beispielprogramm dazu, das dort auch als Sourcecode liegt.

Hier der Link:
http://groups.yahoo.com/group/soft_radio/files/RxDisp_Update/

Alternativ kann ich Dir die Dateien auch gerne hier posten oder per Mail schicken, wenn Du sie haben möchtest.

Viele Grüße,

Stephan

dadalbinder
09-04-2008, 09:33
Hallo,

die Funktion Mirror in SoDiRa 0.060 ermöglicht, Spiegelfrequenzen, die beim Betrieb etwa vom Elektor_USB Empfänger auffallen, zu finden.

Aufforderung, den Empfänger letzten Endes stärker über schaltbare Bandfilter zu betreiben.

Ich füge einen Text bei, der die Vorgehensweise erklärt. Daneben zwei Screens mit den im Fall 153 kHz gefundenen Screens mit Spiegelfrequenzen (in der nächsten Mitteilung).

Wolfgang

dadalbinder
09-04-2008, 09:34
Hallo,

hier folgen nun die beiden Screens.

Wolfgang

dadalbinder
09-04-2008, 09:42
Elektor_USB Empfänger mit SoDiRa0.060, Mirror-Funktion


Spiegelfrequenzen von 9780 DRM, REE

Abwärts, Down:

3278 kHz
1967 kHz
1413 kHz

Aufwärts, Up: Keine


Spiegelfrequenzen von 6075 kHz, DW AM.

Abwärts:

2034 kHz
1226 kHz
883 kHz

Aufwärts:

18169 kHz
30319 kHz

Spiegelfrequenzen von 153 kHz, Dradio

Abwärts:

69 kHz
41 kHz
37 kHz

Aufwärts:

403 kHz
709 kHz
959 kHz


Durch Down- und Up-Schaltung werden jeweils sicher die angebenen Frequenzen immer wieder erreicht. Der Modulationsinhalt kann je nach Signalanteil nur relativ schwach wahrgenommen werden, bei DRM ist das modulierte Signal in Anteilen zu sehen..

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

maxpower
09-04-2008, 09:59
Hi Wolfgang!

Ja, ein typisches Problem bei Schaltmischern. Deshalb werden die teureren Modelle immer mit vorgeschalteten Bandpässen betrieben (SDR1000 zB, aber auch der Perseus).
Spiegel (Edit: falsches Wort, Mischprodukte muss es heißen, da war ich etwas nachlässig) nach oben (3x, 5x ...) waren mir bekannt, wie kommen die unteren zustande?

Stephan

dadalbinder
09-04-2008, 13:40
Hallo Stephan,

ich weiß erst mal nichts, außer daß mich die Phänomene irritierten.
Unterhalb der Empfangsfrequenz könnte bedeuten:

Wahrscheinliche Ursache Soundkarte. Es gibt ja bei solchen Karten unsichere Bereiche in der Nähe des rechten und linken Frequenzrandes (bei I/Q). Darauf hat Bernd Reiser hingewiesen (siehe dort).

Aus den Soundkartenprüfungen von Burkhard Kainka, auf einer seiner Internetseiten sind ja auch Screens von ungeeigneten Soundkarten (I/Q) gezeigt worden. Dabei interessant, wie sich die Frequenzen in die gegebene Samplerate-Darstellungen mehrfach einfügen.

Er zeigte beispielsweise Mehrfache einer Testfrequenz, die sich im Spektrum niederschlugen.

Also: Stellungnahmen sind erwünscht, wie so was bei den angebenen Frequenzen passiert sein könnte.

Bei mir: Entsteht das Gefühl, daß eine I/Q Optimierung offensichtlich auch ein Vorfilter bzw. einen Vorkreis braucht, um schwächere Signale sauberer zu empfangen. Ich habe das bisher nur mit einem handabstimmbaren Vorkreis gemacht, um SSB zu empfangen.

Für mich gibt es auch noch die Wanderung von Amplitude und Phase durch Rx Disp als interessantes Ergebnis gezeigt. Vielleicht könnte Software hier helfend eingreifen. Dabei ist eigentlich schon klar, daß jede optimale Einstellung ganz genau genommen nur für die Frequenz gilt, bei der eingestellt wurde. Das könnte schon bei wenigen kHz daneben eintreten.

Dinge, die offensichtlich sind und möglicherweise beachtenswert.

Ich grüße

Wolfgang

dsp4swls
10-04-2008, 15:32
Hallo,

bitte beachten: Spiegelfrequenzen treten immer unterhalb der Sendefrequenz auf! Die Dynamik des Empfängers wird also mit zunehmender Frequenz immer besser, ich denke das wird schon jeder mal beobachtet haben das der Empfang in den unteren Frequenzen 30khz-1,5mhz eher schlecht ist.

Das Mischprodukt ist ja bekanntlich Rechteck x Sinus. Da ein Rechtecksignal eine Summe von Sinussignalen (3x 5x ...) ist reicht es also aus die Schaltfrequenz auf eine Frequenz die 1/3 der Signalfrequenz liegt zu setzen um das Signal zu empfangen.

Dadurch würde es sogar ausreichen wenn kaskadierte Tiefpassfilter vor den jeweiligen Eingängen geschaltet würden, Bandpässe sind zwar besser aber theoretisch nicht notwendig.

Wenn tatsächlich auch oberhalb der Sendefrequenz Spiegel auftreten, dann ist das Empfangssignal durch Nichtlinearitäten verzerrt. Und zwar irgendwo zwischen Antenne und Mischer, (Verstärker?), oder aber das Signal ist so stark das es selbst durch den Eingangsmultiplexer des SDR verzerrt wird. Da Hilft die schaltbare Dämpfung des SDR auch nicht da sie erst nach dem Mischer wirkt.

Also Wolfgang falls du tatsächlich Spiegel oberhalb hast bitte mal überprüfen.

Gruß
Bernd

maxpower
10-04-2008, 17:59
Hallo Bernd!

Ich glaube, da waren wir einfach etwas nachlässig mit den Begriffen Spiegelfrequenzen und Mischprodukte.

Die Spiegelfrequenzen des Elektor sind die, die 24 kHz unterhalb der Empfangsfrequnez liegen und die man mithilfe der I/Q Berechnungen in den Griff zu bekommen versucht.

Die Mischprodukte lassen sich am besten durch Bandpässe etc. rausfiltern, da sie (glücklicherweise) einen recht großen Abstand zur Empfangsfrequenz haben (die 3x, 5x etc.).

Aber gut, dass das nochmal klargestellt wird, damit hier nichts durcheinander läuft.


Stephan

dadalbinder
12-04-2008, 20:30
Hallo

zu diesen Fragen habe ich einen Austausch mit Bernd Reiser gehabt, dem ich auch die entsprechenden WAV-Files zu jeder Frequenz zugesandt habe.

Sein erstes Ergebnis war, daß mein Kanäle, links - rechts, nicht richtig austariert hatte und ich bei meiner Kabelversammlung eine reparable Macke hatte.

Ansonsten: Durch MIRROR kann man aufwärts und abwärts bei Vorhandensein einer Frequenz durch Up- und Down-Schalten herausfinden, wo die Frequenz liegt mit der besten Demodulation und wo nicht. Die beste wäre dann sehr wahrscheinlich die Grundfrequenz.

Also: Frequenz mit Modulation gefunden nicht sicher ob Grundfrequenz oder Spiegelfrequenz: Mit MIRROR auf die Suche gehen.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
17-04-2008, 07:50
Hallo,

heute habe ich einen direkten Vergleich gemacht zwischen DREAM und SoDiRa.

DREAM läuft mit dem DRT1 und SoDiRa mit dem Elektor_USB

Viel Spaß beim Betrachten des Screens.

Ohne Baluns, HF-Trafos etc. Langdraht direkt an Eingänge.

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
17-04-2008, 10:11
Hallo,

nun ein Beispiel aus einer Steuerung des Elektor_USB Empfängers für DRM-Dekodierung in SoDiRa und DREAM.

Beide werden von der gleichen Soundkarte versorgt.

Audio kommt zeitverschoben zum Ausgang der Soundkarte.

Dual Core Prozessor mit ca. 2 GHz Arbeitsfrequenz

Ich grüße


Wolfgang Hartmann

dadalbinder
03-05-2008, 08:18
Hallo,

interessante Nebenbeobachtung.

SoDiRa wechselt in der DRM-Dekodierung die Samplerates

Siehe Anhang.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
28-05-2008, 08:16
Hallo,

Bernd Reiser hat eine Testversion auf seine Internetseite gestellt. Gleichzeitig hat er einige Anmerkungen für den Einsatz von SoDiRa gemacht.

Die vorligende Testversion enthält nun neue Funktionen wie:

IQBal I/Q Balanzierung

DCfilt DC-Filterung

peak

Damit scheint zum ersten Mal in einer allgemein zugänglichen Software die softwaremäßige Optimierung der beiden I/Q-Kanäle angegangen und realisiert.

Die Optimierung kann ja sowohl zur Optimierung der empfangenen Frequenz nützlich sein, wie auch für Stationen, die im Spiegelbereich liegen und die bislang durch eine nicht optimale I/Q-Balanzierung in der Empfangsfähigkeit bisher gelitten haben.

Für Nutzer des Elektor_USB Empfängers: Die jetzt vorliegende Version von SoDiRa ermöglicht auch den Empfänger ohne Einstellung einer IF zu betreiben.

Viel Material, das nun zum Testen zur Verfügung steht.

Einen Screen der neuen Version füge ich im Attachment bei.

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
30-05-2008, 21:43
Auswirkung von IQbal in SoDiRa 0.061

VorsichtigeVersuche, sich der Funktion IQbal im Programm zu nähern.
Hier ein Screen eines griechischen Senders auf Euböa mit 9420 kHz.

Auf 9400 liegt das Spiegelsignal, was durch ein weiteres Dekodierungsprogramm (Winrad 1.31) deutlich als Spiegel erkennbar ist und gehört werden kann.

Mit aktiver Funktion:

Hier Abbildung mit_IQbal01 aus Attachment


Ohne aktive Funktion:

Hier Abbildumg ohne_IQbal01 aus Attachment


Hier ca. 40 dB deutlich kleiner als im Fall der Aktivierung. Da beide Signel hintereinander und damit nicht synchron aufgenommen wurden, ist hier keine Meßsituation gegeben aber offensichtlich ist die Auswirkung beim Hin- und Her-Schalten von IQbal.

Schwache Stationen können mehr profitieren

Die theoretisch größere bzw. nützlichere Funktion dürfte mit einer DRM-Station einerseits und einer sehr schwachen AM-Station im Spiegelfrequenzbereich, die kaum hörbar ist ohne IQbal, auftreten.

Der eingesetzte Empfänger ist ein Elektor_USB Empfänger.

Die Funktion ändert sich quasi automatisch nur in SoDiRa nicht in anderen Dekodierungsprogrammen. Die Funktion liegt in der gefundenen Software-Lösung

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
31-05-2008, 07:13
Weitere Beobachtungen zur softwaremäßigen Harmonisierung der beiden Kanäle I und Q.

Bei Versuchen mit SoDiRa Testversion 0.061 zeigt sich, daß das Verhältnis beider Kanäle sich immer wieder verändert. Dies kann im Spektrum des Programms auf der Spiegelfrequenz verfolgt werden. Im Laufe der Zeit ändert sich die Anzeige.

Heute habe ich mit 6075 kHz experimentiert und erhalte folgende Screens:

Ohne IQbal:

"ohne_6075.jpeg"

Der rote Strich markiert den Bereich der Spiegelfrequenz.

Mit IQbal stellt sich die Situation so dar:

"mit_6075.jpeg"


Der Spiegelbereich ist als Peak nicht mehr erkennbar.

Es scheint mir noch zu früh, den möglichen Gewinn durch IQbal zu beziffern. Er scheint zwischen 15 – 25 dB zu liegen. Eine Menge.

Die Veränderung der Spiegelamplitude im Laufe der Zeit signalisiert, daß hier wechselnde Faktoren tätig sind. In Frage kommen:

O DDS-Generator mit Teiler-ICs

O Ankommendes Sendersignal incl. Phasenverschiebungen

O Unregelmäßiges Arbeiten der Soundkarte

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
26-06-2008, 14:43
Hallo,

heute konnte ich die Version 0.062 von der Seite von Bernd Reiser downloaden.

Alle Funktionen werden auf der Internetseite erklärt auch die neuen wie DFilt, iNB und Ergänzungen bei Config.

Das Programm ist zur Zeit eines der aktivst weiterentwickelten.

Display hat eine erweiterte Ausstattung.

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
01-07-2008, 20:43
SoDiRa, Balanzierung der Kanäle I und Q

Es zeigt sich, daß ein Spiegelsignal praktisch immer nur aus einer Frequenz besteht aber offensichtlich nicht aus einem Frequenzbereich. Mit anderen Worten: Ein DRM-Signal taucht nie als Gesamtsignal als Spiegelfrequenz auf.

IQ-Balanzierung durch SoDiRa erbringt momentan einen Verbeserungsbereich von 15-25 dB, um die man die Spiegelfrequenz verringert, benutzt man IQBal.

Liegt eine starke Station als Spiegelfrequenz für eine schwächer hereinkommende Station, dürfte neben dem Aufruf von IQBal auch nützlich sein, die IF des IQ-Empfängers so zu verändern, daß der starke Sender an den Rand oder außer den Bereich des Spiegelfrequenz bereichs verschoben wird. Hier ist zu beachten, daß eine IF immer deutlich weg von 0 bzw
dem Maximalbereich des Spektrums von 24 kHz liegen muß, um problematische Stellen in der Mitte bzw. am Rand des Soundkartenspektrums zu meiden. Dies bei 48 kHz Samplerate der Soundkarte.

Wird der Platz hierfür knapp, können bei AM-Sendern auch die Optionen LSB oder USB genutzt werden. Durch dieses Verfahren können Optimierungsoptionen genutzt werden. Daneben durch Bandbreitenreduzierung.


Bei sehr großen Signalunterschieden, DRM hohe Signalstärke, AM, SSB sehr kleine Signalstärke können wenige Träger des DRM-Signals durchaus als Spiegelfrequenz störend wirken. Hier empfiehlt sich dann der Versuch einer IF-Verschiebung.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
11-07-2008, 17:04
Hallo,

ich hatte einmal 3 Ursachengruppen für Auftauchen von Spiegelfrequenzen genannt. Die Häufigkeit meiner Beobachtungen zeigt mir, daß das Eingangssignal der Verursacher ist.

Bei vollem Sonnenschein und nach Aufbau der D-Schicht sind Spiegelfrequenzen selten Das spricht dafür, daß solche Frequenzen auftauchen, wenn der Reflexionsraum in den höheren Schichten liegt.

Es liegt wohl nicht am Pegel des Eingangs.

Auf jeden Fall müssten ja die Gründe DDS-Generator und Teiler oder Verhalten der Soundkarte und ihrer Treiber ja unabhängig von Schichten jederzeit auftreten. Das kann ich aber nicht sehen.

Übrigens: Häufig sind nahezu 60 dB Differenz zwischen Nutz- und Spiegelsignal zu erreichen.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
28-07-2008, 11:49
Hallo,

der Autor legt die Testversion 0.063 vor. Sie enthält Korrekturen für das Umschalten zwischen Normalbetrieb und PLAY gespeicherter Files. Die Werte für IF speziell werden jetzt nach bei Stop wieder eingestellt.

Im CONFIG-Menü ist jetzt eine Optionsfläche aufgeführt, die speziell aufgerufen werden muß, um auch die AM/DRM-Erkennung einzustellen sowie schnelle Grafik.

Im neuen DIALOG sind jetzt schon Felder aufgeführt, die teilweise noch nicht aktiviert sind aber wohl auch die Entwicklungsrichtung von Bernd Reiser anzeigen. So etwa CWL, CWU. Die Morseliebhaber sind wohl genauso gespannt wie ich, wann diese Felder aktiviert werden können.

AMStereo: Auch wenn klar ist, daß AM-Stereo nur bei entsprechenden Aussendungen optimal wirkt, zeigt das Aktivieren speziell bei mittleren und schwächeren Signalen so etwas wie einen Pseudo-Stereo-Effekt. Da die Phasenverschiebung der beiden Träger bei Stereo notwendig für das Verfahren ist, ist es auch bei Übertragungen von Signalen, wo irgendwo auf dem Weg Phasenverzögerungen/Phasenverschiebungen auftreteten, möglich nicht optimierte Stereo-Effekte mitzuhören.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

drmdab
28-07-2008, 12:35
Danke für deine regelmäßigen Infos zu der Software, Wolfgang!

dadalbinder
29-07-2008, 10:22
Hallo,

es ist vielleicht noch nicht bekannt, daß auf der Website von Bernd Reiser auch Probefiles enthalten sind, die es ermöglichen, bestimmte Funktionen des Programms zu testen.

Zitat Bernd Reiser:

Soundfiles
(speichern per rechte Maustaste, mit SoDiRa per "play" Button abspielbar)

France Bleu 864 kHz
AM Stereo Demonstration, AM Signal ganz rechts

Radio Klassik
UKW FM stereo mit RDS, 192k Samplerate

Radio Vatican 7190 kHz
DRM mit SNR >35 dB

VT Digital 9460 kHz
DRM


AM Signal 17700 kHz
IQ Balancing Demonstration, (Taste "IQBal")

RTL Radio 6095 kHz
Störaustaster Demonstration, (Taste "iNB")

Im Anhang füge ich einen Screen von 864 kHz bei, AM-Stereo.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

drmdab
29-07-2008, 10:56
Leider reagiert die Software nicht mehr, wenn ich das FM-Beispiel lade. Der Ton läuft weiter, aber das Programm ist abgestürzt...

dsp4swls
29-07-2008, 12:28
Leider reagiert die Software nicht mehr, wenn ich das FM-Beispiel lade. Der Ton läuft weiter, aber das Programm ist abgestürzt...

Hallo,

typisches problem bei zu geringer CPU power, Abhilfe: zuerst den FM Mode wählen und dann auch gleich noch den FM stereo mode, danach erst das file laden dann müßte es gehen (Erklärung: der VHF FM mode arbeitet mit voller IF bandbreite also ohne digitale filterung und dies führt zu weit weniger CPU last, -> siehe Taskmanager)

Grüße
Bernd

drmdab
29-07-2008, 13:46
Danke für den Tipp, jetzt funktioniert es! :)
Das Audio "ruckelt" zwar etwas, RDS wurde aber korrekt dekodiert.

dadalbinder
03-08-2008, 11:10
Von CQDL gibt es ein Sonderheft zum Thema SDR

Bodo Scholz, DJ9CS hat dort diverse Betrachtungen zum Thema SDR in IQ vorgetragen. Für den I/Q Empfang ist es nach seinen Beobachtungen doch so, daß zu jeder einzelnen Frequenz ein anderer Faktor für die Optimierung der beiden Kanäle notwendig ist. Auch innerhalb eines gewählten Frequenzbereichs ist es notwendig, zu optimieren. Das stützt meine Beobachtung, daß bei Frequenzänderung eigentlich immer optimiert werden kann, wenn man nicht mit der Ungenauigkeit zurechtkommt.

Gerade bei I/Q Empfängern, die in weiten Frequenzbereichen durchstimmbar sind, ist damit immer etwas in Sachen Optimierung zu tun, wenn nicht die Funktion IQBal die größten Schnitzer wieder ausbügelt.

Genauso können sich auch Frequenzen neben dem Alias-Bereich der Soundkarte noch im Signal mit Fehlträgern sich auswirken.

Mit anderen Worten: Jede einzeln optimierte Einstellung von I und Q Balance ist schon nicht mehr optimal, wenn die Frequenz auch nur um wenige kHz verschoben wird.

SoDiRa hat mit seiner Funktion IQBal die Fähigkeit, gegebene IQ-Relationen dauernd zu optimieren. Gehen wir von einer Spiegelfrequenzsicherheit im Elektor_USB Empfänger von 40 dB aus, so setzt SoDiRa da noch einmal zwischen 15-25 dB drauf. Damit ergäbe sich im Schnitt ca. 60 dB.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

maxpower
06-08-2008, 19:22
Von CQDL gibt es ein Sonderheft zum Thema SDR

Genauso können sich auch Frequenzen neben dem Alias-Bereich der Soundkarte noch im Signal mit Fehlträgern sich auswirken.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg


Hallo Wolfgang! Damit beschäftige ich mich gerade beim Test diverser Soundkarten. Zumindest teilweise müsste man diese durch Begrenzung der SDR Bandbreite und der Auswahl der Soundkarte in den Griff bekommen. Könntest du mir eine Kopie des Artikels zukommen lassen?


Viele Grüße,

Stephan

PS: Es gibt jetzt eine Pappradio Website, die Zug um Zug ausgebaut werden wird: www.pappradio.de

dadalbinder
11-08-2008, 15:19
Hallo,

seit kurzem gibt es eine neue Version des Programms von Bernd Reiser.

Im Appendix füge ich den Hauptscreen, der sich erweitert hat und nun permanent bestimmte Auswahlen anzeigt.

Das Config-Menü ist um eine weitere Funktion ausgeweitet worden.
Siehe auch Appendix.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
14-08-2008, 08:29
Hallo,

bei Empfang von DRM 6085 ergibt die Suche nach Spiegelfrequenzen dieses DRM-Signals verschiedene Positionen. Teilweise ist auf Spiegelfrequenzen auch Dekodierung möglich.

Ich füge insgesamt 4 dieser Screens zur Ansicht bei. 2 in dieser Notiz.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
14-08-2008, 08:31
Hallo,

hier die zweiten Screens. Auf 1225 kHz war teilweise DRM-Dekodierung möglich.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
09-09-2008, 13:28
SoDiRA ermöglicht mit seiner Fähigkeit SEARCH in Richtung UP oder DOWN den angeschlossenen Empfänger bei sinnvoll angeschlossener oder in der Nähe des
Meßobjekts beispielsweise Oszillatorfrequenzen zu messen bzw. auch andere Messaufgaben zu übernehmen.

Über die Funktion MIRROR (up oder down) kann dann auch nach der Originalfrequenz gesucht werden. So können auch entsprechend schwach oszillierende Audions etwa eindeutig mit ihrer momentanen Schwingfrequenz identifiziet werden

Ein interessanter Messpunkt ist bei Varicap-abgestimmten Oszillatoren das Plazieren eines isolierten Antennendrahts zum Antenneneingang des zur Messung verwendeten Empfängers auf der Abstimmdiode etwa mit Klebeband.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
17-09-2008, 10:45
Hallo,

eine weiter entwickelte Version ist auf der Seite des Autors downloadbar.

0.071
-UTF8 coding support within DRM text and label
-wavefile mode swapping while playing if not named
-tuning now downto 0 Hz
-no tuning after wave file playing if more than 2 USB clients available solved
-wrong levelmeter value solved
-wrong time output for mono wavefiles solved
-searching mode for real receiver solved

Ich habe die Informationen zur weitergeführten Version oben aufgeführt.

Viel Spaß beim Ausprobieren wünsche ich

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
19-10-2008, 14:36
Hallo,

beide Programme zeigen teilweise sehr unterschiedliche SNR-Werte.

Heute ist SoDiRa im Vorteil auf 13660 mit dem Elektor_USB Empfänger

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

andimik
21-10-2008, 14:59
Ich habe mit der neuen Version mit SoDiRa allerdings noch nie ein DRM dekodieren können, anscheinend ist da etwas verstellt.

DReaM klappt problemlos.

Die SNR-Werte bitte auch nicht ernst nehmen, habe gestern parallel mit zwei PCs (gleiches Signal) geloggt, je nach DReaM-Version waren die Werte unterschiedlich, hier der Vergleich:

OK1MJO
21-10-2008, 21:36
Hi.
Someone knows something about it when SoDiRa cooperate with the Himalaya via USB?

dadalbinder
22-10-2008, 21:38
Hallo,

aus dem Screen entnehme ich, daß ein Elektor_USB Empfänger vorhanden ist.

Hier ein Screen meiner Konstellation mit Dialog- und Config-Screens

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

PS: Nun mit der richtigen Datei im Attachment

andimik
23-10-2008, 08:44
Einstellungen sind ident, aber trotzdem danke für den Tipp.

Analog kann ich in SoDiRa die Stationen hören, digital nicht??? In früheren Versionen klappte es aber.

Werde am Wochenende wieder testen, woran es liegt.

dadalbinder
23-10-2008, 11:30
Hallo,

noch ein kleines Nachwort:

Wenn ich zwangsweise andere Samplerates als 48 kHz einstelle, versagt SoDiRa bzw. versucht, 48 kHz für DRM wiederum einzustellen.

Sollte ein Soundkartentreiber bewußt auf eine andere Samplerate fixiert sein, könnte das ein möglicher Grund sein.

Übrigens: Bei mir stürzt in solchen Fällen SoDiRa ab bzw. bleibt stehen.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

dsp4swls
23-10-2008, 17:17
Hallo,

ich bin umgezogen und habe immer noch kein Internet um neue Versionen upzuloaden.

Die Version 0.070 und 0.071 haben einige Fehler die ich schon berichtigt habe. Außerdem kommen noch einige Neuerungen hinzu wie Klick und Wheel Abstimmung mit der Mouse und volle Unterstützung bis 192 kHz für alle Modes auch DRM.

Grüße
Bernd Reiser

andimik
28-10-2008, 07:30
Wolfgang: Spitzentipp!!!

andimik
31-10-2008, 07:15
Habe heute zum ersten Mal mit SoDiRa geloggt, aber die TXT-Datei ist nicht wirklich 100% kompatibel für DRMcalc 6.3

Es fehlt die Frequenz, das Label, die Version stimmt nicht, etc.

dadalbinder
31-10-2008, 18:17
Hallo,

ja so ganz ist das ohne weitere Vorbereitung nicht kompatibel.

Man kann etwa die Koordinaten an der richtigen Stelle und am richtigen TAB
einfügen.

Die Versionsnummer muß - denke ich - bei jeder Version immer manuell umgestellt werden.

Da Bernd Reiser, der Autor, hier mit hereinblickt, wird er es sich wahrscheinlich für eine Änderung notieren.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
05-11-2008, 19:00
Hallo,

seit kurzem ist eine neue Version downloadbar.

Die Einstellung der Samplerates in CONFIG ist jetzt nicht mehr schädlich für die DRM-Dekodierung. DIALOG zeigt in diesem Fall offensichtlich 48 kHz unter DRM auch wenn andere Samplerates eingestellt werden.

Die Einstellung der Frequenz ist jetzt auch mit dem Scrollrad der Maus durchführbar. Die Einstellung scheint bisher sich auf die 100 Hz-Schritte zu konzentrieren. Günstig für Einstellung von SSB-Sendungen. Sie scheint jetzt wesentlich erleichtert.

Alle Details des Fortgangs des Programms sind auf der Website von SoDiRa aufgeführt.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
17-12-2008, 09:24
Hallo,

eine neue Version 0.73 ist downloadbar.

PAPPRADIO als Empfänger ist jetzt implementiert.

Das LogFile für DRMCalc ist jetzt geändert. Die RX-Position muss manuell eingetragen werden.

Ein kleiner Screen zur Empfängersteuerung ist angefügt.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
23-12-2008, 20:17
Hallo,

das Eintreffen des Pappardios mit Preselektor erlaubt einen Test des Programms mit dem Programm.

Anbei im Appendix ein Screen der Situation.

Für Pappradio ist keine Kalibrierung vorgesehen, insofern gibt es bei AM syn eine 10 mal größere Offset-Anzeige.


Wolfgang Hartmann, Nürnberg

maxpower
23-12-2008, 22:05
Hallo Wolfgang!

Schön, dass es doch noch vor Weihnachten bei Dir angekommen ist. Ich bin gespannt auf Deine Empfänge, Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge.

In SoDiRa ist ja die Steuerung recht frisch eingebaut. Der Offset kann von Dir - soweit ich weiß - in SoDiRa so eingestellt werden, wie du es brauchst. Dafür kannst Du den Offset-Schalter aktivieren und den benötigten Offset einstellen?!

Bei allen I/Q Empfängern, die mit Soundkarte arbeiten, ist ein Offset von 10 - 15 kHZ empfehlenswert, da der Nulldurchgang oft stärker gestört ist durch Brumm etc als die höheren Frequenzen. Beim Fraunhofer DRM Softwareradio ist ein Offset von 12 kHz vorgesehen, Dream nimmt das nicht so genau, aber 12 sind mehr oder weniger Standard.

Viele Grüße und schöne Weihnachten,

Stephan (der gerade die restlichen Pappradios für dieses Jahr baut, bevors an die nächste Generation geht.)

dadalbinder
24-12-2008, 08:48
Hallo Stephan,

immer, wenn etwas Neues auf den Tisch kommt, braucht es eine Weile bis man so weit, ist ein Urteil abzugeben. Pappradio arbeitet mit SoDiRa recht gut und es hat den Vorteil, daß relativ einfach ist, damit umzugehen, wenn man erst einmal alle Parameter eingestellt hat.

Im Gegensatz zur Steuerung beim Elektor_USB innerhalb des Programms, hat Bernd Reiser eine solche Möglichkeit bei Pappradio nicht oder noch nicht vorgesehen (Offset). Es wäre schön, sie würde eingefügt.

Meine Erfahrung zeigt, daß bei Pappradio eine Offset-Frequenz so um die 90 bis 100 Hertz angezeigt wird.

Um das exemplarisch zu machen, füge ich zwei Screens bei. Dies bei Empfang von 6155 kHz einmal eingerastet einmal ausgerastet. Der Fangbereich von AM sync ist nicht groß genug, um ein Ausrasten zu vermeiden. In solchen Fällen schaltet man auf AM (pur) um.

In dieser Kombination sind Programm und Empfänger eine recht unkomplizierte Kombination, die wahrscheinlich auch wenig CPU Kapazität frisst.

Die Pappradio - Seite könnte helfen, eine Schritt für Schritt Anleitung für Newcomer bzw. Nicht-Techniker zu geben.

Ich grüße und bedanke mich bei allen, die meinem Hobby neue Impulse bieten. Also Empfänger-Anbietern und Programmgestaltern.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
24-12-2008, 10:58
Hallo,

erste Empfangsergebnisse zeigen in Zusammenarbeit mit SoDiRa ganz gute Empfangsergebnisse.

Ich füge als Appendix einen Screen von DRMCalc bei. Dabei habe ich meine Koordinaten nachträglich eingefügt.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
09-02-2009, 11:51
SoDiRa 0.73 vornehmlich I/Q Betrieb

Verschiedene Bemerkungen zu Programmeigenschaften machen es möglicherweise nützlich, noch einmal auf bestimmte Eigenschaften von SoDiRa ab Version 0.73 hinzuweisen.

Das Programm ist in der Lage, die Differenz zwischen Einstellung des VFO und seiner wirksamen Komponenten zu der Empfangsfrequenz auf einfache Art zu verschieben. Letzten Endes kann mit einer solchen Fähigkeit störende Spiegelfrequenzen leicht umgangen werden. Ein typischer Anfängerfehler, die Empfangsfrequenz auf die VFO-Frequenz zu setzten, führt zu wenig befriedigenden Dekodierungsergebnissen.

Insbesondere die Nebenfunktionen des Programms über die offensichtlich sehr einfachen grundsätzlichen Einstellmöglichkeiten wurden bisher möglicherweise übersehen.So:

„Verschiebung - shift
Dient der Optimierung des Abstandes zu Störsignalen. Mit dieser Option werden Oszillatorfrequenz und Zwischenfrequenz immer gemeinsam verändert so das die empfangene Frequenz immer gleich ist. Eine eventuell vorhandene Speigelfrequenz bewegt sich aber aus dem Spektrum hinaus.“

„Oszillatorsperre - mlock
Ist der Schalter aktiviert kann die Oszillatorfrequenz nicht mehr geändert werden. Dadurch kann innerhalb der Zwischenabstimmung die Oszillatorfrequenz nicht mehr aus Versehen geändert werden.“
Beide Anmerkungen aus der Homepage von Bernd Reiser. Zusätzlich kann gesagt werden, daß für den Fall von I/Q-Empfängern spontan die Empfangsfrequenz verändert werden kann (normaler Abstimmvorgang) als auch die IF. So kann beispielsweise eine ungünstige Spiegelfrequenz in einer tatsächlichen Abstimmung verschoben werden.
Diese Probleme treten bei sogenanntem REAL-Audiosignal nicht auf, weil hier keine I/Q-Situation zwischen den bestimmenden Parametern: VFO-Signal und Empfangssignal auftreten.

Interessanter Test:
„Spiegelabstimmung - mirror tunnig
Einige Empfänger produzieren Scheinfrequenzen, um nun auf die eigentliche Sendefrequenz abzustimmen kann man diese Option benutzen. Umgekehrt kann man auf einer bereits bekannten Sendefrequenz alle Spiegelfrequenzen des Empfängers herausfinden.“
Die Tests können je nach eingesetztem Empfänger durchaus relativ unterschiedliche Ergebnisse zeitigen. Bei mir liegen Erfahrungen mit Elektor_USB und Pappradio – Empfängern vor. Die Suche nach durch Mirror abwärts gesuchten Nebenempfangsstellen kann Aussagen zum Empfängerkonzept machen.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

PS: Ich empfehle den ganzen Text auf der Webseite zu anderen Bedienungsmöglichkeiten der Abstimmung einmal konzentriert durchzulesen und testweise anzuwenden. Generelle_Info im Appendix.

drmdab
14-02-2009, 09:04
Ist eigentlich geplant, auch DRM+ mit SoDiRa dekodieren zu können? Ebenfalls wäre eine Steuerung des Digital World Travellers für mich nicht uninteressant. :) Es gibt an dieser Stelle (http://www.codingtechnologies.com/products/assets/digtrav_update.htm) die "tuner interface descripsion" (ganz unten). Vielleicht hilft die ja bei der Entwicklung? :cool:

dsp4swls
14-02-2009, 12:49
Ich warte schon sehnsüchtig auf die DRM+ Spezifikation. Bishar ist sie noch nicht verfügbar. Ich hatte schon mal direkt bei der TU Kaiserslautern bei dem Entwicker des Spark Transmitters angefragt ob eine Vorabversion verfügbar wäre.
Also wenn es denn mal eine Spezifikation gibt, werde ich DRM+ implementieren.
Außerdem benötige ich dann noch ein aufgezeichnetes Signal, vielleicht könnte mir jemand ein DRM+ Signal aufzeichnen (1 min lang, wav-Format, 96 khz samplerate) und mir schicken. Ich könnte mir auch eines mit Spark generieren aber ich will möglicht ein Signal das störbhehaftet ist.
Weitere Empfänger werde ich auch noch einbauen. Dazu muß aber eine
komplette HW Beschreibung oder ein Stromlaufplan vorliegen. Mein Anliegen ist es 100% der Interfacesteuerung selber zu programmieren, also keine dlls wie Hamlib zu benutzen. Dies trifft aber leider auch für den Digital World Traveller zu.

Grüße
Bernd Reiser

dadalbinder
12-03-2009, 21:36
Hallo,

nach längerer Hörzeit ergibt sich bei mir der Eindruck, daß die Abweichungen der linken und rechten I/Q-Kanäle durchaus von der Modulationsfrequenz abhängen.

Beim Hören von 6155 kHz - Luftlinie so um die 450 km - zeigt sich, daß der Träger alleine kaum eine Abweichung in einer Spitze anzeigt. Das ändert sich bei Sprache (tiefere Töne) zu leicht erhöhten Werten und zeigt Spitzenwerte wenn etwa Violinentöne erklingen.

Dies könnte auch an der Art der Modulation liegen, ich denke aber, daß dieser Effekt auch bei gleichartigen Situationen ebenfalls vorliegt und sich bemerkbar macht. Vor einer solchen Aussage mache ich immer eine Vorprüfung, ob generell ein Signal auf der Spiegelfrequenz im I/Q-Bereich vorliegt, also keine Konkurrenz vorliegt.

Mit anderen Worten: Eine Verschiebung der I/Q-Balance tritt offensichtlich mit der Modulation eines Senders auf. Diese Verschiebungen liege ja im Nahbereich um +/- 5 kHz maximal. Bei solch kleinen Differenzfrequenzen tritt eine Ungleichheit beider Kanäle auf.

Liegt dies in der unterschiedlichen Konstruktion der Empfänger? Bei mir Elektor_USB oder PappRadio?


Ich grüße

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
14-03-2009, 16:42
Hallo,

Bernd Reiser hat inzwischen eine neue Version auf seine Seite gesetzt.

Die Log-Erstellung sieht jetzt zwei deutlich unterschiedene Wege vor:

- Die DRMCalc-Einstellung, bei der nur noch die Koordinaten des RX manuell
eingegeben werden müssen.
- Die Möglichkeit die SoDiRa - Auswertung mit GNUplot auszuwerten.

Für PappRadio wurde jetzt die Offset-Kalibrierung ermöglicht. (Mein Pappradio habe ich momentan ausgeliehen)

Im FM-Bereich ist jetzt ein Squelch realisiert.

Alle neuen Funktionen und Korrekturen sind auf der Seite von SoDiRa nachlesbar.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
16-03-2009, 08:09
Hallo,

der Autor von SoDiRa hat eine Hilfe für die GNUplot-Verwendung neu auf seine Homepage gesetzt.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

drmdab
17-03-2009, 11:56
Man könnte doch bestimmt auch eine Funktion zum Abspielen der .drm-Dateien vom Radioscape-Modul einbauen, oder? :) :)

dadalbinder
17-03-2009, 16:05
Hallo,

alle neuen Eigenschaften von LOGs aus meiner Sicht habe ich in einen Text übertragen, der im Appendix steht.

Viel Spaß bei den erweiterten Analysemöglichkeiten des Programms.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
06-04-2009, 12:16
Hallo,

hier müsste man Bernd Reiser auf seiner EMail-Seite ansprechen. Das Minimum, das er bräuchte, wäre wohl ein entsprechendes File passender Größe, das man ihm per Internet zusenden müsste.

Ob er in seiner Prioritätenliste dafür Zeit hat, kann nur von ihm erfragt werden.
Im Zweifelsfall gleich ein File mit anbieten.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
06-04-2009, 12:19
Hallo,

hier ein JPEG-File aus dem normalen Log-Alltag von SoDiRa.

Ich habe das EMF-Bild umgesetzt in ein JPEG-File (siehe Appendix).

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
11-05-2009, 17:10
Hallo.

seit wenigen Tagen gibt es eine neue Version der Software, die systematisch in Schritten weiter entwickelt wird.

Schritte können auf der Internetseite des Autors nachgelesen werden.

Veränderungen bei DCF77-Dekodierung, AMSS optimiert und 12 kHz-Dekodierung in DRM.

SoDiRa ist ein Programm, das klassiche AM-Dekodierungen wie DRM aber auch SSB, USB, LSB und FM dekodieren kann.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
14-05-2009, 09:54
Hallo,

auf der Internetseite von ELO steht ein Artikel über den Einsatz des Elektor_USB Empfängers zusammen mit einem vorgeschalteten Empfänger.

Damit lassen sich im Gegensatz zu manchen fragenden Vermutungen FM-Sendungen einwandfrei dekodieren.

Restetuner sind verschiedentlich noch zu erwerben. Zumeist mit Drehko-Benutzung und Dokumentation.

Durch die Verstärkung des Tuners bis zum ZF-Ausgang ist zumeist eine ausreichende Feldstärke zum problemlosen Empfang gegeben.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
17-10-2009, 16:24
Hallo,

auf der Internet-Seite von Bernd Reiser steht eine Information darüber, daß in Küze eine Testversion für DRM+ erscheinen wird.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

drmdab
17-10-2009, 16:33
Oh, das ist interessant! Mit welchem RX könnte man denn entsprechede Signale empfangen?

dadalbinder
18-10-2009, 07:37
Hallo,

ich habe diverse Versuche gemacht, FM mit einem FM-Tuner, der 10,7 MHz liefert, zu empfangen. Es geht ganz gut. Hartes Kriterium ist bislang im Arbeiten mit SoDiRa die Samplerate von 192 kHz einer geeigneten Soundkarte. Mit 96 kHz gehen manche Funktionen auch. Dies mit Elektor_USB Empfänger.

Ich vermute, daß DRM+ auch über eine ZF höherer Art gehen wird. Also wahrscheinlich doch 10,7 MHz. Vor allem, weil ja Empfänger wohl in der Zwischenzeit auch FM im Band empfangen sollen. Einen entsprechenden Tuner, der geeignet für Experimente ist, kann man hie und da als Restposten kaufen.

Es scheint nichts dagegen zu sprechen, ein 10,7 MHZ-Signal aus einem bestehenden Empfänger zu ziehen. Allerdings sollte dann letzten Endes die AFC-Fähigkeit oder auch die PLL abgeschaltet sein. Sonst kommt man nicht auf die neuen Frequenzen zwischen den FM-Stationen. Scheint so zu sein, daß ein Surplus-FM-Modul mit ZF-Ausgang einfacherer Art nützlicher sein könnte.

Übrigens: Mit einem DRM+ Modulator kann man sich auch anfangs behelfen.
Es bleiben noch Fragen, der Weg vor uns ist teilweise noch unbekannt aber wir können beginnen.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
18-10-2009, 08:07
Hallo,

im deutschsprachigen Forum gibt es einen Thread DRM Transmitter Spark.

Als Ergänzung möchte ich darauf noch einmal hinweisen.

Hier ist es möglich, sich DRM+ Files zu erstellen und dann entsprechend zu testen.

Übrigens ist unter SoDiRa auch ein Vermerk zu erstellten Files zu sehen, die man sich herunterladen kann. Damit ist der Test im Trockenen jederzeit möglich.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
05-11-2009, 20:47
Hallo,

eine neue Version des Programms ist ab heute downloadbar.

Vor allem im Dialog sind Veränderungen sichtbar. Bernd Reise weist in seiner Webseite darauf hin. Optisch sind die Änderungen für geübte User sofort sichtbar.

Ein Anhang zeigt die neue Situation bildlich. Empfang von 1296 kHz mit Elektor_USB Empfänger.

Gleichzeitig bleibt spannend, wie der Autor die weitere Entwicklung zum DRM+ Standard weiterführen kann.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
06-11-2009, 06:48
Hallo,

Bernd Reiser hat eine Version 0.77b zum Download bereitgestellt.

Ich vermute, daß hier bei der SNR-Ermittlung eine Änderung durchgeführt wurde.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
04-12-2009, 17:23
Hallo,

eine neue Version ist downloadbar, die systematische Erweiterungen bringt.
Einen automatischen Modus: BROADCAST und Einführung von RDS-Text und Optimierungen im RDS-Betrieb.

Die wichtigsten neuen Dialog Screens sende ich separat nachfolgend.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
04-12-2009, 17:24
Eine erste Folge

dadalbinder
04-12-2009, 17:27
Ein Nachzügler.

Gutes Experimentieren mit der neuen Version

Ich grüße

W. Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
04-12-2009, 20:10
Hallo,

AM-Stereo (C-QUAM)

Aus Anlaß des ersten Experimentierens mit der neuen Version 0.80 fällt mir
auf, daß Aktivierung von AM-Stereo (nicht in allen Fällen) aber doch markant eine breitere Audiobasis ergibt als bei anderen Einstellungen im Bereich AM. Besonders markant bei Einleitung des Signals in eine zweikanalige Audio-Anlage.

Mit anderen Worten: Es muß wohl (ist meine Vermutung) eine Phasenverschiebung zwischen "USB"-Anteil des Signals und des "LSB"-Signals geben, das sich in manchen Fällen so zeigt, wie oben beschrieben... und damit so etwas wie ein Quasi-Stereo-Signal ergibt.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
18-12-2009, 09:11
Hallo,

eine von Bernd Reiser erhaltene Sonderversion für erste Tests von DRM+ ermöglicht, durch SPARK Transmitter erzeugte DRM+ Files zu dekodieren.

Die beigefügten Screens zeigen einen ersten Erfolg.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
21-12-2009, 18:03
Hallo,

die neue Version bringt nun eine Hauptschaltfläche BROADCAST. Hierhin ist die automatische Versionserkennung des Programms in AM, DRM, FM gesetzt worden.

Für Interessenten der FM-Technik geht man im DIALOG weiter auf FM. Dann ist die Einstellung sehr vieler und in Zukunft noch wachsender Empfangsparameter möglich.

Um ein Bild aus der Praxis zu zeigen, lege ich im Appendix zwei Bilder ab, die für Experimentierwilige sowohl den Hauptscreen (für Signalform) als auch den FM-Dialog mit seinem Einstellungsstatus zeigen.

Nun fehlt eigentlich nur noch die dauerhafte Implementierung des Modus DRM+ oder DRME. Hier können zumindest WAV-Files eingelesen werden, um mit den Möglichkeiten vertraut zu werden.

Ich nehme an, daß die Frequenzzuweisungen für DRM+ ebenfalls im Rahmen einer ZF von 10,7 MHz hardwaremäßig abgearbeitet werden können.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
04-01-2010, 18:04
Hallo,

ein Träger in einem DRM-Signal wirkt sich aus. So vermindert das Störsignal im Bild aus dem Appendix eine Änderung des SNR von ca. 25 dB auf 0 dB.

Ein Signalgenerator speiste über eine Klemme über einem isolierten Antennendraht sein Ausgangssignal ein.

Was bisher meist nur vermutet werden konnte bei schlechten SNRs im guten DRM-Spektrum, lässt sich jetzt zeigen.

Ich grüße und wünsche ein Gutes Neues Jahr

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
06-01-2010, 17:45
Neue Version von SoDiRa

Auf der Internetseite von Bernd Reiser kann eine neue Version downgeladen werden, die insgesamt mehr Einsicht über die innere Programmstruktur, verwendete oder einstellbare Parameter enthält.

Beigefügt ist nach dem Entpacken, das in mehreren Subdirectories erfolgt, auch ein PDF-File enthalten, das weitere Informationen wiedergibt.

Die Version ist downloadbar unter SoDiRa API, Version 0.013. Sie zeigt im Hauptscreen die Version 0.80 und ist wie gewohnt einsetzbar.

Zu DRM+ ist der Stand, daß Files ohne Dekodierung über PLAY aufgerufen werden können; die Dekodierung erfolgt in dieser Version noch nicht. Es bleibt weiter spannend.

Bernd Reiser ruft zur Dikussion und Erfahrungsaustausch auf.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
12-03-2010, 15:43
Hallo,

Vor allem im Bereich AM und der Anpassung an Windows 7 sind Veränderungen (Audio) festzustellen. Speziell in der Verwaltung von Audio-Strömen ist Windows 7 etwas eigen und ungewohnt.

Da der Autor Bernd Reiser immer sehr kurz mit Anmerkungen ist, ist hier nach einer Probezeit die neue Version voll zu organisieren. Erfahrene SoDiRa-Nutzer sind eingeübt.

Ich dokumentiere im Appendix den Hauptscreen sowie den Screen AM. Hierzu wird man feststellen, daß Funktionen dazugekommen sind, gleichzeitig bestimmt Einstellungen offensichtlich späteren Versionen vorbehalten sind. Eine Arbeitsplattform, die unauffällig ohne Ausfälle funktioniert.


Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
29-03-2010, 07:34
Hallo,

es ist eine neue SoDiRa-Version verfügbar.

Die große Neuheit ist ein Handbuch zu dem Programm als PDF-File. Hier sind in einer praktikablen Mischung generelle Informationen und Hinweise zur Bedienung enthalten. Bisher war man auf eigenes Probieren angewiesen jetzt kann man tiefere Informationen dem File entnehmen.

Gleichzeitig sind auch generelle Hinweise zur SDR-Technik enthalten und zur Verwendung bzw. Einsatz von Soundkarten und deren Mögllichkeiten.

Mit allen neuen Erweiterungen setzt das Programm eher einen neuen Standard mit seinen vielfachen Einsatzmöglichkeiten auch Steuerungs-DLLs für neue Empfänger.

Viel Spaß und Nutzen bei den erweiterten Einsichten

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
10-05-2010, 22:19
Hallo,

eine neue Version von SoDiRa ist downloadbar.

Die Version enthält sowohl die gewohnte Dekodierung als auch über eine Schaltfläche die Dekodierung von DRM+.

Damit können vorerst Versuche mit DRM+ Files, die etwa durch SPARK erzeugt wurden, eingesetzt werden und erste praktische Tests erfolgen.

2 Programmscreens füge ich im Appendix bei.

Es ist zu hoffen, daß erste Versuchsschaltungen für DRM+ und entsprechende Experimental- oder Testsender aufscheinen werden.

Auf dieser Basis könnte ein kleiner Austausch von DRM+ Files erfolgen.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
11-05-2010, 10:59
Hallo,

Bernd Reise hat auf seiner Internetseite ein File zum Download angeboten, das mit SPARK generiert worden ist und zusammen mit der Version 0.83 arbeitet.

Im Gegensatz zu einer ersten DRM+ Sonderversion arbeitet das Programm nun wesentlich vereinfachter und offensichtlich einwandfrei in DRM +.

Zu Anschauungszwecken habe ich den Hauptscreen in DRM+ mit dem Screen und das Modus-Fenster DRM mit DRM+ in den Appendix gestellt.

Bis zum Erscheinen erster Empfänger und natürlich auch Sender für den Bereich DRM+ ist die Generierung durch SPARK die einzige Möglichkeit, DRM+ Files zu generieren. Möglicherweise gibt es auch Testmitschnitte aus Versuchsregionen.

Für das Generieren von Testfiles in SPARK ist eine große Aufmerksamkeit erforderlich, alle Parameter ausreichend einzustellen.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

PP5AZF-Ataliba
13-05-2010, 00:59
Does anyone have any file in WAV format recorded on SODIRA available on the Internet for the download link? I would like to do some tests with 0.83 SODIRA with recorded files. Send information or small files to WAV ataliba@intercorp.com.br.
Then I test between two computers and broadcast on VHF microtransmissor.
We also test transmission software with DRM + and SPARK USRP boards: http://www.ettus.com/order


Alguém tem algum arquivo no formato WAV gravado no SODIRA para disponibilizar na internet o link para download? gostaria de fazer uns testes com SODIRA 0.83 com arquivos gravados. Enviar informações ou pequenos WAV arquivos para ataliba@intercorp.com.br.
Depois vou testar entre 2 computadores e transmissão em VHF com microtransmissor.
Queremos testar também transmissão DRM+ com software SPARK e placas USRP: http://www.ettus.com/order

dadalbinder
13-05-2010, 07:36
Hello,

there is one file on the pages of SoDiRa on the internet-platform.

It is called SPARK DRM + Demonstration

You could easily download it. It has a volume about 30 MBytes.

Happy experimenting.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
14-05-2010, 09:42
Hallo,

Das Abspielen von WAVE Files wird unterschiedlich (Version 0.83) gehandhabt.

Teilweise ist die 4. Schaltfläche aktiv.

Einen kurzen Text habe ich in den Appendix gestellt.

Da es mit unterschiedlichen Modi erzeugte Files gibt, lässt sich keine ganz eindeutige Empfehlung geben. Ich hoffe, daß der Text den Weg erleichtert, sich hier experimentell zu betätigen.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
03-06-2010, 12:02
Hallo,

Bernd Reiser machte im Forum SPARK darauf aufmerksam, daß Merkmale des Arbeitens von aufgerufenen WAV-Files im Handbuch, das auf der Internetseite steht, entnommen werden können.

Um es kurz zu sagen: Von SoDiRa gespeicherte Files können ohne weiteres eingelesen werden.

Files, die etwa von SPARK stammen, erfordern eine Einstellung des Modus in der 4. Schaltfläche unter dem Menüpunkt WAV Files.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

DRM-OM
08-06-2010, 06:42
Mit anderen Worten: Es muß wohl (ist meine Vermutung) eine Phasenverschiebung zwischen "USB"-Anteil des Signals und des "LSB"-Signals geben, das sich in manchen Fällen so zeigt, wie oben beschrieben... und damit so etwas wie ein Quasi-Stereo-Signal ergibt.

Bei korrekter Umsetzung dürfte der CQAUM-Decoder hierzulande überhaupt nicht ansprechen, da der nötige 25Hz-Pilot bei hiesigen Sendern fehlt.

Aber auch sonst spielen die Seitenbänder nicht die Rolle.
Das Mono-Signal ist normal AM-moduliert, das Differenz-Signal (L-R) ist auf einen 90°verschobenen Träger moduliert, der dann unterdrückt wird (Zweiseitenband ohne Träger). Beide Teilsignale werden addiert.

dadalbinder
08-06-2010, 08:54
Hallo,

Wo liegt der auslösende Faktor für die Erscheinung?

Der Pilotton fehlt.

Jetzt ist die Frage, wie mit den beiden Signalanteilen, ich nenne sie noch einmal LSB-Anteil und USB-Anteil in der Software verwaltet bzw. organisiert werden.

Der normale Vorgang in der Softwaerdekodierung scheint zu sein, LSB-Anteil zu dekodieren und USB-Anteil und beide phasenrichtig zu mischen. Dann hätte man ein Mono-Signal, wenn die Stereokanäle links und rechts synchron mit dem erzeugten Mono-Signal gespeist werden.

Was passierte, wenn der LSB-Anteil in den einen Kanal und der USB-Anteil in den zweiten gehen? Unterschiede zwischen den Kanälen wären hörbar, wenn sie existieren

In DSP-Radios aus China wird für ein volleres Signal bei AM-Modulationsarten gewählt: Ein Kanal wird gegenphasig geschaltet. Damit ist ein irgendwie breiteres Signal bei der Wiedergabe gewählt. Schaltet man beide Kanäle zusammen und hört die Mischung ab, ertönt eine Sammlung von Differenztönen aber keinesfalls das Signal, das stereomäßig weiter gegeben wird.

Was hat Bernd Reiser nun programmiert und warum ist AM-Stereo zu aktivieren? Analysiert die Software einen Phasenunterschied zwischen den LSB- und USB-Hilfssignalen und arbeitet wie im richtigen Stereomodus bei Wahl von AM-Stereo?

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

DRM-OM
09-06-2010, 08:27
Wo liegt der auslösende Faktor für die Erscheinung?

Der Pilotton fehlt.

Jetzt ist die Frage, wie mit den beiden Signalanteilen, ich nenne sie noch einmal LSB-Anteil und USB-Anteil in der Software verwaltet bzw. organisiert werden.
Ich halte es nicht für sinnvoll, hier ständig - wider besseres Wissen - falsche Begrifflichkeiten zu verwenden.

Tatsache ist, daß es sich um zwei ganz normale Zweiseitenbandsignale handelt, die um 90° phasenverschoben auf demselben Träger übertragen werden.
http://en.wikipedia.org/wiki/C-QUAM

Das In-Phase-Signal überträgt L+R, das Quadratursignal L-R.
Durch Addition bzw. Subtraktion ergibt sich L bzw. R.
Once fully demodulated at the receiver, adding the two together yields the left channel again (L+R + L-R = 2L), and subtracting the difference then gives the right (L+R - L-R = 2R). This method of multiplexing audio is common to all analogue stereo systems.
http://www.knowledgerush.com/kr/encyclopedia/C-QUAM/

Raumwelleneffekte bewirken nun den allseits bekannten Selektivschwund, wodurch sich Amplituden- und Phasenänderungen sowohl der Seitenbänder als auch gegenüber dem Träger ergeben, sodaß die einfache Addition der dann "verbogenen" Anteile nicht mehr das gewünschte Ergebnis bringt.
Bei einem Stereo-Signal ergeben sich wandernde Basisbreiten und Balance, bei einem Mono-Signal ergeben sich durch die ausbreitungsbedingten Phasenverschiebungen scheinbare Quadraturanteile, die nach der Differenzbildung zu unterschiedlichen rechten und linken Kanälen führen - ganz normal.

In DSP-Radios aus China wird für ein volleres Signal bei AM-Modulationsarten gewählt: Ein Kanal wird gegenphasig geschaltet. Damit ist ein irgendwie breiteres Signal bei der Wiedergabe gewählt. Schaltet man beide Kanäle zusammen und hört die Mischung ab, ertönt eine Sammlung von Differenztönen aber keinesfalls das Signal, das stereomäßig weiter gegeben wird.
Im Idealfall ist - siehe oben - gar nix zu hören.

Der Pilotton fehlt.

Was hat Bernd Reiser nun programmiert und warum ist AM-Stereo zu aktivieren?

Ich gehe davon aus, daß er über den Tellerrand hinausschaut und das Programm auch andernorts nutzbar machen will.
AM-Stereo ist nach dem CQUAM-Verfahren in USA Standard und auch andernorts verwendet, z. B. Südafrika, Australien, einige wenige Stationen auch in Europa, z. B. in Paris, dort mit 300kW
http://www.fading.de/am-stereo.php

übrigens: damit hat man bisher demoduliert:
http://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/170163/MOTOROLA/MC13028A/+0W127WUILSxSPME+SpNCYwpL+/datasheet.pdf

maxpower
09-06-2010, 11:29
Tatsache ist, daß es sich um zwei ganz normale Zweiseitenbandsignale handelt, die um 90° phasenverschoben auf demselben Träger übertragen werden.
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Hallo ihr beiden!

Ich habe mich bislang nicht mit Stereo-AM beschäftigt, aber zumindest kann ich bestätigen, dass man oft beim einschalten von Stereo AM auch bei Mono-Sendungen/Sendern den Eindruck hat, als verbeitere sich die Hörbasis, man hat also das Gefühl, nicht unbedingt Stereo zu hören (weil man kann nichts konkret recht oder links zuordnen) aber man hat den Eindruck, als höre man mehr "rund" -dreidimensional- als frontal.

Ich vermute mal, dass Sodira den Pilotton vielleicht gar nicht auswertet sondern einfach auf Stereobetrieb umschaltet? Könnten dann, wenn wie auf Kurzwelle (und auch MW bei Skywave) üblich, Phasenverschiebungen im Signal auftreten, die diese Effekte hervorrufen?

73, Stephan

DRM-OM
09-06-2010, 19:50
Ich vermute mal, dass Sodira den Pilotton vielleicht gar nicht auswertet sondern einfach auf Stereobetrieb umschaltet? Könnten dann, wenn wie auf Kurzwelle (und auch MW bei Skywave) üblich, Phasenverschiebungen im Signal auftreten, die diese Effekte hervorrufen?
Genau das meinte ich!
Letztlich braucht die Software die Pilottonauswertung auch gar nicht, denn man kann ja davon ausgehen, daß die Benutzer technisch interessiert sind.
Bei Consumer-Radios ist das was anderes!

dadalbinder
23-06-2010, 20:26
Hallo,

die neue Version hat CELT implementiert.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
02-07-2010, 15:09
Hallo,

die neue Version arbeitet wie gewohnt mit von SPARK generierten Files zusammen. 2 Screenbilder zeigen die Situation.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
26-09-2010, 07:50
Hallo,

nach der Sommerpause ist SoDiRa für die CELT-Dekodierung auch mit Kompatibilität für Win98/Win2000 ausgestattet.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
03-11-2010, 07:57
Hallo,

im Laufe von Systemupdates von Windows XP hat sich die Brauchbarkeit des FTDI-Treibers verschlechtert.

Ablesbar daran, daß SoDiRa zwar gestartet werden konnte, aber nicht ins Laufen kam.

Abhilfe schafft ein Update des FTDI-Treibers über die Website von SoDiRa.

Ich grüße

Wolfgang Hartmann, Nürnberg