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View Full Version : Elektor DRM Empfänger


andimik
27-04-2007, 11:01
In der Zeitschrift Elektor wird in der Mai-Ausgabe ein Software Defined Radio vorgestellt.

Software Defined Radio

Mit USB-Interface

Der PC-gestützte Rundfunkempfang liegt im Trend. Denn für SDR braucht man nur wenig Hardware, dafür aber eine ausgefeilte Software. Unser SDR-Projekt zeigt, was heute machbar ist. Das Ergebnis ist ein universeller Empfänger von 150 kHz bis 30 MHz, der für DRM und AM-Rundfunk optimiert ist, aber auch Einblicke in die Welt des Amateurfunks ermöglicht.

Die fertig bestückte Platine ist ab Mitte Mai bei Elektor für 105 EUR erhältlich.

dadalbinder
28-04-2007, 21:34
Hallo,

ja heute ist der fertige Empfänger gekommen und hat seine ersten Schritte gemacht.

Das Downloaden eines Files und das Installieren braucht eine kleine Weile, dann läuft er eigentlich wunderbar. Er ist wohl wesentlich stärker als der Elektor_DRM_Empfänger und kommt teilweise an sehr starke Empfänger heran.

Es braucht eine Zeit, bis der Offset je nach Dekodierungsprogramm richtig eingestellt ist. Bei mir ist der Wert: -10.

DRM muß bei DREAM auf: Flip Input Spectrum eingestellt sein.

Die USB-Steuerung ermöglicht nicht nur die Frequenzeinstellung sondern auch Wahl der zwei Eingangsfilter neben Direkteingang. Dazu kommt die Einstellbarkeit von 3 NF-Pegeln für die Soundkarte.

Da man in den Dekodierungsprogrammen wie SDRadio oder DREAM die Auswirkung der Filtereinstellung sehen kann, wird möglicherweise der Wunsch nach härteren oder mehrpoligen Eingangsfiltern laut werden. Im Prinzip sind hier noch Schaltplätze frei, wo man solche Extensions bei Geschick einfügen kann.

Die Einstellung der Frequenzen ist je nach gewähltem Band in unterschiedlichen Abständen möglich. Falls es im Einzelfall nicht passt, sollte man in den Dekodierungsprogrammen bei AM etwa auf die Mitte des Trägers klicken. Für SSB werde ich den SDR von P. Carnegie einsetzen. Hier sind die Einstellmöglichkeiten einfacher zu realisieren.

Da es schon ein Abstimmungsprogramm von P. Carnegie für den benutzten DDS-Generator gibt, ist meine Hoffnung, daß Peter sich auch an die Aufgabe macht, Feinabstimmung zu implementieren.

Alles in allem ein wunderschöner Empfänger für Leute, die in Europa und über seine Grenzen hinaus Kurzwelle hören möchten. Mit der zweiten Filtereinstellung lässt er sich auch für MW optimiert einstellen.

Die Dekodierung von Signalen nicht nur bei DRM sondern auch bei AM zusammen mit der Einstellung der Filterbreite ergibt teilweise ein für KW-Hardware-Empfänger ganz neue Signalqualitäten, die bisher so in der Breite nicht zu hören waren.

Wolfgang Hartmann, 49N28, 11E00

PS: Ich werde damit beginnen, Angaben ins Logbuch zu machen. Aber morgen ist auch noch ein Tag.

dadalbinder
30-04-2007, 07:40
Hallo,

vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt.

Vor dem Einsatz sollte man seine Soundkarte mit einer einfachen Schaltung mit dem Timmer 555 testen. Ein Beitrag dazu steht auf:

http://www.b-kainka.de/iqrx3.htm

Für DRM muß DREAM mit der Option: c 4 gestartet werden. Entsprechend muß der Offset des Steuerprogramms angepasst werden.

Die Leistungsfähigkeit des Empfängers überrascht.

Wolfgang Hartmann, 49N28, 11E00

dadalbinder
02-05-2007, 17:50
Hallo,

im Umgang mit dem Empfänger und der Software ergeben sich nun auf 2 Rechnern einige Erfahrungen:

USB-Hub: Es scheint teilweise nicht gut, die Steuerung und eine USB-Soundkarte über einen Hub zu führen. Teilweise funktioniert das bei mir bei einem Rechner am anderen Rechner fuhrt es zum Chaos. Also: Im Zweifelsfall keinen USB-Hub nutzen bzw. erst mal testen, ob es ohne geht.

Die Qualität und Eigenschaften einer Soundkarte ist für I/Q wohl mit entscheidend. Hier kann nur probiert und verglichen werden.

Die Samplerate einer Soundkarte sollte anfangs eher auf 48 kHz eingestellt werden. Danach kann man 96 kHz testen. Im Anwendungsfall von SDRadio und DREAM zusammen sollte man ebenfalls mit 48 kHz Samplerate beginnen, um erst im nächsten Schritt die 96 kHz zu probieren.

Die bei mir eingesetzten und probierten Soundkarten sind bisher:

o SoundMax Onboard-Karte

o Soundblaster Live 5.1. Digital

o Soundblaster Surround 5.1. USB

Die besten Ergebnisse habe ich bisher mit Position 1 und Position 3 erreicht.

Wolfgang Hartmann, 49N28 11E00

andimik
05-05-2007, 09:54
Ich habe ihn mir auch bestellt und werde nach meinen Tests auch hier was reinschreiben.

Ansonsten: ukwtv.de (nach DRM suchen), da steht noch mehr drinnen bzw. http://forum.mysnip.de/read.php?8773,458306 für dieses Teil.

dadalbinder
05-05-2007, 12:48
Hallo,

die Frage, ob der neue Elektor ein neuer Empfänger ist, ist klar mit JA zu beantworten. Trotzdem ist es interessant, daß der Dezember-Empfänger von Herrn Baars erwähnt wird.

Ich charakterisiere den Unterschied so, daß der Dez.Empfänger ein gewachsenes klassisches Konzept zeigt, dem es auch erfolgreich gelungen ist, einen DDS-Generator mit zu integrieren und diese über eine Tastatur auch zu steuern. Der Großteil des Empfängers ist klassische Technik, in der Herr Baars so etwas wie ein sehr guter Designer ist.

Der USB-Empfänger scheint mir die modernere Konzeption zu sein. Er verzichtet auf praktisch alle Verfahren der Signalbehandlung und läßt diese durch die Software, die praktisch kostenfrei ist, behandeln. Hier gibt es eine ganze Menge von Vorteilen, die schon bei der Filterung digitaler Art in der Software beginnen, ein Verzicht auf signalverformende AGC, Zwischenoszillatoren, die ebenfalls für Störsignale verantwortlich sind.

Also eine Art Gegenüberstellung zweier Prinzipien. Ist der Computer vorhanden, kann es auch eine Preisfrage sein. Dazu kommt der minimale Platzbedarf. Allerdings muß man mit der Computertechnik vertraut sein.

Die jetzt einsetzbaren Programme sind etwa SDRadio von Alberto, DREAM und wohl in Zukunft auch der SDR von Peter Carnegie. In dieser Reihenfolge entsteht auch in der Software ein Instrument der Empfangstechnik, die mehr Möglichkeiten und Transparenz in Signalformen/Störfaktoren enthält als mancher vielleicht sich nicht hat träumen lassen.

Beide Konzepte machen eines auch deutlich. Der klassische Empfänger, der keinen Computer braucht, ist in seiner Entwicklung noch nicht so weit, daß er mit allen benötigten Bauteilen auch schon auf der Rampe für die Öffentlichkeit steht.

Einen kleinen Schnupperkurs kann man mit dem Morphy Richards machen, weil hier Kurzwelle schon digital dekodiert hören (und wenn man will, auch demonstrieren) kann.


Wolfgang Hartmann, 49N28 11E00

dadalbinder
05-05-2007, 18:07
Hallo,

der Empfänger zeigt in der Praxis, daß bestimmte Eigenschaften besondere Vorbereitung und Einstellung erwarten lassen.

Soundkarte, Phasenverschiebung, Amplituden

In der Software SDRadio kann eine Option: "Soundcard Chanel Skew Calibration" angewählt werden, in der Phasenlage und Amplitudenlage eingestellt werden können. Dabei wählt man die breiteste Frequenzeinstellung und man sieht dann das komplette Eingangsspektrum von linken und rechtem Kanal der Soundkarte. Hier kann nun optisch mit der Darstellung des Signals optimiert werden. Und zwar so, daß das empfangene Signal und sein Spiegel so eingestellt werden, daß das Spiegelsignal miminmiert ist. Dann ergibt sich je nach Soundkarte ein nützlicher Pegelunterschied von 30 - 40 dB, die an der Skalierung ablesbar sind. Testweise kann man auch die beiden Kanäle wechseln, um die Gegenposition zu wählen bzw. zu testen.

Das Programm DREAM hat eine solche Einstellmöglichkeit im Modus I/Q mit Parameter " c 3" invers oder " c 4" nicht. Aus Erprobungen der Software kann man vermuten, daß dieses Programm sozusagen automatisch eine Optimierung vornimmt. Interessant wäre dazu ein Aussage der Programmersteller. Es scheint auch so, als ob das Programm automatisch die Samplerate 48 kHz exclusiv nutzt.

Samplerate

Nützlich sind 48 kHz und auch 96 kHz. Man sollte damit beginnen, daß man basismäßig mit 48 kHz beginnt und dann testweise auf 96 kHz erhöht. 192 kHz-Soundkarten sind wohl noch nicht in der Breite erhältlich, lassen aber auf Dauer noch bessere Ergebnisse erwarten. Bislang kann nur in der Software SDRadio die Samplerate frei eingestellt werden. Die Signale müssen bei I/Q immer an einen Stereo-Eingang meist die Line-In Buchse eingeführt werden.

Empfangsergebnisse und Empfängereignung

Hat man zwei Empfänger parallell laufen und vergleicht sie, kann man leicht feststelllen, daß bei Austausch der Soundkarten in der Regel andere SNR-Werte bei der Protokollierung auftreten. Das protokollierte Ergebnis erfolgt also immer aus einer Multiplikation von Empfängereigenschaft und Soundkarteneigenschaft. Protokollwerte können also nach Empfängereignung bzw. Soundkarteneignung durchaus unterschiedlich ausfallen. Leider gibt es noch keine Protokollierungssoftware für AM oder SSB. Damit muß bislang mit DRM die Empfangseigenschaft gemessen werden.

Es wäre damit leichter möglich, bestimmte Empfängerergebnisse als Optimum darzustellen, die mehr Folge von Soundkartenqualität sind und umgekehrt. Für einen harten Vergleichsalltag muß dieser Fakt beachtet werden. "Ein Ergebnis ist kein Ergebnis."

CPU-Belastung.

Offensichtlich ist die Belastung der Rechnerleistung durch I/Q höher als normal. Im Hinblick auf die Eignung sollte man eher einen Rechner mit einer höheren Arbeitsgescheschwindigkeit benutzen.

Neben der Softare DREAM und SDRadio wird sich wahrscheinlich auch der SDR von Peter Carnegie für den Elektor_USB_Empfänger weiterentwickeln. Der besondere Vorteil läge voraussichtlich dazu führen, daß die Abstimmung des DDS-Generators in kleineren Schritten und Abständen möglich ist.

Auf der englischsprachigen Elektor-Seite sind weiterführende Informationen abrufbar. Der offizielle Liefertermin ist jetzt wohl auf 7. Mai gelegt worden.


Wolfgang Hartmann, 49N28 11E00

Funkerberg
13-05-2007, 01:55
Hallo an alle,

nachdem nun gestern meine IQ USb Elektor Platine eingetroffen ist habe ich mich dann hingesetzt und sie bestückt.
Das war ingesamt doch aufwendiger als ich dachte, insbesondere die SMD Bauteile erwiesen sich doch als recht kompliziert.
Aber auch die "normalen" Bauteile sind nicht ohne, sind die Lötaugen doch wirklich klein geraten.

Hier ein Bild der Platine:

http://knallfunke.de/drm/empfaenger/SDRelektor/SDRelektor-platine.jpg

Das gute war, die Platine funktionierte sofort ganz hervorragend. Hier mal ein Snapshot eines ersten Empfangsversuches.

http://knallfunke.de/drm/empfaenger/SDRelektor/start.3.jpg

Vom Gefühl her hat der Empfänger eine Menge Potential. Weitere Vergleichsmessungen folgen.

Update vom 14.05.07:

Hier ist die SDRelektor Seite mit aktuellen Infos

http://www.knallfunke.de/drm (http://knallfunke.de/drm/empfaenger/SDRelektor/index.htm)

Viele Grüße Rainer

dadalbinder
14-05-2007, 19:27
Hallo an alle interessierten.

Auf der Seite: http://www.g8jcf.dyndns.org/

kann jetzt die Version 198 des SDR downgeladen werden. Siehe Anweisungen auf dieser Seite. Sollte bisher kein SDR eingesetzt worden sein, so muß nach den Anweisungen erst die Version 147 installiert werden und danach die Version 198.

Die Abstimmung kann jetzt in kleineren Schritten erfolgen. Durch den Charakter des DDS-Generators geht das nicht bis zu wenigen Hz aber diese Software ermöglicht nun, bis auf 1 kHz-Schritte und darunter abzustimmen. Grund ist die Arbeitsweise des Chips, der auf unterschiedlichen Wegen die angeforderte Frequenz erstellt.

Die Software ist eigentlich sehr komplex, weil die Anzahl der einstellbaren Parametern sehr groß ist und "Spieler" leicht etwas verstellen. Allerdings dürfte es sich hier um die weitest ausgearbeitete Software für SDRs halten, die ein Riesenbündel von Signalbearbeitungsfeatures, Filtereinstellungen, Notch, Audiospeicherungsfähigkeit und anderes enthält.

Wichtig ist die Auswahl der Parameter in den diversen Config-Menüs. Allerdings wird vieles leicht gemacht, weil nach Auswahl des Empfängers, hier also Elektor_USB, viele Parameter automatisch umgestellt werden.

Das Gesamtverhalten von I/Q-Empfängern hängt ganz entscheidend davon ab, wie bestimmte Faktoren wie geeignete Soundkarte, Samplerates 48 oder 96 kHz und Einstellung von Quarzfrequenz (im Configmenü DDS) und Amplitude und Phase des I/Q-Signals eingestellt sind.

Im Spectrum Analyzer kann man in den Kategorien: IF in das ankommende Signal beider Kanäle sehen, unter Pre-Demod die Situation nach geeigneter Einstellung von Phase und Amplitude unter Soundkarte sich anschauen.

Das Programm ist sehr umfangreich. Zu beachten ist auch, daß die Software nur über Stop und dann Beenden verlassen wird. Ein Schnellstop ermöglicht nicht, die gerade benutzten Paramter zu speichern. Insofern empfiehlt sich immer der oben geschilderte langsame Weg des Beenden des Programms.

MfG Wolfgang Hartmann, 49N28, 11E00

FritzWue
14-05-2007, 20:44
Hallo Wolfgang,

Danke für die Infos, aber die kommen wohl etwas früh (für mich).
Ich habe hier eine Auftragsbestätigung vom 10.5.2007 mit angegebener Lieferzeit von 2 bis 6 Wochen.
Hat den überhaupt schon jemand?

Funkerberg
15-05-2007, 04:27
Hallo Wolfgang,
Danke für die Infos, aber die kommen wohl etwas früh (für mich).
Ich habe hier eine Auftragsbestätigung vom 10.5.2007 mit angegebener Lieferzeit von 2 bis 6 Wochen.
Hat den überhaupt schon jemand?

Ja, Platine bestellt und selbst gelötet, und hier http://knallfunke.de/drm/empfaenger/SDRelektor/index.htm
anzuschauen.

Es gibt einen zweiten Thread dazu hier. Vielleicht kann man die mal zusammen legen?

edit: threads merged, danke für den Hinweis, Simone

FritzWue
15-05-2007, 05:54
Platine bestellt und selbst gelötet
Danke, habe übersehen, dass man die Platine einzeln kaufen kann.
Naja, moderne Zeiten, nun lass ich auch schon löten... :rolleyes:

dadalbinder
18-05-2007, 08:58
Hallo,

weitere Versuche haben bei mir ergeben, daß eine USB-Soundkarte wohl immer an eine USB-Buchse des Rechner angeschlossen werden muß nicht aber die USB-Leitung der Empfängersteuerung; sie kann offensichtlich über USB-HUB betrieben werden.

Wolfgang Hartmann, 49N28, 11E00

dadalbinder
19-05-2007, 12:01
Hallo

ein kleiner Ausschnitt von der Arbeit am SDR, der vielleicht schneller Übersicht verschafft im Anhang mit zwei Screens.

Wolfgang Hartmann, 49N28, 11E00


Die Unterschiede in IF_IN und PRE_DEMOD im SDR von Peter Carnegie

Dieses Programm ermöglicht, den Elektor_USB Empfänger in relativ kleinen Schritten abzustimmen und zu betreiben.

Bei der Einstellung von Parametern wie Quarzfrequenz, Amplitude und Phase der Soundkarte im Config-Menü dienen die zwei Screens: IF_IN und PRE_DEMOD, die durch Aktivierung der entsprechenden Schaltflächen eingeschaltet werden.

Der Screen IF_IN zeigt praktisch den linken und rechten Kanal des Audioeingangs. Jeder Frequenz im rechten Kanal entspricht hier eine gespiegelte Frequenz im linken Kanal. Sollte ein Kanal keine Verbindung haben, würde sich dort nur das untergründige Rauschen zeigen.

Der Sreen: PRE_DEMOD zeigt nun das empfangbare Spektrum bei der vorgenommenen Abstimmung. Mit Aktivierung dieses Kanals müssen Amplitude und Phase im CONFIG-MENÜ eingestellt werden. Dieses wird dann erfolgreich sein, wenn die Spiegelfrequenz des Signals minimal ist. Dann muß etwa der Träger einer AM-Aussendung im Vergleich zu dem Nutzsignal deutlich kleiner ausfallen.

Einen Hörvergleich kann man durch Wechseln zu der „L < - > R“ Taste erreichen. Das Optimum ist mit Geduld zu erreichen.

Die beiden Screens zeigen die Verhältnisse typisch.

Geht man davon aus, daß Soundkarten-Qualität und Sender-Qualität zusammen einen SNR-Wert in DRM generieren, ist klar, daß auch die oben geschilderten Optimierungen ihren Anteil bei der Empfangsqualität haben.

Wolfgang Hartmann, 49N28, 11E00

dadalbinder
19-05-2007, 13:12
Hallo,

in meinem Text taucht Sender-Qualität auf. Bitte das Wort mit Empfänger-Qualität tauschen.

Wolfgang Hartmann, 49N28, 11E00

dadalbinder
23-05-2007, 07:43
Hallo

jetzt hat B. Kainka eine Bedienungsanleitung auf seine Seite gestellt:

http://www.b-kainka.de/sdrusb.html

Damit ist es möglich, jetzt Schritt für Schritt die Installation des Empfängers im Rechner vorzunehmen und damit die Computerseite der Empfängerinstallation durchzuführen.


W. Hartmann, 49N28, 11E00

dadalbinder
24-05-2007, 21:16
Hallo,

Peter Carnegie hat jetzt auf seine Seite: http://www.g8jcf.dyndns.org/
eine Anleitung zum Installieren des Empfängers im SDR dazugestellt.

"Quick Start Guide" auf der Download-Seite für die Version 198 des SDR.

Wolfgang Hartmann, 49N28, 11E00

maxpower
27-05-2007, 14:51
Hallo allerseits!

Ich habe den neuen Elektor SDR Empfänger in der vergangenen Woche bekommen und habe ihn zunächst mal auf Herz und Nieren geprüft.

Zunächst einmal ist tatsächlich die Qualität der Soudkarte das A&O für einen guten Start mit dem Gerät. Ich selbst habe es mit drei verschiedenen Typen ausprobiert, wobei die On-Board Soundkarte von C-Media (cmi) als erstes auf der Strecke geblieben ist und deshalb rausgeflogen ist.

Des weiteren habe ich mir vor etwa einem Jahr eine Creative Audigy 4 Soundkarte (PCI-Version) zugelegt, die sehr gute technische Werte erreicht. Allerdings war ich von den ersten Empfangsergebnissen mit dieser Karte über den Mikrofoneingang (die mir in meinem alten Elektor RX sehr gute Dienste erwiesen hat bislang) sehr enttäuscht. Alle Sender tauchten im Spektrum innerhalb 20 (?) kHz immer zweimal auf. Am Line-In Eingang ging sogar gar nichts.
Erst ein Upgrade des Treibers auf die neuste Version brachte Abhilfe: Der Line-In Eingang funktionierte und das I/Q Signal wurde korrekt in den PC "gefüttert", sodass ein sauberes Signal vorlag, bei welchem man auch die Spiegelfrequenzen auf ein Minimum reduzieren konnte. Mit dieser Konfiguration konnte man nun auch endlich erste brauchbare Ergebnisse erzielen, wobei ich zum einen festellen konnte, das AM-Sender auf freien Frequenzen sehr gut und ruhig klingen, aber die Spiegelproblematik immer noch deutlich hörbar war. Eine weitere Soundkarte musste im Rechner Platz finden, um die Ergebnisse mit meinem "alten" Elektor zu vergleichen.

Hierzu habe ich einen (uralt) Soundblaster ES 1371 verwendet, der schon ein paar Jahre in diversen Kisten bei mir verbracht hat. Dabei habe ich den Elektor DRM und den Elektor SDR in allen Varianten an beiden Soundkarten mit an und mit ausgeschalteten aktiven Preselektor getestet. Die Ergebnisse kann man im angehängten JPG sehen. Als Testobjekt diente die Deutsche Welle auf 15725 kHz, die gegen 11.30 UTC heute etwas schwach reinkam. Beide Geräte hingen dabei übrigens an der selben Langdrahtantenne.

Dabei kam ich zu folgenden Ergebnissen:
1. Auch der alte Soundblaster schlägt sich mit seinem Analogeingang im Verhältnis zur Audigy sehr gut. Teilweise hatte ich sogar (subjektiv) den Eindruck, dass er bessere Ergebnisse erzielt als sein deutlich teureres und neueres Schwestermodell Audigy.

2. In sogut wie allen Tests war der SDR deutlich schwächer im SNR als der alte Elektor-DRM. Nur wenn ich meinen aktiven Preselektor abschaltet, schrumpft der Abstand zwischen beiden Geräten. Irgendwie scheint der SDR nicht so richtig von der größeren Verstärkung und der besseren Kanalselektion zu profitieren. Bei guter Vorselektion ist der alte DRM deutlich stärker!

Damit ist mein Resumee eindeutig: Der SDR verliert für mich diesen Vergleich eindeutig. Ich frage mich, ob auch andere zu dem selben Ergebnis kommen? Ich bin jedenfalls schon etwas enttäuscht über die Ergebnisse des neuen Geräts und werde es wohl, wenn ich nicht noch deutliche Verbessungen im Empfang hinbekomme, in der kommenden Woche zurück schicken. :mad:

Stephan

PS: Der Link auf der g8JCF-Seite ist übrigens nicht ganz korrekt: Die Anleitung gibts bei folgender URL: http://www.g8jcf.dyndns.org/g8jcfsdr_drt1/downloads/Elektor2007-05IQSDRGuide.pdf

Funkerberg
27-05-2007, 18:43
2. In sogut wie allen Test war der SDR deutlich schwächer im SNR als der alte Elektor-DRM. Nur wenn man die aktive Preselektion abschaltet, schrumpft der Abstand zwischen beiden Geräten. Irgendwie scheint der SDR nicht so richtig von der größeren Verstärkung und der besseren Kanalselektion zu profitieren. Bei guter Vorselektion ist der alte DRM deutlich stärker!


Hallo Stephan,

hast du den SDRelektor auch am Preselektor betrieben?
Ansonsten wäre ein Vergleich ein bischen unfair, das Eingangssignal sollte schon gleich sein. Wenn ich meinen Elektorclassic ohne Antennenvorverstärker an meiner Loop betreibe habe ich keinen Empfang, während der SDRelektor schon audio decodiert....

Was ich bestätigen kann, die maximal erreichbaren SNR Werte sind beim Elektorclassic höher. Allerdings ist bei gleichem Eingangssignal der SDRelektor bei schwankendem bzw. schwachem Signal in der Audiodecodierung im Vorteil.

Realistische Vergleiche benötigen in meinen Augen das gleiche Eingangssignal und gleichzeitigen Empfang, so das man SNR und Audiorate wirklich direkt vergleichen kann! Also eine Antenne, zwei Empfänger, zwei Rechner mit 2x Dream. (oder einer mit ordentlich Power :-) )

Wenn ich in den nächsten Ragen dazu komme stelle ich mal ein paar Vergleiche online, erstmal drängelt eine Terminarbeit...

Was ich am SDRelektor auch gut finde ist die Stromversorgung über USB, beim Transport braucht kein Netzteil mitgeschleppt zu werden....

Viele Grüße

Rainer

maxpower
27-05-2007, 20:11
Hi Rainer!

Jo, habe die beiden Empfänger immer auf gleicher Basis (selbe Antenne, beide mit Preselector, beide ohne Preselektor, Soundkarte getauscht) verglichen.

Das einzige, was (leider) unterschiedlich war, ist die Zeitachse. Leider kriegt der Rechner es hier nicht hin, zwei Dream-Instanzen gleichzeitig laufen zu lassen; da ist dann die Rechenpower am Ende. Aber da hast Du schon recht, dass man da eigentlich auch unbedingt gleiche Vorraussetzungen schaffen müsste. Ich muss mal schauen, ob ich da morgen vielleicht noch was machen kann.

Das mit dem USB ist tatsächlich schon sehr praktisch und der SDR passt aufgrund seiner Maße perfekt in Metall-Halbschalengehäuse. Außerdem kommt er beim Empfang im Gegensatz zum alten Elektor bis auf 30 MHz rauf, hat also keine Probleme auch mit den 13- und 11-m Bändern.

Ich wäre eigentlich ganz froh, wenn man zB mit anderer Konfiguration (Soundkarte, Vorverstärker etc.) bessere Werte als mit dem alten Empfänger erzielen könnte, denn bisher sind die (von mir) erzielten Ergebnisse für mich ein K.O.-Kriterium für den Receiver.

Ich würde eigentlich ganz gerne mal die Frage nach dem besten Grundaufbau für einen PC-unterstützten Empfänger stellen: Quadratur-Detektor wie der SDR, klassischer Doppelsuper (oder gar dreifach) mit hoher erster ZF? Und lieber mit Filterbank davor oder mitlaufender Vorselektion oder lieber gar nichts wegen der Signalreinheit? Vielleicht sollte ich da mal demnächst ein neues Topic aufmachen...

Viele Grüße,

Stephan

Funkerberg
27-05-2007, 21:38
Jo, habe die beiden Empfänger immer auf gleicher Basis (selbe Antenne, beide mit Preselector, beide ohne Preselektor, Soundkarte getauscht) verglichen.

Das mit dem USB ist tatsächlich schon sehr praktisch und der SDR passt aufgrund seiner Maße perfekt in Metall-Halbschalengehäuse. Außerdem kommt er beim Empfang im Gegensatz zum alten Elektor bis auf 30 MHz rauf, hat also keine Probleme auch mit den 13- und 11-m Bändern.

Ich wäre eigentlich ganz froh, wenn man zB mit anderer Konfiguration (Soundkarte, Vorverstärker etc.) bessere Werte als mit dem alten Empfänger erzielen könnte, denn bisher sind die (von mir) erzielten Ergebnisse für mich ein K.O.-Kriterium für den Receiver.


Also so aus dem Bauch raus habe ich mit meinem SDRelektor immer ähnliche Werte wie beim Elektorclassic gehabt, mit dem Unterschied, das beim SDR elektor bei etwa 32db SNR Schluß war, während der Elektorclassic da noch bis 35 dB SNr und ein Stückchen drüber weiter klettert. Inwieweit das nützlich ist sei jetzt mal dahingestellt. Also so etwa sollten die Ergebnisse schon sein, ansonsten vermute ich noch eine Fehlerquelle.

Zum besten Empfängerkonzept lohnt sich vielleicht wirklich mal eine Diskussion....

dadalbinder
28-05-2007, 10:17
Hallo,

zu der in den Beiträgen erwähnten Audigy-Karte. Ich füge einen Screen meiner Audigy-Soundkarte bei. Sie ist ohne Nennung des Modells schon einmal veröffentlicht worden. Der Treiber wurde ebenfalls upgedatet.

Handelt es sich um ein identisches Exemplar, dürfte diese Karte zum Test nicht geeignet sein.

W. Hartmann, 49N28, 11E00

dadalbinder
28-05-2007, 12:18
Hallo,

Burkhard Kainka hat auf Elexs inzwischen einen Beitrag erstellt:

http://www.elexs.de/iq4.htm#tester

Er enthält eine im Aufbau befindliche Liste von Soundkarten mit Messergebnissen.

Ein Soundkartentest mit der einfachen NE555-Schaltung erspart Umwege. Auch bei ungeeigneten oder nicht so gut geeigneten lässt sich eine Situation verbessern aber der erwartete Durchbruch fehlt dann irgendwann.

Wolfgang Hartmann, 49N28, 11E00

maxpower
28-05-2007, 13:41
Hallo allerseits!

So, ich habe jetzt ein paar weitere Tests gemacht:

1. Zunächst erst mal zu den Soundkarten: Der Elektor SDR hat ja eine Testfunktion eingebaut, sodass man die Qualität der Soundkarten recht bequem (ln8 bei 5 MHz) testen kann. Dabei zeigt sich, dass die Audigy 4 (intern, PCI) grundsätzlich geeignet zu sein scheint, soweit ich das beurteilen kann (Screenshots der jeweiligen Ergebnisse der Soundkarten habe ich mal angehängt).

Aber auch der alte Soundblaster (PCI) macht noch eine recht ordentliche Figur, wenngleich der Signal-Rauschabstand hier nicht so groß ist wie bei seiner teureren großen Schwester Audigy 4.

Die C-Media Karte hingegen ist ziemlich unbrauchbar: Zwar ist der Signal-Rausch-Abstand hier um einiges größer als bei dem Soundblaster, aber irgendwelche Mischprodukte stören im Spektrum. Also kann man diese Soundlösung erst mal vergessen (selbst wenn es noch wesentlich schlimmere Modelle geben soll)

2. Nun zum SDR: Ich habe heute vormittag mal meinen PC etwas gequält: Er hat es tatsächlich hinbekommen, zwei Instanzen von Dream gleichzeitig zu verarbeiten ohne dabei zu hängen. :cool:

Ich habe dabei für ca 40 Minuten über die Mittagszeit RTL auf 6095 kHz als Testfrequenz benutzt. Auch wenn der Signalpegel nicht über den gesamten Zeitraum gleich hoch geblieben ist, kann man dennoch einige Aussagen im Ergebnis treffen.

Der SDR hing dabei zunächst an der Audigy 4 und der "alte" Elektor DRM am Soundblaster. Für die ersten 10 Minuten war dabei der aktive Preselektor angeschaltet. (1)

Im zweiten Abschnitt blieb die Konfiguration gleich, nur der Preselektor wurde ausgeschaltet. (2)

Dritte Testetappe war dann der SDR am Soundblaster und der DRM an der Audigy 4 mit abgeschaltetem Preselektor. (3)

Die letzten ca 10 Minuten blieben SDR und Soundblaster sowie der DRM an der Audigy und der Preselektor wurde wieder angeschaltet. (4)

Dabei war der SDR immer einige dB schwächer als der DRM. Ob das SNR bei 30 dB oder bei 35 dB liegen würde, wäre ja nicht wichtig, aber gerade im zweiten und dritten Abschnitt (ohne Vorverstärkung) hat das gravierende Unterschiede im Audio hervorgerufen: Während der DRM ein paar Dropouts verkraften musste, ging der SDR ziemlich in die Knie. Die Audioauswertung von 66% zu 99% über die gesamten 40 Minuten sprechen da eine deutliche Sprache!

Auffällig war dabei der im SDR immer deutlich höhere Doppler-Wert (zwischen 0.4 und 0.85 Hz, während er im DRM immer so zwischen 0.15 und 0.3 blieb) und die deutlich geringere Amplitude des Nutzsignals (zwischen 20 und 30 dB beim SDR, zwischen 30 und 40 dB zu gleichen Zeit beim DRM). Das schlägt sich natürlich im Ergebnis nieder.

Ich frage mich nun, ob ich vielleicht einfach Pech hatte und nen Ausreisser in der Serienstreuung erwischt habe....

Stephan

maxpower
28-05-2007, 13:42
Zweiter Teil der Anhänge...

mitajohn
28-05-2007, 14:13
Hi Stephan and all,

I think that the topic your are discussing in this thread has a more general interest to members. So why dont you discuss it in English ?

@ Administrator: Whats your opinion to my suggestion ?

dadalbinder
28-05-2007, 15:18
Hallo Maxpower,

ich habe mir die beiden Screens angesehen.

Wenn es so ist, wie es sich mir darstellt, dann sind 10 bzw. 20 dB Differenz zwischen Nutz- und Spiegelfrequenz deutlich zu wenig.

30, 40, 50 dB sollten es schon sein. Die Problematik liegt darin, daß man bei nicht so geeigneten Soundkarten auch etwas optimieren kann. Das führt einen in die Irre.

Ich habe persönlich im Rahmen der I/Q-Versuche der letzten Monate sehr viel Lehrgeld bezahlt und mit Soundkartentausch etc. Tief- und Höhepunkte erlebt. Es ist ja immer so, daß das eigene Beurteilen aus einer gegebenen Umgebung als Norm empfunden wird.

Ich wollte den ganzen Kram sozusagen aufgeben, dann habe ich mich doch entschlossen, eine USB-Soundkarte zu kaufen. Und seit dieser Zeit weiß ich, daß ich wohl auf dem normalen Pfad bin.

Schau Dir mal die Einstellungen bzw. den Einstiegstext von P. Carnegy an. Es ist schon frappierend. Er produziert 50 dB Pegelabstand zwischen Nutz- und Spiegelfrequenz der I/Q-Modulation.

Für Elektor 2004, DRT1 und viele andere ist die normale Dekodierungsfunktion sehr viel häufiger gegeben. Da muß man nicht mit Stereo in die Soundkarte. Hier bei I/Q kommt bei einer nicht so geeigneten Soundkarte auch was durch aber es ist im Vergleich nicht befriedigen.

Generell fähige Soundkarten für iher normale Funktion - die ist nicht Dekodierung - sind nicht für I/Q geeignet. Hier ist aber auch Bewegung mit Anti-Aliasing-Filtern wichtiger, weil manche Anbieter wohl gemerkt haben, daß Einstrahlungen von der Hauptplatine stören. Davon sprechen etwa Audiofreaks häufig.

Wolfgang Hartmann, 49N28, 11E00

dadalbinder
28-05-2007, 16:21
Hallo Maxpower,

hier ein Screen von P. Carnegie, der aus dem Zusammenhang der Kalibrierung stammt. Man kann leicht sehen, daß beide Anteile des Eingangssignals direkt vor der Dekodierung sehr weit auseinander liegen.

So um die 50 dB Unterschied.

Das oder etwas dieser Art muß eine für I/Q geeignete Soundkarte schaffen.

Wolfgang H. , 49N28, 11E00

maxpower
28-05-2007, 16:48
Hallo Wolfgang!

Ja, da hast Du natürlich recht. Im SDR-Radio sieht das schon ziemlich dürftig aus. In P. Carnegie's Programm sieht das ganze nach einer Kalibrierung auch viel besser aus. So um die 55dB Spiegelabstand dürften das wohl sein (Screenshot), denke ich. Damit dürften die Spiegelprobleme aus meinem ersten Posting weiter oben tatsächlich größtenteils behoben sein.

Die Frage ist allerdings, ob sich diese Optimierungen auch im Dream bemerkbar machen. Ich habe gerade nach einer erneuten Kalibrierung nochmal einen kurzen Test mit RTL-Radio gemacht und habe nach wie vor ca 5 dB mehr SNR im alten DRM (21 zu 26 dB) Die Einstellungen im G8JCF-SDR gelten, denke ich, nur innerhalb dieses Programms (oder?).

Ich habe heute aber noch einen Hinweis bekommen, dass Dream selbst optimierungen macht - und dabei vielleicht auch mal daneben liegen könnte.

Ich muss also wohl noch ein wenig weiter optimieren und probieren, bevor ich mir ein abschliessendes Urteil bilden kann.

@John: You are right. :)
@ Admin (simone?): Maybe we can open a new main-area "Receivers", where SDR`s can be discussed as well as stand-alone DRM Receivers?

Stephan

Funkerberg
28-05-2007, 18:38
@John: You are right. :)
@ Admin (simone?): Maybe we can open a new main-area "Receivers", where SDR`s can be discussed as well as stand-alone DRM Receivers?


Womit dann alle nicht englichschreibenden Menschen die Diskussion an anderer
Stelle weiterführen müssten und würden. Ich gehöre dazu.
Die Diskusssion ist ja gerade hier im deutschsprachigen Raum entstanden, weil es solche Menschen gibt.....

simone
28-05-2007, 19:49
Hi mitajohn, Funkerberg and others,
yes, I would like to move this thread to "Receiver modifications", no matter if the posts are in German or English, I know that English speaking users do also read in the German speaking area using online translations, so should be no problem. Those who want to continue in German (Funkerberg?) in this thread can of course do so.
There is always the chance to ask someone else to help out with a translation in case of a problem.
Simone

dadalbinder
28-05-2007, 20:12
Hallo Maxpower,

es ist vorsichtig gesagt möglicherweise so, daß DREAM sozusagen automatisch einen Phasen- und Amplitudenabgleich macht, wie sonst kein Programm, das ich kenne. Diese offene Frage könnte nur jemand beantworten, der in dem Entwicklerteam sitzt. Vielleicht erbarmt sich jemand und gibt Auskunft.

Ob DREAM bei genügenden Soundkarten für I/Q nicht auch besser arbeiten würde, möchte ich vermuten. Allerdings sagen mir Parallellen, daß dem wahrscheinlich so ist. Eine nicht optimierte Einstellung der Soundkarte betreffend Amplitude und Phase erbringt ja im linken und rechten kanal Signale, die auch von DREAM - Automatik vorausgesetzt - aber auch generell erst mal rausrechnen muß. Das kostet SNR in dB. Das merkt man teilweise, wenn man den Rechner wegen der Belastung an den Rand fährt, daß dann auch DREAM versagt bzw. Aussetzer hat.

Ich denke, daß wenn Du den Empfänger an einer anderen Soundkarte mal testen kannst, Du wesentlich bessere Ergebnisse einfahren kannst.

Es ist schon komisch, daß ein Empfänger von einer solchen Selbstverständlichkeit wie einer Soundkarte und ihrer Einstellung abhängt.

Experimentieren ist das, was uns am Leben hält. Insofern wünsche ich frohes weiteres Probieren. Stolpersteine kommen in der Praxis hin und wieder vor.

Wolfgang H., 49N28, 11E00

maxpower
28-05-2007, 21:52
Womit dann alle nicht englichschreibenden Menschen die Diskussion an anderer
Stelle weiterführen müssten und würden. Ich gehöre dazu.
Die Diskusssion ist ja gerade hier im deutschsprachigen Raum entstanden, weil es solche Menschen gibt.....

Würde ich prinzipiell auch lieber machen, weil ich mir im englischen auch immer einen abbreche, um das einigermaßen hinzubekommen. :mad:
Aber ich denke, das diese Erfahrungen, die man mit IQ-Receivern machen kann, auch gerne von den englischsprachigen mitdiskutiert und mitgelesen werden.

Versuchen wirs mal mit zweisprachig! :)

maxpower
28-05-2007, 22:29
Ok, I'll try to make a summary of my problem:

I got my new Elektor SDR Receiver last week and this weekend i have been able to test it for the first time. But i have been a little bit disappointed of the results. First i had a serious image-frequency problem and second a lag of snr in comparison to the classic Elektor DRM.

I was able to solve some of the problems with the help and information of some people here. (Big thanks! - Vielen Dank für die Hilfe!)

First I had to update the drivers of my soundcard first to bring in life into the Line-In. This has been the biggest issue at my first test.

Not every soundcard works very well with I-Q Receivers. I have three here in reach: One on-board CMI card, an old Soundblaster and a last-years top performing Creative Audigy 4 which has outstanding rates - at least on the papers.

The Elektor SDR has a build- in Soundcard testing possibility which i used to test my three cards. I have attached the results a few posts above (Audigy-4, soundblaster & C-Media). Audigy and Soundblaster seem to meet basic requirements, the C-media doesn`t because of mixing products from somewhere.

For AM Reception the G8JCF-SDR is the best choice to use, because since a few days it supports the Elektor SDR directly. But in order to use it performant, you have to adjust it very carefully. Peter Carnegie has put a guidance on his page.

In the dream software you can't adjust I&Q to work perfect. Dream wants to do it for itself! But i heard that it could be from time to time that it doesn't adjust the right way. :mad:

I could`t test the SDR vs DRM in AM Sensitivity, but i did with two instances of dream in DRM-Mode. The first was in IQ Modus with the SDR plugged in and the second one has been standard with the old Elektor DRM.

In every variant the SDR had some less SNR than the DRM. (http://www.drmrx.org/forum/attachment.php?attachmentid=31713&d=1180359726)

I ask myself, where the problem can be. I hoped that the new Elektor would perform better than the old one and - at least at my place - it doesn't.

I mesured that the information signal always is somthing about 10 dB lower than in classic Elektor DRM.

So is it my soundcard, wrong or bad preferences, a monday-morning model of the sdr or the sdr in general?!?

So heres the discussion: Could a different soundcard help to improve reception to a level at least as high as the old DRM gives me? And which one should it be? Or should i just send the SDR back and wait and see which receiver works better in time?

Stephan

PS @ Wolfgang: Ich habe das Gerät auch noch nicht ganz aufgegeben. :)

Welche Soundkarte nutzt Du bzw würdest du mir empfehlen? Von den technischen Werten her hätte die Audigy 4 eigentlich top sein müssen, aber im SDR Bereich sind wohl andere Werte wichtiger, die man so nicht zu lesen bekommt...

dadalbinder
29-05-2007, 12:27
Hallo Maxpower,

USB-Karte Soundblaster Surround 5.1. Damals bei Conrad bezogen nach Beratung der schlimmen Erfahrungen mit einer gekauften Audigy, die schlechter war als meine OnBoard SoundMax.

Wolfgang, 49N28,11E00

maxpower
29-05-2007, 19:01
Hmm, ich frage mich, ob vielleicht USB Karten generell die besseren Werte liefern zB aufgrund ihrer besseren Trennung vom QRM des PC's?!

War das eine "alte" Audigy oder Audigy 2 Karte oder auch eine Audigy 4?

Stephan

Funkerberg
29-05-2007, 19:55
Hmm, ich frage mich, ob vielleicht USB Karten generell die besseren Werte liefern zB aufgrund ihrer besseren Trennung vom QRM des PC's?!


Genrell bestimmt nicht, viele billige USB Audio Sticks haben nur einen Mono Eingang, die kannste also voll vergessen...

Das die Audiokarten mal so eine Bedeutung erhalten hätte ich ja nie gedacht, onboard oder nicht, früher sollte es nur funktionieren....

Gruß Rainer

dadalbinder
29-05-2007, 20:12
Hallo Maxpower,

extra gelaufen und Verpackung, CD-Rom, etc. herzuholen. Sie arbeitet bei mir, dort wo ich löte als 2. Soundkarte neben der OnBoard-Karte SoundMax, die für I/Q eindeutig besser ist.

Die Audigy setze ich weiterhin ein und sie bedient in der Regel den DRT1 mit fabelhaften Werten und Empfindlichkeiten. Für alle I/Q-Versuche benutze ich aus Erfahrung an diesem Platz immer SoundMax.

Es ist eine Audigy 4, ist sozusagen 64-bit-ready und war mit als ernsthaft leistungsfähige Karte - für Audio-Aufgaben, was Gutes - empfohlen worden. Ich bin nach dem ersten Einsatz in ein tiefes Loch gefallen, weil sie I/Q-mäßig für die ersten Versuchsschritte überhaupt nichts gebracht hat.

Das hat wohl nichts mit einer schlechten Soundkartenqualität zu tun für normale Verwendung aber offensichtlich mit der nicht sehr großen I/Q-Eignung. Da ich manchmal auch mit Audio-Spezialisten zu tun habe, sehe ich, daß jetzt Einstrahlungseigenschaften überschlagen werden und die Karten offensichtlich mit Anti-Aliasing-Filtern ausgestattet werden, die I/Q-tauglich sind.

Für mich war es eine sehr ambivalente Zeit. Da ich aber alle Experimente von Burkhard Kainka nachvollzogen habe, bin ich meiner Sache doch sehr sicher geworden. Aus solchen Gründen habe ich mich auch so viel mal sozusagen in Vorbereitung auf das Erscheinen des Elektor_USB-Empfängers zu Wort gemeldet.

Man glaubt es nicht, muß sich überzeugen lassen durch Fakten. Also Soundkarte mit Anti-Aliasing-Filter und möglichst sogar 96 kHz Samplerate.
Daneben kommen Phasen und Amplitudeneinstellung.

Alles andere und auch Vergleichstests mit mehr oder weniger ungeeigneten Soundkarten bringen NIX. Bitte bis zum Beweis des Gegenteils annehmen.

Wolfgang Hartmann, 49N28, 11E00

dadalbinder
29-05-2007, 20:27
Hallo

nun mein Senf zu dieser Frage.

Persönlich ist es mir egal, ich kann mich in Englisch ebenfalls ausdrücken und tausche etwa technische Details mit P. Carnegie als Voraustester gut aus.

Daß eine deutschsprachige Seite so viel Zulauf hat, sehe ich als Kompliment für uns als Freaks hier an. Es zeigt sich doch, daß hier ein Diskussions- und Erweckungsgrad für neue Technik herrscht, die anderenorts eher nachhinkt, was den Bau und das praktische Experimentieren angeht. Insofern tun wir uns keinen Zwang an, deutsch zu schreiben.

Es gibt Übersetzungsprogramme, die Fremdsprachlern die Arbeit erleichtern. Bisher habe ich es immer geschafft, bei Nachfragen in English zu antworten und verstanden zu werden.

Ich finde es aber toll, daß Alberto etwa in English dokumentiert, weil ich mit italienisch etwa mehr Probleme hätte. Von dem Autor von VAC erst recht. Er lebt in Russland und das würde noch mehr Probleme machen.

Es gibt viele User-Gruppen vornehmlich in englischsprachigen Ländern, die ich regelmäßig frequentiere und auch Mitglied bin. Die Entwicklungssuppe der ganzen Technik liegt doch in unserer Region. DREAM, DIORAMA, FRAUNHOFER, DRT1, ELEKTOR sprich Burkhard Kainka. Manchmal wird in anderen Gruppen nur Vorliebe gepredigt.

Wolfgang H., 49N28, 11E00

andimik
31-05-2007, 08:24
So, gestern ist er angekommen, ich war wirklich überrascht, wie klein er ist, hatte ca. das Doppelte gedacht.

Zwei Berichte hab ich schon reingestellt (6095 RTL Radio mit Supersound und die Stimme der Anden mit schlechtem Sound).

Da ich vorher noch keinen DRM-Receiver hatte (nur unmodifizierte Weltempfänger mit dem Analog-Träger-Trick), kann ich es nicht vergleichen.

SNR geht bei der BBC im 41m-Band bis 28 dB rauf. Bei RTL France hatte ich trotz 25 dB gestern dauernd Aussetzer.

Nachtrag: Soundkarte On-Board (Realtek 650) mit 48 kHz
Antenne: Das ist die vom DE 1103, ist extern, hängt am Birnbaum ;)

Hab aber mit dem ln8 ein Problem: In der Mitte ist ein "Berg" zu sehen, +15 und -15 sind aber möglich.

dadalbinder
31-05-2007, 10:21
Hallo,

wie schön wäre es, wenn bei Experimenten und Empfangsberichten die verwendete

- Soundkarte und

- Sample Rate

genannt würden. Das macht die Einschätzung und Diskussion transparenter.

W. Hartmann, 49N28, 11E00

maxpower
31-05-2007, 10:32
Gute Idee, Wolfgang!

Der SDR ermöglicht ja prima das testen der Soundkarten. Vielleicht sollten wir einen Thread aufmachen mit den Testergebnissen und nem Screenshot aus dem SDR-Radio.

Ich kann leider erst morgen abend wieder direkt am Empfänger Tests machen (bin in der Woche etwa 100 km vom Gerät entfernt und kann nur per Remote auf den Rechner zugreifen). Habe mir eine Liste gemacht, die ich abarbeiten werde und auch noch eine weitere Soundkarte zum testen. :)

Stephan

dadalbinder
31-05-2007, 22:08
Hallo,

ein schöner Screen, oben, der zeigt, wie eine gute Einstellung der Soundkarte auch im Programm WINRAD ihre Spektren sehr gut zeigt.

Die Richtung geht von oben (links) nach unten (rechts). Sehr schön die Spektren von 6095, reines DRM, 6085 DRM mit Trägerspitze vom BR und 6075 in AM sowie ein Teil von 6065 AM, Schweden.

Wunderschön, welche Ansichten möglich sind, um Signale zu sehen.

Winrad ist ein Programm von Alberto, der auch SDRadio geschrieben hat.


Wolfgang Hartmann, 49N28, 11E00

maxpower
02-06-2007, 22:04
Hallo allerseits!

Bei der Fehlersuche in meinem I/Q SDR System bin ich auf ein Phänomen gestoßen, dass ich nicht so recht nachvollziehen kann und von dem ich gerne wüsste, ob jemand von euch es bestätigen kann. Folgendes ist mir aufgefallen:

Ich habe einen SDR der ersten Baureihe mit dem Audioanschluss unten auf der Platine (und nicht wie die neueren der zweiten Charge auf der bestückten Seite)

Ich habe mir ein zweites 3,5 mm Klinke zu 3,5 mm Klinke Audiokabel gebastelt, bei dem linker und rechter Kanal zueinander getauscht sind, also I & Q gewechselt werden.

Wenbn ich jetzt das Elektor SDR Steuerprogramm starte (die Version ohne Presets), auf ln 8 gehe und die 5 MHz zum kalibrieren einstelle, bekomme ich beim "umgedrehten" Kabel im SDR-Radio Programm völlig andere maximale Werte in der Spiegelunterdrückung als in der 1:1 Version des Audiokabels.

Dabei kann die "Swap I-Q" Funktion in der Anzeige die Lage der Balken zwar wieder zurücktauschen, ändert aber die nicht die maximal möglichen Werte in der Spiegelunterdrückung.

Die Werte variieren zwischen zwischen -40 dB maximaler Unterdrückung (I&Q vertasucht) und -55 dB maximaler Unterdrückung (I & Q original)!

Es liegt auch nicht an der Qualität des verwendeten Kabels /der verwendeten Stecker, denn die Gegenprobe hat die selben werte erbracht.

Wenn dias reproduzierbar ist, wäre es durchaus denkbar, dass Dream zB. I&Q in der Software andersrum abarbeitet als das SDR-Radio und so mit einem verdrehten Kabel bei mir umgekehrt bessere Ergebnisse erzielt als mit "Standardkabel"?

Dabei müsste das Ergebnis in den SDRs mit Bestückung auf der Platinenoberseite umgekehrt sein?!? :confused:

Würde mich echt interessieren, ob jemand von euch die selben Messergebnisse bekommt.

Stephan

dadalbinder
03-06-2007, 07:03
Hallo Maxpower,

schwieriges Thema. Ich habe eine Platine mit der Klinkenbuchse unten. Aus Gründen der Vereinheitlichung lebe ich mit einem 1:1-Kabel, muß also alle Parameter entsprechend anpassen. Damit ist jedes Kabel gleich.

Soundkarte/Soundkartenprobleme:

Es gibt Soundkarten, die offensichtlich Stereo nicht exakt gleichzeitig sondern verschoben verarbeiten. Wenn man was dreht, könnte das die Karte außer Kurs bringen. Da hilft sehr schnell nur der Einsatz einer anderen Soundkarte oder die Möglichkeit, bei einem Freund eine andere auszuprobieren. Alberto, der Autor von SDRadio hat eine ganze Menge zu Soundkarten geschrieben. Allerdings fast zuviel und komplex.

Die Audigy 4 Karte ist bei mir die am wenigsten I/Q-fähige.

Hast Du einen Soundkartentest mit dem NE555 gemacht? Schau Dir mal die getesten Soundkartenliste auf den Seiten des Autors B. Kainka - also: www.elexs.de oder b-Kainka.de an. In den ersten Soundkartenbeiträgen von Burkhard Kainka ist auch ein Screen mit einem verheerenden Test meiner Audigy-Ausführung enthalten.

Jede Drehung der Kanäle setzt wieder eine neue Abstimmung von Phase und Amplitude voraus.

DREAM: Für I/Q muß der Parameter -c 3 oder -c4 eingestellt werden. Korrespondierend ist FLIP INPUT SPECTRUM zu aktivieren. Hat man die falsche Einstellung gewählt, bleibt die rote Linie auf Dauer links, sie springt auf jeden Fall nicht auf die Mitte des DRM-Signals, was man ja im Evaluations-Dialog sehen kann.

Wolfgang, 49N28, 11E00

dadalbinder
03-06-2007, 09:25
Hallo Maxpower,

nun habe ich den Screen meines Tests der Augigy 4 wieder gefunden.

Sie zeigt Oberwellen aus der Testschaltung, die diese sozusagen automatisch generiert aufgrund der Schaltungstechnik.

Es sind sehr schön die Frequenzen von 15 bis 75 kHz zu sehen. Also kein Anti-Aliasing-Filter enthalten oder ein ungenügendes. Dies ist für I/Q-Zwecke nicht empfehlenswert. Du mußt Dich nach einer Testmöglichkeit oder gleich einer anderen Karte umsehen.

Sorry, Wolfgang, 49N28, 11E00

maxpower
03-06-2007, 10:38
Hallo Wolfgang!

Ja, das mit dem "Flip-Spectrum" weis ich ja soweit, nur habe ich den Eindruck, dass es unterschiedlich ist, ob man das per Software (Swap-Button), oder per Hardware (Kabel) löst. Das finde ich schon ererstaunlich.

Abgesehen davon scheinen sich deine und meine Audigy erheblich vorneinander zu unterscheiden: Ich habe gestern n ochmal einen Test gemacht: Im G8JCF den Calibrierungsmode angeschaltet und dann SDR-Radio von Alberto gestartet und dort die maximale Spiegelunterdrückung eingestellt. Dabei habe ich mehr als 55 dB Rauschabstand erreichen können. Erst bei 24 kHz aufwärts gabs die ersten Probleme mit irgendeinem Träger (wohl die erste Oberwelle?). Aber das beschreibt Burkhardt Kainka als durchaus üblich. Screenshot hänge ich an.

Ich werde die Ergebnisse dieser und der anderen Soundkarten heute mal im Bereich Soundkarten posten. Dann kann man ja verschiedene Soundkarten durchtesten und ebenfalls anhängen.

Es könnte also sein, das Deine und meine Soundkarte wirklich sehr unterschiedlich auf IQ reagieren, obwohl das beim gleichen Modell eigentlich nicht vorkommen sollte?! Meine Audigy 4 scheint ok zu sein. Und dieses Modell sollte das auch wohl, weil sie vor gut einem oder eineinhalb Jahren noch das Topmodell von Creative war mit wirklich sehr guten Werten.(Vielleicht auch ein Defekt an deiner Karte? Noch Garantie drauf?)

Hast Du schon mal probiert, deine Karte mit den neusten Treibern vom Oktober letzten Jahres auszustatten? Es gab da nämlich eine ganze Reihe von verbesserungen: In der Version, die auf der CD beilag, konnte ich zB den Line-In Eingang gar nicht nutzen: Der war tot. Mit der aktuellen Version ist das kein Problem mehr.
Der Mikrofon-Eingang, den ich vor dem SDR mit dem alten DRM-Empfänger von Elektor benutzt hatte, ist dagegen für I/Q Empfang nicht geeignet: Er scheint Mono zu sein.

Das Problem mit dem SDR ist, dass mir die Zeit wegrennt: Wenn sich die Platine als nicht gleichwertig zum alten DRM darstellt, möchte ich sie nicht unbedingt behalten und dann muss ich sie sofort reklamieren, um mein 14 tägiges Rückgaberecht einzuhalten...

Generell ist dieses Konzept echt nicht schlecht! Ich denke sogar, dass es DAS zukunftsweisende Empfängerkonzept ist. Und der SDR bietet auch eine ganze Reihe an Vorteilen, die ihn zu einem guten Allround-Empfänger machen: Gute Abstimmmöglichkeiten mit Peter Carnegies SDR-Programm, perfekte Steuerung und Stromversorgung über USB, um längen besserer MW-Empfang gegenüber dem alten Elektor DRM, Frequenzbereich rauf bis zum 11m Band, passendes Format für ein Eurogehäuse usw.

Für mich scheint der SDR mit seinem hervorragenden Spiegelverhalten aber nicht die wirkliche Lösung zum alten (spiegelfrequenzgeschütteltem - ich betreibe einige Logs eher auf der Spiegelfrequenz als auch der richtigen... ) DRM gekoppelt mit einer leistungsfähigen Preselektion und einer ordentlichen Verstärkung zu sein.
Vielleicht sollte ich mir einen DDS selber aufbauen und dazu die I/Q Platine ohne Oszillator einzeln dazubestellen?!

Gruss, Stephan

dadalbinder
03-06-2007, 11:28
Hallo Maxpower,

ich erkenne das Problem mit dem nicht funktionierenden Line-In Eingang gut. Danach habe ich upgedatet und kam zum gleichen I/Q-Ergebnis.

Es kann durchaus sein, daß die Karte selbst einen Haken hat. Ich habe sie im Laufe des letzten Jahres gekauft.

Da ich die Experimente von Burkhard Kainka alle nachvollzogen habe und jetzt mit 2 Karten zufrieden bin, weiß ich noch nicht, ob ich jetzt was mit der Audigy mache.

Zuviel auf der Rampe zu tun. Übrigens die Vorstufen arbeiten auch ganz schön und ich habe ja bereit, die letzte Version mit dem Cypress-DDS-Generator. Sie steht an meinem Lötplatz und dient da auch als Vergleichsempfänger.

Der jetzige Elektor_USB hat die Möglichkeit, diverse Eingangsfilter umzuschalten und Einschwächer einzuschalten. In Zusammenhang mit dem SDR kannst Du die ganze Eichung incl. S-Meter oder Felstärke-Meter dort machen.

I/Qs brauche nicht so viel Eingangsspannung. Insofern dürfte sich auch ein Versuch mit einem Antennenabschwächer in der Eingangsleitung empfehlen.

Soweit

Wolfgang, 49N28, 11E00

dadalbinder
03-06-2007, 13:26
Hallo Maxpower,

wenn ich das richtig sehe, hast Du einen Screen geschickt, der aus einer Empfangssituation stammt und nicht von der Schaltung des Testers.

Damit schreit die Situation nach dem Soundkartentester, den man so in einer halben Stunde zusammenlötet oder sogar fertig kaufen kann.

Die Problematik ist, daß kleinste Störungen bei fehlendem Anti-Aliasing-Filter zwar nicht sichtbar sind, aber die Demodulation stören können. Ein Test mit der Schaltung des Soundkartentesters ist - denke ich - unabwendbar.

Wolfgang, 49N28, 11E00

maxpower
03-06-2007, 13:28
Zuviel auf der Rampe zu tun.

Ich kenne das Problem. Die "DRM Basteleien" können ne ganze Menge Zeit aufbrauchen... :)

Ich warte jetzt einfach erst mal ab, was Elektor sagt, ob die Platine ok war. Ich schätze mal, das die den erst mal auf den Messplatz stellen, wenn ich ihn zurück geschickt habe.

Die Möglichkeit, diverse Filter und Abschwächer zu schalten, ist schon prima. Vorerst habe ich aber über den aktiven Preselektor die Möglichkeit, das "händisch" zu realisieren. Für mich steht im Moment daher in Sachen DRM die Suche nach der besten Signal-Konvertierung von HF auf NF im Vordergrund. Mal sehn, was sich da noch ergeben wird...

Auf jeden Fall vielen Dank für Deine Unterstützung (und auch die der anderen Mitstreiter hier) soweit!

Stephan

maxpower
03-06-2007, 20:57
Der Screenshot stammt aus dem Kalibrierungsmode des SDR. Ist der Soundkartentester nicht eigentlich das selbe, was der SDR im Kalibrierungsmode macht? Soweit ich das sehe, besteht der einzige Unterschied darin, dass der SDR einen Träger auf etwa 12 kHz (plus Obertöne) liefert und der Soundkartentester einen Träger von 15 kHz?

Bitte korrigiert mich, wenn ich da falsch liege. So richtig sicher bin ich da nämlich nicht von wegen Rechtecksignal...

Stephan

dadalbinder
04-06-2007, 07:23
Hallo Maxpower,

praktischer Vorschlag: Einfach Soundkarte testen. Das würde so oder so helfen. Ich kann Dir ja leihweise meinen Tester einfach postalisch zusenden. Auf das Ergebnis wäre ich gespannt.

Bis auf Lötfehler und einen wichtigen FET, den BF245C für Selbstbauer, kenne ich im Umfeld des Empfängers weitere Fehlermeldungen bisher nicht.

Nun zu Theorie:

Ein Anti-Aliasing-Filter hält Frequenzen ab, die sonst je nach Abstimmung und generell in den Dekodierungsprozess eingreifen. Wir kennen das ja auch aus der klassischen Empfängertechnik, daß kleine Störfaktoren Auswirkungen auf die Audioqualität und vorher auf die Verarbeitungsqualität eines Empfängers haben. Viele Schaltungsdetails, die hochwertige Empfänger klassischer Machart haben, sind ja auf Schadensbegrenzung aus, um Einfluß von unsauberen VFOs, Fehlmischungen etc. möglichst klein zu halten.

Hier könnte man eine ganze Bibel schreiben mit Lehrsätzen klassischer Fehlertechnik.

Wenn Du einen Empfänger in der von Dir gezeigten Situation kalibrierst, kannst Du viele Störfaktoren aufgrund eines fehlenden Anti-Aliasing-Filters schlicht nicht sehen. Auch kleinste Störspannungen wirken sich in Gesamtsignalen aus, mischen sich in das zu dekodierende Signal ein und erschweren die Software Dekodierung.

Der I/Q-Empfänger teilt die VFO-Frequenz durch 4, mischt entsprechend phasenverschoben und stellt das gemischte Signal nach einer Pegelverstärkung direkt in die Soundkarte. In der Praxis heißt das: Es gibt keine zappelnden VFOs, die etwa durch PLL wieder auf Soll gebracht werden müssen, es gibt keine ZF und eine Folge von Mischstufen; es gibt auch keine AGC-Faktoren, die eine meist nicht ausreichende Dynamik haben. Von nicht-linearen Demodulatoren gar nicht zu reden. Auch nicht von Gugelhupf-Filtern mit nicht ausreichendem Filter-Formfaktor.

Das Signal kommt, wird gemischt und in die Soundkarte gestellt. Wenn ich das jetzt mit kiloschweren Spezialempfängern der letzten Jahrzehnte vergleiche, ist hier etwas Neuartiges entstanden.

Jetzt sind nicht VFOs, Doppel-, Dreifach-Super und andere Bestandteile gefragt sondern eine Soundkarte mit Anti-Aliasing und ein ausreichend schneller Computer.

Viel Theorie kann durch Praxistest der beteiligten Bestandteile praktischerweise ersetzt werden.

Ich hoffe, daß die Prüfung Deines Empfängers entsprechend schnell erfolgt und Du doch Gelegenheit hast, den Soundkartentest nachzuvollziehen.

Halt mich auf dem Laufenden


Wolfgang, 49N28, 11E00

carknue
04-06-2007, 09:47
Der Elektor USB SDR kann nun auch mit DRM Disco 3.4.0 gesteuert werden. Die komplette Steuerung ist integriert.

Kostenloser Download:
http://home.arcor.de/carsten.knuetter/drm.htm#Disco

dadalbinder
04-06-2007, 13:51
Hallo Carsten Knütter,

die Version funktioniert. Danke das ist erfreulich.

Für User, die die Audiobuchse unten haben, wäre es schön, daß man den Frequenzversatz auch negativ einstellen könnte. Geht das?

Wolfgang Hartmann, 49N28, 11E00

carknue
04-06-2007, 14:21
Für User, die die Audiobuchse unten haben, wäre es schön, daß man den Frequenzversatz auch negativ einstellen könnte. Geht das?


Das sollte auch gehen. Einfach ein Minuszeichen vor die Zahl setzten. -20 bis +20 sollte gehen. Bitte nicht nur ein Minuszeichen eingeben, dann könnte es zu Problemen kommen. Ein Slider wäre eigentlich besser zu Eingabe geeignet aber da habe ich keinen Platz für.

dadalbinder
04-06-2007, 15:23
Hallo Carsten Knütter,

jetzt habe ich nach Telefonat mit einem ebenfalls interessierten negative Werte ebenfalls einstellen könnnen.

Daß der neue Elektor so schnell Kreise zieht, freut mich. Jetzt ist dann eigentlich nur noch die Frage, ob DREAM ihn auch aufnehmen wird.

Nochmals Danke

Wolfgang Hartmann, 49N28, 11E00

Funkerberg
04-06-2007, 20:19
Daß der neue Elektor so schnell Kreise zieht, freut mich. Jetzt ist dann eigentlich nur noch die Frage, ob DREAM ihn auch aufnehmen wird.


Da wäre die Frage, ob sich bis jetzt schonmal jemand darum gekümmert hat. Um den SDRelektor mit DREAM steuern zu können müsste ja eine SDRelektor hamlib erstellt werden, richtig ?
Wer ist da der richtige Ansprechpartner?

dadalbinder
04-06-2007, 20:58
Hallo auf der DRM-Seite gibt es eine Unterseite Deutsches DRM-Forum. Hier kann man ein Info-Formular benutzen, um Nachrichten etc. weiter zu geben.

Die Hamlib-Steuerungscodes beziehen sich auf klassische Empfängersteuerungen. Beim Elektor_USB handelt es sich ja um eine USB-Steuerung, die relativ neu ist. Deshalb müsste dafür eine Einzelsteuerung gewählt werden wie etwa für DRT1 oder Elektor_DRM aus 2004. Besondere Sorgfalt ist für den USB-Steuerbaustein sicher notwendig, um aktuell zu sein und gleich den richtigen Treiber parat zu haben.

Ich hoffe natürlich auch, daß DREAM den Schritt machen kann und wird. Allerdings dürfte das eher etwas außer dem normalen Rahmen liegen. Halten wir die Daumen.

Die Federführung für DREAM lag bei der Technischen Universität in Darmstadt. Vielleicht kommt man dort mit einer Mail weiter.

Wolfgang, 49N28, 11E00

andimik
05-06-2007, 15:16
Just for all our non-German speaking users:

The article is also available in English:

http://www.elektor-electronics.co.uk/Default.aspx?tabid=28&mid=405&ctl=Buy&buy=U070514.pdf&emid=403&art=53315&Free=True

andimik
14-06-2007, 10:57
In Verbindung mit DRM Disco 3.5 (das nach Frequenzeinstellung wieder geschlossen werden kann) und einer Ramdisk (16 MByte genügen) kann man auch wunderbar die Festplatte in den Sleepmodus schicken und trotzdem ein Log erstellen.

--

Together with DRM Disco 3.5 (after tuning in to a frequency you can close the programme) as well as a RAM-Disk (16 MByte are enough) the HDD can be switched into the sleep mode even if you create a log.

dadalbinder
21-06-2007, 20:27
Hallo,

Erfahrungen zeigen, daß der Empfänger in vielen Fällen auf -10dB oder sogar -20dB eingestellt werden kann, um Verzerrungen zu vermeiden.

Der Eingang ist relativ hochohmig, zumindest bestimmt bei den Eingängen 1 bis 3 die Drossel mit 200 MikroHenry die Induktivität am Eingang. Dazu kommen die Bestandteile der Filtereinstellungen.

In der Regel ist damit eine 50 Ohm Eingangsimpedanz nicht nützlich. Bei schwachen Signalen ist damit gut zu arbeiten, besser ist in einem solchen Fall einen HF-Trafo mit einer Aufwärtstransformation zu wählen.

Hat man einen universellen HF-Trafo mit Ringkern, ist es möglich je nach Eingangsspannung untere Trafo-Anzapfungen zu benutzen, um die Eingangsspannung zu reduzieren. Die bei klassischen Empfängern notwendige Hochverstärkung ist bei diesem Konzept nicht notwendig. Die Software managt diesen Bereich.

Ich habe auch gute Erfahrungen bei schwächeren Stationen wie bei SSB oder Tropenbandstationen, einen HF-Trafo zusammen mit einem Drehko einzusetzen, der das individuelle Signal optimiert.

Antennenverstärker scheinen mir bei Vorhandensein eines HF-Trafos am Eingang und sinnvollem Einsatz der Transformation nicht notwendig. Auch 50 cm Strippen als Antenne lassen sich sinnvoll in den Empfänger einkoppeln. Dazu reicht ja manchmal schon der Finger in der Nähe des Eingangs.

Der Eingang 4 stellt einen separaten Eingang dar. Hier könnte direkt ein sorgfältiger Kreis für Sonderbelange eingeschaltet werden.

Für KW-Empfang aus Europa, Nordafrika ist der Empfänger bei mir mit ca. 20 m Antenne ohne Zusatz zu nutzen. Vielfach muß die Eingangsspannung je nach Tageszeit reduziert werden.

Wolfgang H, 49N28, 11E00

andimik
22-06-2007, 14:50
Das ist richtig, bei manchen Stationen ist -10 dB Pflicht, sonst hab ich nur das Label.

DRM-OM
22-06-2007, 21:31
Die Federführung für DREAM lag bei der Technischen Universität in Darmstadt. Vielleicht kommt man dort mit einer Mail weiter.

Ggf. wäre eine Diskussion im dream-Forum sinnvoll:
http://drm.sourceforge.net/forums/

simone
23-06-2007, 06:02
Ggf. wäre eine Diskussion im dream-Forum sinnvoll:
http://drm.sourceforge.net/forums/

Dream does not support specific receivers, as Funkerberg already mentioned,you need to add this Rx to hamlib first.
Simone

Speedy
31-07-2007, 15:45
Nach dem Urlaub will ich mir nun auch den Empfänger (bestückt) bestellen.
Habe zwar ganz gute technische Kenntnisse, aber eine Platine komplett selbst zu bestücken traue ich mir noch nicht zu. An eventuelle Veränderungen bzw. Erweiterungen würde ich mich aber schon wagen. Würde mich über jede Empfehlung freuen.
Ich möchte auf jeden Fall eine hohe Empfindlichkeit der oberen Amateurfunkbänder erreichen.

Gruss

Speedy

dadalbinder
31-07-2007, 19:38
Hallo Speedy,

für die oberen KW-Bänder dürfte ein abgestimmter Kreis mit passender Antenneneinführung schon reichen. Ihn kann man an Eingang 4, das ist die Metallzunge auf dem gelöteten Empfänger, anbringen. Dann muss man sozusagen manuell immer mitregeln. Der Eingang ist verglichen mit den Eingängen 1 bis 3 relativ hochohmig. Die Belastung für den Kreis also nicht sehr groß. Damit müsste Dein Ziel vergleichsweise einfach zu erreichen sein.

Wolfgang

dadalbinder
02-08-2007, 20:57
An Simone und alle:

Danke für die Info, daß der Elektor_USB in Hamlib aufgenommen werden müsste.

Nun frage ich mich, wer eigentlich wie Hamlib betreibt und wo und wie man Vorschläge machen könnte.

Ich denke, daß der Empfänger es verdiente aufgrund seiner doch recht neuen Technologie und weil er daneben auch auf Interesse stößt, doch aufgenommen werden könnte.

Was ist an Vorarbeit nötig, um qualifizierte Vorschläge zu machen?

Bitte um Handreichung!

Wolfgang H., 49N28, 11E00

simone
02-08-2007, 21:20
Hallo Wolfgang,
einer von Euch, die Ihr den Empfänger habt müßte den Code zur Steuerung des Elektor_USB für hamlib schreiben, testen und dann an die hamlib developer schicken, infos siehe hier:
http://hamlib.sourceforge.net/
Meine Erfahrungen letztes Jahr als ich einen Rx hinzugefügt habe waren sehr positiv, nach ein paar Tagen war der Code im nächsten snapshot. Die hamlib developer scheinen froh über jeden Empfänger, der dem Projekt hinzugefügt wird.
Viel Erfolg
Simone

dadalbinder
01-01-2008, 11:21
Hallo,

es existieren schon einigen Wochen DREAM Versionen, die den Elektor_USB ohne Probleme steuern können. Den meisten und besten Erfolg habe ich hier mit den sogenannten UNSTABLE Versionen, die letzte: 041. Sie können über www.nschall.de heruntergeladen werden.

Verbunden mit diesen Versionen ist eine gegenüber dem klassischen DREAM neuen Steuerungsmenüs. Diese sind noch nicht ganz ausgearbeitet. Die Steuerung des Elektor_USB funktioniert.

Wolfgang

dadalbinder
01-01-2008, 11:27
Hallo,

der Elektor_USB ist nicht ohne IF-Einstellung zu betreiben, ohne auf guten Klang verzichten zu wollen.

Deshalb sollte er als I/ Q-Empfänger immer mit einer IF eingestellt werden.

In der Nullstellung zwischen dem linken Kanal und dem rechten existieren immer Störsignale, die zwar durch größere Siebelkos verkleinert aber nie verhindert werden können. Ähnliches gilt auch für eine externe Spannungsversorgung.

Die Begründung liegt darin, daß ein Träger ein sehr wichtiger Bestandteil der Dekodierung ist. Liegt er genau zwischen den Kanälen, kann sein Spannungsanteil nicht zur Dekodierung herangezogen werden.

Rein theoretisch könnte durch eine immens effektive Siebung der Bereich der Nullstellung der Soundkarte zugänglicher gemacht werden aber die Spannungsanteil könnten auch theoretisch mit sehr großen Filtermaßnahmen praktisch nie auf Null zurückgeführt werden.

Man könnte in sofern Versuche machen, indem man die IF im Schritt von 100 Hz auf die Nullstellung zu den Erfolg eines sehr niederfrequenten Filters relativ bestimmt.

Wolfgang Hartmann

Auf ein gutes Neues!

dadalbinder
01-01-2008, 11:36
Hallo,

ohne eine Abstimmung am Elektor_USB kann eine Spiegelung der Soundkarte bei sehr niedrigen Eingangspegeln erreicht werden. Der im Anhang übermittelte Screen zeigt nicht nur den nicht herausgefilterten Bereich um die Nullstellung der Soundkarte, der deutlich an höheren Signalpegeln sichtbar ist. Daneben sind auch die in 1 kHz Abstand vorhandenen Arbeitstakte des USB-Anschlußes sichtbar.

Sie werden bei Ansteuerung mit höheren Pegeln wie Signalen vom Empfänger von den Pegeln praktisch überschrieben. Kommen also nicht zur Geltung.

Übrigens: Ein solcher Screen zeigt immer an, daß aus dem Empfänger kein Steuersignal kommt. Gründe sind möglicherweise falsche Soundkarteneinstellung bei RECORD/WIEDERGABE oder eine nicht arbeitende Frequenzsteuerung. Im letzteren Fall dürfte es sich empfehlen, den Empfänger versuchsweise etwa über einen anderen Rechner anzusteuern.

Der Screen wurde mit 96 kHz Samplerate erzeugt. Das ganze Soundkartenspektrum kann übersehen werden.

Bei klassischer Monosteuerung beider Kanäle tauchen wie auch bei SDRADIO beide Monokanäle links- und rechtsseitig als Pegel auf.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
14-02-2008, 11:26
Hallo,

Versuche haben bei mir gezeigt, daß man bei Betrieb des Elektor_USB Empfängers zusammen mit einem Audiorecorder das gerade empfangen Signal in der Bandbreite wie sie von der Samplerate (Frequenzbereich=Samplerate/2) bestimmt ist, aufgenommen und zeitversetzt wiedergegeben werden kann.

Ich benutzte dafür den Audacity Recorder, der auf die auch von Winrad benutzten Input-Kanäle eingestellt wird. Samplerate in meinem Fall 96 kHz, Stereo-Option. Der Name des Aufnahmefiles muß angegeben werden, mit dem dann die Aufnahme unter SHOW-Options unter WAV-Input geöffnet werden kann.

Hier ist jetzt ein zeitversetztes Hören von Aufnahmen möglich, wobei auch in dem wiedergegebenen Band auch die Abstimmung über Cursor gewechselt werden kann. In dem momentanen Zustand von Winrad - hier ist wohl eine weitergeführte Version zu erwarten - sollte man die Abstimmung von Winrad auf die Frequenz (und natürlich Samplerate) einstellen, die zur Aufnahme herrschte. Sonst stochert man im Spektrum ohne einwandfreie Frequenzzuordnung herum.

Das Verfahren kostet eine Menge Speicherkapazität, die nicht unbeträchtlich ist. Der Charm der Lösung ist dennoch den Aufwand wert.

Im Übrigen: Auch SoDiRa ermöglicht ebenfalls die Speicherung und das Wiederabspielen von Eingangssignalen. Hier ist die Technik der Speicherung so, daß SoDiRa den Filenamen mit der Frequenz verknüpft, sie also jederzeit wieder aufrufbar ist.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

dadalbinder
14-02-2008, 11:37
Hallo,

ein Screen, der im richtigen Frequenzbereich geladen wurde.

Hier kann virtuell wie im Empfangsmoment der Aufnahme abgestimmt werden.


W. Hartmann

maxpower
15-02-2008, 12:18
Hallo Wolfgang!

Interessante Info. Damit kann der Elektor also auch als "Mini-Perseus" herhalten. :-)

Eine Frage habe ich an Dich bzw. alle. die sich näher mit Dream beschäftigen:

Ich habe nämlich Probleme mit der I/Q Funktion in Dream, die bei mir anscheinend so gut wie ohne Funktion ist. Wenn ich z.B. SDRadio für den AM/SSB/FM Empfang nutze, kann ich problemlos die Spiegelfrequenzunterdrückung auf über 40 dB regeln (optimale Verschiebung liegt bei ca 10 microsekunden). Damit verschwinden die Spiegelträger so gut wie immer komplett aus dem Spektrum.

In Dream kann ich selber ja nichts einstellen, es soll die Optimierung selber vornehmen, aber ich habe immer nen dicken Träger da, wo er nicht sein sollte. :(

Hat da jemand einen Tip. wie ich das Problem in den Griff bekommen kann? (Ich starte dream mit dem Befehl -c 3, was den I/Q Mode starten soll.)


Beste Grüße,

Stephan

dadalbinder
15-02-2008, 17:44
Hallo Stephan,

viele Versuche mit DREAM gemacht. Einstellung der Parameter etwa durch andere Programme wie zu Samplerate scheinen bei mir keine Veränderung der Arbeitsweise zur Folge zu haben.

Damit ist meine schon länger dauernde Vermutung, daß DREAM bestimmte Einstellungen durch eigene Analyse feststellt und regelt, eher gestärkt.

I/Q setzt Parameter -c 3 bei richtigem Audioanschluß oder -c 4 bei getauschtem Anschluß voraus. Ich habe aber auch Überraschungen erlebt, daß ein nicht unter -c 3 gestartetes DREAM sozusagen automatisch positiv reagiert.

Eine Selbstregelung scheint sich jetzt auch bei WINRAD 1.30 zu dokumentieren. Hier kann man ja auch die Alternativen direkt aus der Website von Alberto ausprobieren.

Erste Info, damit es nicht zu lange wird.

Wolfgang

dadalbinder
15-02-2008, 17:52
Hallo Stephan,

ein Problem bei DREAM scheint mir zu sein, daß man manchmal gar nicht mehr (I/Q) merkt, mit welchem Frequenzversatz das Programm arbeitet. Das hat mich mehrfach provoziert und unsicher macht.

Ich setze momentan DREAM V1.10 unstable 41 cvs ein. Hier scheint alles zu laufen aber man muß manchmal auch was nachsehen. Häufig ist hier auch hilfreich auf AM umzuschalten und dann einmal festzustellen, wo man überhaupt im Band ist. Also beispielsweise auf 49 m, wo man sich ja mit den AM-Frequenzen gut auskennt. Findet man den Frequenzversatz, weiß man dann, welche Frequenz man eingeben muß.

Also findet man, daß die Differenz + oder - 20 kHz ist, gibt man die DRM-Frequenz enstprechend ein und hat bei Erfolg die Lösung gefunden.

Noch mehr geht bei der geänderten Steuerung bei den unstable Versionen. Man kann auch nach Betrieb des Programms die gespeicherte DREAM.INI Version einfach mit Editor anzeigen und die Daten übernehmen.

Wegen der Kürze folgt noch ein Teil 3.

Wolfgang

dadalbinder
15-02-2008, 18:04
Stephan,

die Software SDRadio und Winradio zeigen ja sowohl unter I/Q und Stereoeinspeisung - je nach Einstellung - im Amplitudenspektrum in der ganzen Breite immer den einen Stereokanal links von der Null-Linie bis zur Null-Linie und rechts von der Null-Linie den anderen Kanal. Hier kann man an einem Screen, der die ganze Breite darstellt, wo das DRM-Kanal steht und um wieviel der Frequenzversatz bei DREAM umgestellt werden muß.

Sinngemäß ist auch, daß bei Mono-Einspeisung beider Kanäle immer zwei gleiche Amplituden links und rechts von der Null-Linie aufscheinen.

Ich füge jetzt einen Screen von Winrad 1.30 bei, wo die Null-Linie bei 4025 steht. Jetzt kannst Du sehen, wo das Spektrum von 3995 liegt, wieviel Du umstellen mußt, um bei DREAM richtig zu liegen.

Hilfe gewesen?

Wolfgang

maxpower
16-02-2008, 13:15
Hallo Wolfgang!

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!

Es scheint mir mir aufgrund Deiner und mittlerweile auch meiner) Erfahrungen dann noch einiges an Verbesserungspotential in der I/Q Verarbeitung von Dream möglich zu sein.

In SDRadio kann ich über 40 dB Spiegelfrequenzunterdrückung erreichen, Dream scheint um die 20 - 30 dB durch seine "Automatik" zu schaffen. Mit ein wenig Verschiebung der Empfangsfrequenz nach oben der unten kann man zwar oft das Problem umschiffen, aber so richtig zufriedenstellend ist das natürlich nicht - vor allem, wenn das Band recht voll ist.

Eigentlich ist es schade, dass es hier nicht auch ne Möglichkeit der manuellen Optimierung in Dream gibt, denn da liesse sich dann im I/Q Empfang noch einiges mehr rausholen. Ob so eine Funktion wohl möglich wäre?

Viele Grüße und vielen Dank nochmal,

Stephan

dadalbinder
16-02-2008, 13:49
Hallo,

weitere Versuche haben gezeigt, daß Aufnahmen der Signale zwar mit 192 kHz nach Einstellung des Audiorecorders möglich sind, aber sie werden von Winrad nur mit 96 kHz wiedergegeben.

5 Minuten Abspeicherung mit 192 kHz "kosten" 112 MB.

Die Situation bei 192 kHz zeigt ein Screen, der zweite zeigt Wiedergabe mit 96 kHz.

Durch Dauerbetrieb bei Wiedergabe kann man in aller Ruhe alle Frequenzen durchprobieren.

Für richtig große Bandbreiten greife man also auf den Perseus zurück, im Elektor_USB geht das aber - zum Einübern - auch schon bis 48 kHz. Genug um einen Großteil des SSB-Betriebs in einem Band abzuspeichern.

Wolfgang Hartmann

dadalbinder
16-02-2008, 14:00
Hallo Stephan,

der Erwerb der eigenen Erfahrungen ist der beste Weg.

Momentan ist ein guter Zustand deshalb erreicht, weil ja offensichtlich DREAM in den CSV-Versionen weiter entwickelt wird. Mit dem Elektor_USB habe ich bei den unstablen Versionen bislang unstable 41 gute Erfahrungen gemacht mit dem Elektor. Nun gibt es seit kurzem auch eine unstable 46, die sich auch als unstable 41 anzeigt.

Die ganze Menütechnik wird von den momentanen Entwicklern offensichtlich weiter entwickelt, so hat der Evaluations-Dialog einiges an Receiver-Steuerung abgeben. Manche Sachen funktionieren noch nicht wie RIG ADVANCED mit SETTINGS und FREQUENZ OFFSET. Neben anderen Kleinigkeiten. Also Grund, jetzt laut zu geben. An wen ist die Frage.

Ich hatte eine Hilfe von Simone bekommen und so ist die Elektor-Steuerung inzwischen realisiert. Vielleicht sollte man in das Forum bei Sourceforge-Net einmal Wünsche formulieren. Möglich, daß was zurückkommt.

Ich sehe immer noch die "Automatik" wie geschildert aber vielleicht könnte es ja auch eine detailreichere Menütechnik geben. "Hoffnung stirbt zuletzt".

Wolfgang

dadalbinder
19-02-2008, 18:41
Hallo,

eine Korrektur. War es mir bisher nicht gelungen, ist es doch offensichtlich möglich. Nach einem ganz bewußten Einstellungen von Audacity ist eine Aufnahme mit 192 kHz Samplerate doch möglich und Winrad1.30 gibt das auch mit Samplerate 192 kHz aus.

Einen Screen der neuen Situation füge ich bei.

Also: 92 kHz Spektrumbereich sind möglich.

Funkerberg
24-02-2008, 21:43
Ich habe nämlich Probleme mit der I/Q Funktion in Dream, die bei mir anscheinend so gut wie ohne Funktion ist.
(Ich starte dream mit dem Befehl -c 3, was den I/Q Mode starten soll.)


Hallo stephan,

welche Version von Dream verwendest du? Ich habe hier mit 1.7.6 keine Probleme mit dem IQ Modus von Dream.

Überprüfe nochmal ob Dream richtig im IQ Modus gestartet wird. Am besten mit zwei Icons, eins mit eins ohne -c 3. Es muss ein deutlicher Unterschied zu sehen sein.

Viele Grüße Rainer

maxpower
22-03-2008, 17:39
Hallo Wolfgang und Rainer!

Sorry, das es etwas länger gedauert hat, bis ich mich hier mal wieder melde. Hatte viel um die Ohren.

Ich glaube, die Effektivität der Spiegelfrequenzunterdrückung hängt bei Dream hauptsächlich mit dem Gleichlauf der Amplituden beim rechten und linken Kanal zusammen. Daher ist es sehr wichtig, dass die Sample-Kondensatoren, die Widerstände im "ZF"-Signalweg und die Arbeitswiderstände der OP-Amps 1% Abweichung oder möglichst noch weniger haben. Je genauer sich beide Amplituden in ihrer Lautstärke gleichen, desto besser funktioniert der der Algo in Dream.
Andere Programme wie Winrad/SDRadio haben zusätzliche Regler, um nicht nur die Phase, sondern auch die Amplitude einzustellen. Im groben kann man auch ein wenig mit dem rechts-links Regler in der Audiosteuerung nachhelfen, aber diese ist sehr grob. Wenn man da Dream mit einem zusätzlichen "händischen" Abgleich auf die Sprünge helfen könnte, wäre das klasse!

Daneben habe ich noch eine zweite "Problemquelle" in der Kombi Dream-I/Q Receiver entdeckt:
Je nach Ausführung der Soundkarte kann eine 24-bit 96 kHz Soundkarte durchaus von Nachteil in der Benutzung von Dream sein. Frequenzen oberhalb von 24 kHz können nämlich durchaus in der Soundkarte "umgebrochen" und auf eine niedrige Frequenz innerhalb des 20 kHz Spektrums runtergesamplet werden und tauchen als Phantomsignale auf Frequenzen auf, wo sie nicht hingehören.

Wenn man beispielsweise Winrad im 96 kHz Mode benutzt, sind alle Sender dort, wo sie hingehören. Im 48 khz Mode werden einige stärkere Signale, die ausserhalb des 48 khz Spektrums liegen, jedoch in den 48 khz Bereich zurückgeworfen.

Eine Lösung für das Problem wäre die Erweiterung von Dream auf bis zu 96 khz, eine andere die Beschränkung der Bandbreite des SDRs auf 48 khz (zB Kondensatoren von 2,2 auf wesentlich höhere Werte) oder die dritte der Wechsel auf eine "48kHZ only" Soundkarte mit gutem Filter (Nummer 2 und drei sind aber eigentlich "Vernichtung" guter Leistungen der Hardware zugunsten einer in dieser Hinsicht weniger leistungsfähigen Soft, was etwas schade wäre (trotzdem: Hut ab vor den Entwicklern der Dream Software, ohne die all die Entwicklungen in diesem Bereich gar nicht möglich gewesen wären!)
Variante 2 probiere ich in der kommenden Woche mal aus.

Viele Grüße und schöne Ostern!

Stephan

dadalbinder
23-03-2008, 08:42
Hallo Stephan,

gute Feiertage.

Als Teil 1 folgendes:

Die Funktion eines Antialiasing-Filters ist wohl bislang mehrheitlich ein hardware-mäßiges und kein Software gestütztes. Oder? Gibt es verschiedene Ausführungen von Anti-Aliasing-Filtern wie hardware-gestützte und/oder inzwischen auch digitale Anwendungen? Ich denke, die bisherigen Lösungen bestehen aus Hardware.

Arbeitet man mit einer Soundkarte mit einer festen Anti-Aliasing-Frequenz dürfte das Arbeiten unterhalb dieser Frequenz mit einer niedrigeren Samplerate immer zu Reflexionen führen. Dann dürfte auch richtig sein, daß Reflexionen auch bei genau ausgerichteter Amplitude und Phase immer noch vorhanden sein dürften.

DREAM ist ja, was sein inneres Arbeiten angeht, immer noch so etwas wie nicht dokumentiert. Wenn DREAM regelmäßig mit 48 kHz Samplerate arbeitet und darauf optimiert wurde, kann das Ergebnis bei Arbeiten mit Samplerate 96 oder sogar 192 kHz nicht optimaler ausfallen. Je nach Filterung der Soundkarte können also nicht-nützliche Reflexionen auftreten, die die Arbeitsweise von DREAM eher erschweren.

Mit anderen Worten. Ist DREAM auf 48 kHz optimiert, sollte man auch Soundkarten benutzen, die ein 48 kHz-Anti-Aliasing-Filter haben. Mehr wäre dann überflüssig.

Zur Diskussion gestellt. Richtig oder?

Wolfgang

dadalbinder
23-03-2008, 09:31
Hallo Stephan,

ich habe schon früher ausgedrückt, daß DREAM so etwas wie ein Analysesytem hat und sich umstellt je danach, was es vorfindet.

Dafür scheinen verschiedene Erscheinungen zu sprechen. So läuft bei mir etwa unter Peter Carnegies G8JCFSDR und dem entsprechenden DREAM-Aufruf ohne Probleme ein Startparamter für DREAM immer mit I/Q Modus. Dies sowohl bei Aufruf des Elektor_USB IQ Empfängers als auch beim DRT1 von Sat Schneider. Ich habe das erst gar nicht bemerkt, bis ich irgendwann darauf aufmerksam wurde. Ich habe es einfach so gelassen.

Generell müsste man ja eine Differenz im Auftreten von linkem und rechtem Signal nach den Erfordernissen der Software auch herausrechnen können. Das gleiche auch bei Amplituden. Wohl nichts leichter als das für Software. Man kann das nach den Bedürfnissen des Dekodierungsprogramms locker optimieren. Man kann sich ja daran erinnern, daß einfachste Doppelsuper für DRM und andere Modulationsarten durch eine in der Software automatisch oder einstellbare AGC-Funktion vorhanden ist, die Amplitudendifferenzen verschiedenster Stationen "ausbügelt".

Es gibt ja da auch noch andere Funktionen, wie das Berücksichtigen von 1 Bit-Differenzen bei den Signalen zwischen links und rechts. Dies gilt vor allem für Soundkarten, die NICHT exakt gleichzeitig linken und rechten Kanal aufnehmen können sondern mit Zeitversatz. Das ergibt einen sehr schnellen Takt des Umschaltens zwischen den beiden Kanälen.

Zudem hat Alberto im Bereich seiner Seiten diverses zu Optimierungen geschrieben im Bereich von Soundkarten und auch dokumentiert. Das führt jetzt zu weit in der Diskussion. Siehe die Seiten von Alberto.

Jedenfalls muß man im Bereich I/Q vorrangig dem Verhalten der Soundkartenkanäle erhöhte Aufmerksamkeit schenken. Ob das bei einem sozusagen REALEN Eingang wie bei 12 kHz-Technik auch notwendig ist, scheint bei der Aufmerksamkeit für I/Q als Fortentwicklung vielleicht nicht so existenziell.

Eine Diskussion scheint mir sehr hilfreich. Es ist ja so, daß wir mit unseren Empfängern sitzen und bestimmte Erscheinungen herausfinden, die eine Herausforderung darstellen.

Wolfgang

dadalbinder
23-03-2008, 11:18
Hallo Stephan,

eine interessante Sache.

SoDiRa in seiner neuen Version 0.060 ist auf Samplerate 96 kHz eingestellt, dekodiert aber DRM in 48 kHz.

Als Beispiel ein entsprechender Screen.

Hinweis daß DRM-Dekodierung in der bisherigen Arbeit bei 48 kHz stattfindet?

Wolfgang

maxpower
23-03-2008, 14:56
Hallo Wolfgang!


SoDiRa in seiner neuen Version 0.060 ist auf Samplerate 96 kHz eingestellt, dekodiert aber DRM in 48 kHz.


Ja, daskann sein. Vielleicht ist aber damit auch die Audio-Samplerate gemeint, in der der Audiostream, der im DRM Signal verpackt ist, mit 48khz gesampled wurde. Du hast glaub ich nen ganz guten Draht zum Entwickler, oder? Vielleicht kannst Du ihn mal fragen, wie SoDiRa das löst intern.


Dies sowohl bei Aufruf des Elektor_USB IQ Empfängers als auch beim DRT1 von Sat Schneider. Ich habe das erst gar nicht bemerkt, bis ich irgendwann darauf aufmerksam wurde. Ich habe es einfach so gelassen.


Ich glaube, dem DRT -genau wie dem alten Elektor DRM RX von 2003- ist das egal, ob er den I/Q Mode bekommt oder nicht. Auf dem rechten und linken Kanal liegt dort das gleiche Signal an, höchstens die CPU-Last könnte etwas höher liegen als im normalen Mode, weil Dream die Berechnungen durchzuführen versucht, obwohl keine passenden Signale vorliegén. Schaden dürfte das ansonsten nicht, auch diese Empfänger im I/Q-Mode laufen zu lassen.


Die Funktion eines Antialiasing-Filters ist wohl bislang mehrheitlich ein hardware-mäßiges und kein Software gestütztes. Oder? Gibt es verschiedene Ausführungen von Anti-Aliasing-Filtern wie hardware-gestützte und/oder inzwischen auch digitale Anwendungen? Ich denke, die bisherigen Lösungen bestehen aus Hardware.


Ja, das denke ich auch. Die Tiefpässe müssten auch prinzipiell vor dem AD-Wandler liegen. Auf den Soundkarten, die ich in Reichweite habe, ist nichts auf die Schnelle zu erkennen; ich vermute, dass die meisten ihn - so denn überhaupt vorhanden - in den Soundchip direkt integriert haben.


Prinzipiell müsste Software die Amplituden wie auch Phasenunterschiede durchaus selbst einstellen können. Die PowerSDR Software des SDR1000 legt beim ersten Start eine Tabelle für FFT's an und kann für jedes Band automatisch optimiert werden. Wenn das einmal gemacht wurde, greift die Software je nach Frequenzwahl auf die passenden Daten zurück und optimiert ohne zusätzliche CPU-Belastung (die ja nötig wäre, wenn man alles live berechnen würde zur Laufzeit). Damit können anscheinend recht gute Werte in der Spiegelunterdrückung erreicht werden.

Interessant beim SDR1000 ist auch die Methode, das 12 KHZ Signal aus dem Empfänger zunächst einmal mit der PowerSDR Software auf Spiegelunterdrückung und Bandbreitenfilterung zu optimieren und es dann über eine zweite echte oder virtuelle Soundkarte auszugeben, wo es dann in Dream (im normalen Modus) eingespeist und dekodiert wird.

Bezüglich der Samplerate von Soundkarten habe ich heute mal ein paar Soundkarten ausprobiert und den Eindruck gewonnen, dass es wohl tatsächlich mit 48 kHz Soundkarten weniger "Geistersignale" gibt. Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.
Nächste Woche werde ich mal versuchen, mittels Erhöhung der Werte der Sample-Kondensatoren den NF-Tiefpass etwas tiefer zu legen, sodass er schon bei 25kHz anfängt zu greifen. Wenn das noch nicht ausreicht, käme als nächstes ein LC-Tiefpass versuchweise rein (oder besser gar ein aktiver mit Op-Amps?).

Viele Grüße,

Stephan

dadalbinder
25-03-2008, 07:47
Hallo Stephan,

ich habe nun in den SoDiRa-Thread meine Fragen und die Antwort von Bernd Reiser gestellt. Er schreibt grundsätzliches als Autor von SoDiRa, was auch für DREAM interessant ist.

Von einem Insider doch sehr interessante Einblicke.

Ich grüße

Wolfgang

dadalbinder
23-04-2008, 18:26
Hallo,

aus dem Netz entnehme ich die Informationen, daß der Perseus Bänder in einer Breite bis 800 kHz abspeichern und wieder aufrufen kann. Das entspräche im Betrieb mit dem Elektor_USB einer Samplerate von 1,6 MHz. Das erscheint momentan nicht erreichbar.

Für den Elektor_USb Empfänger ist eine gebräuchliche Grenze von Samplerates von 96 kHz gegeben. Karten, die teilweise 192 kHz versprechen, sampeln von 96 kHz auf 192 kHz um, sind also nur ein Konstrukt und keine zweifelsfreie Erweiterung. So scheint es, daß wir eine 100 kHz speicherbare Bandbreite etwa für Überwachung von SSB-Verkehren und anderem, noch nicht einsetzen können.

Soundkarten mit echten 192 kHz und entsprechendem Anti-Aliasing Filter scheinen teurer bzw. noch gar nicht in entsprechendem Umfang zugänglich.

Entsprechende Erfahrungen von Usern mit Karten ab 192 kHz Samplerate wären nützlich.

Wolfgang Hartmann, Nürnberg

maxpower
25-04-2008, 17:03
Hallo Wolfgang!

400, 800 oder gar die zu erwartenden 1200 khz Bandbreite sind wohl utopisch für den Elektor SDR bzw eigentlich für die angeschlossenen Soundkarten.

96 kHz sind mittlerweile aber kein Problem mehr und die 192 kHz werden wohl jetzt mehr und mehr gebräuchlich. Soweit ich gelesen habe, kann die Creative X-FI Gamer und die anderen großen Modelle des X-Fi 192 kHz. Preise gehen glaub ich so bei etwa 80 - 100 € los. Die kleine X-Fi (die ich u.a. benutze) kann leider nur 96 kHz. :-(

Abhilfe würde vielleicht ein Extraboard mit nem eigenen Soundprozessor schaffen, der das Signal selbst digitalisiert. Aber das ist ein anderes Thema :-)

Soweit ich weiß, benutzt Du VAC?! Hast Du schonmal probiert, aus Winrad selbst Dream über VAC zu benutzen? Da müsste doch eigentlich Winrad für die Spiegelfrequenzunterdrückung sorgen und ein sauberes Signal an Dream (dann im normalen Modus gestartet und nicht im I/Q Mode) weitergeben.

Ich bastel ja gerade am HCJB "Pappradio" SDR (das mittlerweile ein Alugehäuse bekommen hat und somit eigentlich kein Pappradio mehr ist) und habe dort einen Trimmer in die Verstärkungsregelung des einen Soundkanals eingebaut, der die Amplituden beider Kanäle auf das selbe Level bringen kann. Dami habe ich ganz gute erste Erfahrungen gemacht. Das gleicht zumindest etwas die nicht so tolle Spiegelunterdrückung in Dream aus.


Viele Grüße,

Stephan

dadalbinder
25-04-2008, 19:51
Hallo Stephan,

es gibt bislang ein Programm, das 192 kHz auswählen und darstellen kann. Das ist bis auf die Perseus-interne Software nur Winrad in seiner letzten Version. Das müsste reichen um dann auf echte 96 kHz Bandbreite zu kommen in der Speicherung. Das ist genug, um SSB-Teile aus einem Amateurband abzuspeichern und am nächsten Tag abzuhören.

Gestern abend konnte ich das erste Mal einen Perseus direkt erleben auch im Zusammenspiel mit Winrad und DRM. Hier sind die frühen Probleme bei DRM-Empfang offensichtlich vorbei.

Wenn wir nicht beim Geheimdienst sind und keine professionellen Gelüste haben, reichen kleinere speicherbare Bandbreiten durchaus aus. Vor allem in der Preisklasse des Elektor_USB. Ich las in einem Forum, das ein amerikanischer Amateur durchaus das ganze MW-Band etwa abspeichern möchte, um es Tags darauf hören zu können. Da muß man dann schon etwa mit Anschaffungskosten von mehr als 1000 Euro für die Zukunft rechnen. Mir bleibt eigentlich das beispielhafte Experimentieren und sich mühen und die grundsätzliche Möglichkeit für eine Bandspeicherung nutzen zu können.

Möglicherweise marschiert ja Winrad in einer seiner nächsten Versionen auf eine Samplerate von mehr als 192 kHz mit und dann wäre eine Soundkarte, die 2 mal 192 kHz könnte schon noch erfreulich. Man sieht dann aber kaum noch im Detail wie im Perseus bei größeren eingestellten Bandbreiten.

Bis dahin erst einmal, außér: Ich bin von morgen bis zum 1. Mai einfach weg in der Oberpfalz in einem schönen Ort und dann wieder da.

Ich grüße

Wolfgang

dadalbinder
25-04-2008, 20:21
Hallo Stephan,

ich werde nach meiner Rückkehr weitere Versuche mit VAC und Winrad/Dream machen wie von Dir beschrieben. Ich hatte schon eine Menge damit in der Vergangenheit gespielt. Meine Situation war bislang so, daß ich Dream immer in I/Q laufen ließ und normale Dekodierungsergebnisse erhielt. Dies sowohl bei 12 kHz-Empfang wie auch bei I/Q merkwürdigerweise.

Was ich mir jetzt vorstellen kann: Winrad in I/Q und dann auf DREAM mit VAC übergeben. Eine Frage stellt sich mir, wie und warum stellt VAC auf Mono um oder soll es durch eine gewollte Einstellung auf Mono im VAC-Kanal umgestellt werden? Geht das eigentlich?

Die Gleichgewichtung der beiden I/Q Kanäle scheint mir wichtig zu sein. B. Kainka hat in seinem neuen Buch noch einmal dargestellt, wie er zu Überlegungen bei den Audioverstärkerzügen gekommen ist. Also eine wichtige Sache ist die Gleichwertigkeit beider Kanäle in I/Q.

Meine Spielereien mit RxDisp haben aber auch gezeigt, daß sich irgendwas in einem optimierten Verhältnis wieder mit der Zeit ändert. Die Frage ist damit wo passiert das im Mischer, in dem eingehenden Signal oder bei der Soundkarte, daß diese nicht stabil bleibt. Das ist Frage, die noch eine Antwort als Sicherheit sucht.

Das Beispiel mit der kleinen AM-Station, signalschwach, die im Spiegelbereich eines DRM-Signals liegt, wäre ja die entscheidende Frage, ob sich was ändert etwa in DRM SNRs etwa oder bei der Empfangbarkeit des AM-Signals.

Ich folge der Vermutung: In beiden Fällen.

Wie sieht das in Fällen eines Signalprocessors aus. Wegen der vorliegenden Informationen und der Nutzung von I/Q wohl auch im professionellen Bereich könnte man vermuten, daß diese das Problem sozusagen automatisch mitlösen.

Im Fall eines solchen zusätzlichen Prozessorboards könnte das hilfreich sein.

Es ist auch sehr verwunderlich, daß man beim ersten Kontakt mit dem Perseus sozusagen automatisch immer die Einganssoundkarte sucht, bis man sich vergegenwärtigt, daß die im Perseus gar nicht gebraucht wird.

Im Fall I/Q habe ich auch die ersten Versuche von B. Kainka nachvollzogen und habe dabei auch immer bessere Ergebnisse erzielt beispielsweise bei DRM, wo man ja so schön die SNRs dokumentiert bekommt. Also müsst weitere Optimierung Fortschritte bringen!?!

Ich grüße

Wolfgang

maxpower
25-04-2008, 22:23
Hi Wolfgang!

Werde mir morgen früh nochmal Deine Posstings ausführlich durchlesen, bin hneute Abend schon zu müde. Nur so viel schon mal heute abend: Eine schöne Zeit wünsche ich Dir in der Oberpfalz und bis die Tage!

Stephan

dadalbinder
06-05-2008, 20:18
Hallo Stephan,

ich habe in der Oberpfalz noch einmal über Deinen Vorschlag nachgedacht, Winrad zu benutzen, das Signal an VAC auszugeben und dann DREAM zukommen zu lassen.

Ohne Ausprobieren denke ich, das geht nicht. Holst Du aus dem Soundausgang von WINRAD ein Signal heraus, ist es dekodiert also Audio. DREAM funktioniert dadurch, daß es den gleichen Soundkarteneingang benutzt
wie ein separates Programm, das zur Abstimmung dient etwa wie WINRAD und andere.

Die Unterschiede liegen darin, wie die Abstimmungsprogramme angelegt sind. Es gibt offensichtlich welche, die den Hauptschieber von Volume im Wiedergabe Menü oder andere eine vorherige Wave oder andere Regelung
bedienen. Eine Freundlichkeit mancher Programme bestehen darin, den eigenen erzeugten Audiostrom zu muten, um nicht mit einem DRM-Programm zu konkurrenzieren etwa wie G9JCFSDR von Peter Carnegie.

Das Denke und die tatsächlichen Verhältnisse von Perseus mit anderen SDRs der klassischen Art liegen darin, daß der Perseus seine eigene "Soundkarte" in sich trägt, also keine Eingangssoundkarte benötigt. Da muß man
also den Ausgangsaudiostrom irgendwie leiten. Wie es sich beim QS1R verhält, weiß ich nicht.

Ich habe inzwischen 2 mal den Perseus im Einsatz gesehen. Meine persönliche Meinung ist, daß er weiterhin die in schneller Folge kommenden Software-Updates braucht, um sich zu optimieren. Da bleibt auch noch die
Frage, wie er auf die wahrscheinlich kommenden 96 kHZ Samplerate für DRM+ als Standard liefern wird. Alles in allem ein genialer Entwurf, der noch Praxis braucht.

Ich würde mich schon freuen, wir könnten etwa einen Elektor_USB Empfänger mit einer internen Soundkarten-Hardware benutzen zu können.

Alles beim Beobachten von Drachenseglern in Kallmünz entstanden.

Was ist mit Deinem Papp-Radio? Ich will Dir die Veröffentlichung nicht streitig machen, aber mich interessiert:
Wie weit ist er gediehen?

Ich grüße

Wolfgang

dadalbinder
15-05-2008, 12:17
Hallo,

im Attachment ein Screen vom Betrieb mit dem Empfänger auf 9420 kHz, Thessaloniki.

Timebase: 1 ms/pro Strich

Empfindlichkeite: ca 5 mV pro Strich

Deutlich zu sehen, die unterschiedlichen Signalzeiten zwischen Kanal 1 und 2.

Wolfgang Hartmann

mitajohn
16-05-2008, 10:55
Hi all,

....auf 9420 kHz, Thessaloniki

No this is wrong. The TX is located at Avlida (Αυλίδα) which is a municipality in Euboea, Greece. http://www.mlahanas.de/Greece/Cities/Avlida.html

dadalbinder
17-05-2008, 06:48
Hall Mitajohn,

sorry

Wolfgang